Rechenmodell bescheinigt starke Emissionsreduzierung
Die deutsche Automobilindustrie hat in den letzten Jahren erhebliche Erfolge bei der Luftreinhaltung erzielen können. Trotz weiter steigender Fahrleistungen gelang es nicht nur, die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch die "limitierten Emissionen" durch neue Technik und verbesserte Treibstoffe so zu mindern dass moderne Pkw und Lkw die Umwelt nur noch marginal belasten.
Offensichtlich werden diese Erfolge durch das Rechenmodells TREMOD - entwickelt vom Heidelberger IFEU-Institut, im Auftrag des Umweltbundesamtes und des VDA. Zwar wurde der Großteil der Emissionsminderungen im Zeitraum zwischen 1990 und 2005 erreicht, aber auch in den nächsten Jahren sind weitere Rückgänge zu erwarten. Das Modell errechnet eine Reduktion im Jahre 2020 gegenüber 1990 von
- 94 Prozent bei flüchtigen Kohlenwasserstoffen (HC),
- 86 Prozent bei Partikeln (PM),
- 90 Prozent bei Kohlenmonoxid (CO) und
- 73 Prozent bei Stickoxiden (NO).

Da im Modell TREMOD noch nicht die neuen und weiter verschärften Euro-Abgasstufen enthalten sind, wird es zurzeit überarbeitet. Experten gehen davon aus, dass die neu berechneten Emissionswerte nochmals erkennbar geringer und damit besser sein werden.
Zweifellos hat Deutschlands Automobilindustrie die ihr gestellten Aufgaben sehr erfolgreich gelöst. Würde der Fahrzeugbestand komplett auf neueste Modelle umgestellt werden, könnte sich die weitere Abnahme der Emissionen deutlich beschleunigen. Noch erfüllen rund 30 Prozent der Pkw lediglich die Emissionswerte der Abgasstufe Euro 2 und schlechter. Würden alle Fahrzeuge die neueste Abgasstufe Euro 4 erfüllen, wären die Emissionen von Partikeln um 87 Prozent reduziert und die der Stickstoffoxide halbiert. Demnach ist eine Erneuerung des Fahrzeugbestandes die beste Umweltschutzmaßnahme.
