Unfallforschung
GIDAS – ein Erfolgsprojekt der FAT im Dienste der Verkehrssicherheit
Die Erfolge bei der Verkehrssicherheit sind zu einem bedeutenden Teil der Unfallforschung zu verdanken. Mit GIDAS werden jährlich rund 2.000 Unfalldaten erfasst und akribisch analysiert. Erkenntnisse dieser Studien fließen unmittelbar in die Automobilentwicklung, Prüfverfahren und andere Sektoren der Verkehrssicherheit mit ein.
Grundsätzlich sind drei Bereiche bei der Analyse eines Unfalls für die Unfallforschung von entscheidender Bedeutung: die Unfallstelle, die Fahrzeuge und die Insassen bzw. Beteiligten.
Die informativste Art der Unfalldatenerhebung ist die "German-In-Depth-Accident-Studie" - kurz GIDAS. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT), der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und der Technischen Universität Dresden.
Für GIDAS werden in Hannover und Dresden jährlich ca. 2.000 Unfälle erfasst. Pro Unfall werden zwischen 500 und 3.000 Einzelinformationen gesammelt, z.B. zu Straßengestaltung, Verkehrsregelung, Crash-Informationen, Unfallhergang und Unfallursachen. Ergänzt wird diese Erhebung um personenspezifische Informationen wie Körpergewicht, Größe usw. Alle Informationen werden in anonymisierter Form in einer Datenbank gespeichert.
Die Auswertung der Daten erlaubt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. So besteht bei der Neugestaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen die Möglichkeit, die Änderungen an das reale Unfallgeschehen anzupassen. Die Informationen dienen auch der Beschreibung geeigneter Prüfverfahren im Rahmen der Typgenehmigungen. Detailerkenntnisse können aber auch für die Fahrzeughersteller selbst von Nutzen sein und dabei helfen, das Sicherheitsniveau nochmals zu erhöhen.
Auch bei der Aufstellung von Verkehrszeichen, Masten u. ä. bis hin zum Anordnen von Schutzsystemen vor Bäumen können die GIDAS-Daten wertvolle Hilfestellung geben - im Dienste einer immer besseren Verkehrssicherheit.
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