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Markus Pelz VDA - Verband der Automobilindustrie

VDA und Deutsche Verkehrswacht stellen neue Schülerlotsenbekleidung vor

Mehr Sicherheit durch sicherere Autos und Verkehrserziehung

Frankfurt am Main/Berlin, 19. Januar 2009. Seit fast 20 Jahren arbeiten die Deutsche Verkehrswacht (DVW) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) gemeinsam für mehr Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist dabei die Finanzierung der Ausbildung und der Bekleidung der über 55.000 bundesweit tätigen Schülerlotsen. "Wir betrachten diese Förderung als ideale Ergänzung: Unsere Fahrzeuge bieten immer mehr Sicherheit für Fußgänger und Insassen und gleichzeitig tragen Schülerlotsen zu mehr Sicherheit auf den Schulwegen bei", erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). "Seit der Einführung des Schülerlotsendienstes hat es an den von Schülerlotsen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder gar tödlichen Unfall gegeben", ergänzte der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Kurt Bodewig, MdB.

Die Verkehrswacht wolle im Jahr 2009 eine zielgerichtete Akquisition starten, um die Zahl der Schülerlotsen weiter aufzustocken, so Bodewig weiter. Den Startschuss dafür gaben Wissmann und Bodewig bei der Vorstellung der neuen Schülerlotsenbekleidung in Berlin. Diese ist mit retroreflektierenden hellen Leuchtstreifen ausgestattet, so dass die Schülerlotsen bei Dunkelheit schon auf eine Entfernung bis zu 160 Metern zu erkennen sind. Finanziert wird die Bekleidung von der deutschen Automobilindustrie. "Durch das Sponsoring des VDA ist sichergestellt, dass den engagierten Helfern vor Ort keine Kosten für ihre ehrenamtliche Arbeit entstehen, zum Beispiel für ihre Ausbildung oder Dienstkleidung", erläuterte Bodewig. Die DVW nutze die Zuwendungen des VDA, um Ausbildungs- und Prüfungsmaterialien zur Verfügung zu stellen, die Schülerlotsen einzukleiden und die jährlichen Landeswettbewerbe und den Bundeswettbewerb zu finanzieren, an dem die besten Schülerlotsen der Länder miteinander wetteifern.

"Trotz erheblich gestiegener Fahrleistung und höherem Fahrzeugbestand ist die Zahl der Verkehrsunfallbilanz auf dem niedrigsten Stand seit 1953", erklärte Bodewig. Auch die Zahl der Verkehrstoten erreichte 2007 mit 4.949 den niedrigsten Stand und ist im Jahr 2008 erneut um voraussichtlich 7 Prozent zurückgegangen. "Die deutschen Fahrzeughersteller und Zulieferer haben zu diesem erfreulichen Trend mit immer intelligenteren Sicherheitssystemen entscheidend beigetragen", hob der VDA-Präsident hervor. "Was einst mit passiven Sicherheitselementen wie Gurt, Airbag oder energieabsorbierenden Frontpartien begann, findet heute seine Weiterentwicklung in aktiven Systemen wie dem Anti-Blockier-System ABS, dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP und dem Bremsassistenten BAS, die helfen, Unfälle gar nicht erst geschehen zu lassen oder deren Schwere zumindest zu verringern." Die deutsche Automobilindustrie sei auch bei der Fußgängererkennung mittels Sensoren weltweit führend, so Wissmann weiter. Auch von der Nutzfahrzeugindustrie würden erfolgreich Sensor-Systeme entwickelt, die den Gefahrenbereich überwachen und den Fahrer entsprechend warnen sollen. "Damit wollen wir vor allem die Zahl der Abbiegeunfälle deutlich reduzieren und gerade Fahrradfahrer besser schützen." Weitere Beispiele für Fahrzeugtechnologie für mehr Sicherheit auf den Straßen seien innovative Leuchtsysteme oder auch Nachtsichtsysteme.

"Auch wenn wir heute stolz auf die niedrige Zahl der tödlichen verunglückten Personen im Straßenverkehr sind, sind wir uns bewusst, dass jeder Fall einer zu viel ist", so Bodewig. "Das ist uns Mahnung und Ansporn, noch mehr zu tun."