VDA begrüßt Konjunkturpaket der Bundesregierung
"Richtiges Signal zum richtigen Zeitpunkt" – Kfz-Steuerreform vorantreiben
Frankfurt am Main/Berlin, 5. November 2008. "Das heute von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket ist das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt", erklärte heute Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). "Die Absicherung der Mittelstandsfinanzierung, die Investitionsimpulse für den Mittelstand und die Finanzierung dringend notwendiger Verkehrsinvestitionen werden jetzt zu einer Stabilisierung der Konjunktur und zur Sicherung von Beschäftigung am Standort Deutschland beitragen. In Verbindung mit langfristigen Weichenstellungen wie beispielsweise der CO2-orientierten Kfz-Steuerreform können diese Impulse auch zu einer dauerhaften Belebung der konjunkturellen Situation beitragen", so Wissmann weiter.
Gerade die mittelständischen Zulieferunternehmen würden von den zusätzlichen Finanzierungsinstrumenten profitieren können, erläuterte der VDA-Präsident. "Damit verhindert die Bundesregierung eine Kreditklemme bei den kleineren und mittleren Unternehmen und sorgt so dafür, dass notwendige Investitionen in Forschung und Entwicklung und damit zum Erhalt von Arbeitsplätzen nicht verschoben werden müssen." Ein Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft könne dadurch eingedämmt werden.
Gerade bei der Aussetzung der Kfz-Steuer sei zu begrüßen, dass die umweltfreundlichen Fahrzeuge aller Hersteller in jedem Segment von der Neuregelung profitieren könnten, sagte Wissmann. Eine rasche Erneuerung der Fahrzeugflotte durch verbrauchsärmere Neuwagen würde direkt zum Klimaschutz beitragen. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf deutschen Straßen läge mittlerweile bei über 8 Jahren, erläuterte Wissmann. "Jedes Jahr, um das wir den Fahrzeugbestand in Deutschland verjüngen, spart 800 Mio. Liter Kraftstoff. Das entspricht 2 Mio. Tonnen CO2 jährlich."
"Unabhängig davon wollen die Kunden Planungssicherheit hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung der Kfz-Steuer. Zusammen mit den Ländern muss der Bund deshalb mit unverminderter Geschwindigkeit die Umstellung der Kfz-Steuer auf die Basis des CO2-Ausstoßes vorantreiben. Das wäre die konsequente Ergänzung und Fortführung der jetzigen Maßnahmen, die die Autokonjunktur dauerhaft stützen könnte", schloss Wissmann.


