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Omnibusse Nr. 1 für Sicherheit & Umwelt

Omnibusse sind die sichersten und umweltfreundlichsten Verkehrsmittel

Der Omnibus ist und bleibt unangefochten das sicherste Verkehrsmittel. Das belegen die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sehr anschaulich. Und auch unter ökologischer Betrachtungsweise sind Omnibusse spitze. Emissionsfreie Antriebssysteme werden bereits erprobt und sollen diese Führungsrolle weiter ausbauen.

icon: Omnibusse: Nr.1 für Sicherheit und Umwelt

Der Bus ist lediglich an 1,2 Prozent aller Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden beteiligt, seltener als alle übrigen Verkehrsmittel auf der Straße. Pro fünf Milliarden Fahrzeugkilometer verunglückt im Omnibus rein rechnerisch lediglich ein Passagier tödlich. Die Anzahl der getöteten Businsassen ist von 58 im Jahr 1992 auf 10 im Jahr 2008 gesunken. Hinter diesen Fakten steht ein umfangreiches Omnibus-Sicherheitspaket. Dazu zählen neben einer höchst modernen und ausgereiften Sicherheitstechnik und intensiven Fahrerschulungen auch staatliche Kontrollmaßnahmen für Busse, Unternehmen und Fahrer.

Die Verkehrssicherheit gehört zu den Zielen der Verkehrspolitik, zum Pflichtenheft der Konstrukteure in der Automobilindustrie und zu den ureigenen Interessen der Omnibusbetreiber, Fahrgäste sicher zu befördern. Dabei hat sich, bezogen auf die geleisteten Fahrkilometer, die Unfallhäufigkeit von Bussen in Deutschland seit 1970 nahezu halbiert. Diese Verbesserungen sind vor allem das Ergebnis einer leistungsfähigen und ausgereiften Sicherheitstechnik, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die deutliche Verbesserung der Fahrgastzellen-Steifigkeit - und damit der Überrollstabilität - sind beispielsweise technische Innovationen, die den Omnibus immer sicherer machen.

Die hervorragende Sicherheitsbilanz von Bussen zeigt: Technik dient dem Menschen. Um diese Verantwortung wissen die Bushersteller und investieren stetig in Forschung und Entwicklung, um die neueste Sicherheitstechnik schnellstmöglich in Serienreife zu bringen. So bieten die im VDA vertretenen deutschen Bushersteller bereits seit 2004 sämtliche neuen Reisebustypen mit ESP-Fahrdynamiksystem an. Derzeit richten sie ihre FuE-Ziele in erster Linie auf innovative Einrichtungen der Unfallvermeidung (aktive Sicherheit), wie Spurhalte- und Spurwechselassistenten, Abstandsregeltempomaten oder Nachtsichtgeräte, die nach und nach Eingang in die Fahrzeuge finden und die Sicherheit des Busses auch in Zukunft positiv beeinflussen werden. Diese Systeme verbessern unter anderem das Fahrverhalten oder unterstützen den Fahrer bei seinen Überwachungsaufgaben, so dass er seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit haben sich die führenden Omnibushersteller in Europa zudem eine Selbstverpflichtung auferlegt, die vorsieht, alle innerhalb der EU ausgelieferten Reise- und Linienbusse mit Heckmotor spätestens ab dem Jahr 2011 serienmäßig mit Brandmeldeanlagen auszustatten.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist der Omnibus DAS Verkehrsmittel

Die CO2-Diskussion beherrscht die aktuelle Umweltschutzpolitik - Treibhauseffekt, Erderwärmung, Klimagase. Schon heute müssen Kritiker zur Kenntnis nehmen, dass mit Blick auf die CO2-Emissionen pro Personenkilometer Omnibusse hervorragend abschneiden.

Moderne Reisebusse emittieren auf einer 100 km langen Reise bei durchschnittlicher Besetzung nur 3,1 kg Kohlendioxid pro Person. Die Bahn im Fernverkehr kommt hier auf 4,6 kg Kohlendioxid-Emissionen, das Flugzeug schneidet mit 35,6 kg Kohlendioxid pro Person noch schlechter ab. Auch beim Energieverbrauch hat der Bus mit 1,4l/100 Pkm Vorfahrt.

Der Omnibus ist zur Personenbeförderung aus ökologischer Sicht unschlagbar und kann zur Verwirklichung der Klimaschutz-Ziele einen wichtigen Beitrag leisten. Das gilt für den Reiseverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gleichermaßen. Auch im ÖPNV, insbesondere in Großstädten und Ballungszentren, steht der Bus schon heute als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel da, tragen moderne Nahverkehrsbusse nachhaltig zur Reduzierung lokaler und globaler Emissionen bei.

Unstrittig ist, dass der Dieselantrieb die Verbrennungskraftmaschine mit dem höchsten Wirkungsgrad ist. Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 20 Prozent liegt der Flottenverbrauch eines Linienbusses bei nur rund 2 Liter Diesel pro 100 Kilometer, bei voller Auslastung sogar nur bei einem halben Liter. Das wirkt sich naturgemäß günstig auf die CO2-Emissionen aus.

Neue Technologien …

Der Umweltvorteil des Busses wird weiter wachsen, sobald mehr Hybridantriebe zum Einsatz kommen. Gerade Stadtbusse eignen sich auf Grund ihres Stop-and-go-Fahrprofils sehr gut für diese Technologie. Bei diesen Verkehren sind Verbrauchseinsparungen von bis zu 30 % möglich. Bereits heute bewähren sich weltweit Hybridbusse der in dieser Technologie führenden deutschen Bushersteller im Rahmen von umfangreichen Praxistests – und zwar tagtäglich im Nahverkehr.

… für eine emissionsfreie Zukunft

Und die Bushersteller schauen noch weiter in die Zukunft – und die heißt Brennstoffzelle. Keine Emissionen und unbegrenzte Verfügbarkeit: Diese Vorteile machen Wasserstoff zum Energieträger der Zukunft. Insbesondere dann, wenn er aus regenerativen Primärenergien gewonnen und im Zusammenhang mit Brennstoffzellen eingesetzt wird. Ein elektrischer Fahrantrieb im Linienbus bringt aber nicht nur Vorteile bei der Energie-Effizienz, sondern auch bei der Fahrdynamik, im Komfort und beim Lärmschutz. Bei der Brennstoffzellentechnologie sind die Stadtbusse Vorreiter im Segment der schweren Nutzfahrzeuge. Die Praxistauglichkeit des völlig emissionsfreien Brennstoffzellenantriebs mit Wasserstoff als Energieträger haben die deutschen Bushersteller mit ihren Produkten bereits in mehrjährigen Feldtests auf der ganzen Welt unter Beweis gestellt.

 

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Erstveröffentlichung: 06.05.2008 Letzte Aktualisierung: 14.02.2011