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Peter Oswald VDA - Verband der Automobilindustrie

Globaler Standard für Kältemittel eingefordert

Deutsche Automobilindustrie dringt auf innovative Lösung weltweit

Frankfurt am Main, 28. Mai 2009. "Die deutsche Automobilindustrie setzt auf modernste Technologien und effizienteste Fahrzeuge, die den Geldbeutel der Käufer schonen und das Klima schützen helfen", so Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). "Deshalb erhöhen wir nicht nur die Effizienz konventioneller Motoren, sondern entwickeln mit Hochdruck serienreife alternative Antriebe. Effektiver Klimaschutz umfasst für uns alle Bestandteile des Automobils. Daher hat die deutsche Automobilindustrie als weltweit erste bereits vor zwei Jahren auf die Entwicklung von Klimaanlagen, die das GWP ("Global Warming Potential") entscheidend senken, gesetzt und sich stets für einen global gültigen Standard ausgesprochen", sagte der VDA-Präsident weiter. "Leider gibt es dafür außerhalb Deutschlands bisher wenig Aufgeschlossenheit. Eine Verständigung aller Fahrzeughersteller auf ein einheitliches und weltweit einzusetzendes Kältemittel ist aber die einzig richtige Antwort auf die Herausforderung, den größten wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen zu erzielen."

Die Entwicklung und der Einsatz natürlicher Kältemittel werden gerade von deutschen Zulieferern wesentlich vorangetrieben. Neue Kältemittel eröffneten völlig neue Möglichkeiten der Kühlung bei gleichzeitigem Effizienzgewinn im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes, so der VDA. Allerdings erfordere die Weiterentwicklung der Klimaanlagen in Fahrzeugen erhebliche Forschungsmittel. Eine gleichzeitige Erforschung natürlicher und chemischer Kältemittel ist nach Ansicht des VDA kaum möglich und ein deutscher oder europäischer Alleingang angesichts des Weltmarktes ausgeschlossen. "Wir brauchen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie eine Einigung auf einen weltweiten Standard. Sonderlösungen kann es nicht geben", erklärte Wissmann weiter. "Wir setzen dabei weiter auf die klimafreundlichste Lösung und hoffen, dass sich beispielsweise asiatische, amerikanische und französische Hersteller ebenfalls für einen gemeinsamen Standard einsetzen. Deshalb haben wir nun weltweit alle Fahrzeughersteller angeschrieben und um eine gemeinsame Strategie zu diesem wichtigen Thema gebeten."