Nutzfahrzeuge: Inlandsmarkt noch schwach – Bodenbildung bei Produktion
Auftragseingänge auf Stabilisierungskurs
Frankfurt am Main, 14. Januar 2010. Mit insgesamt 19.320 Fahrzeugen wurden im Dezember 2009 auf dem Inlandsmarkt knapp 18 Prozent weniger Nutzfahrzeuge als im Vorjahresmonat zugelassen. Im Gesamtjahr 2009 sank der Absatz in Deutschland um 28 Prozent auf 242.200 Einheiten. Der Transporterabsatz gab im Jahr 2009 um 24 Prozent nach, die Neuzulassungen in der schweren Klasse über 6t verloren 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Auftragseingänge aus dem Inland sind im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen. In der Klasse bis 6t wurden 14 Prozent mehr Bestellungen verbucht, in der Klasse über 6t stiegen die Orders der Inlandskunden um 23 Prozent. Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), unterstrich: "Der positive Auftragseingang ist ein Zeichen dafür, dass die Bodenbildung bei der Nutzfahrzeugkonjunktur wohl erreicht ist. Die Herausforderungen bleiben aber für die Nutzfahrzeugindustrie 2010 sehr hoch."
Die Nutzfahrzeug-Exporte haben im Dezember 2009 zwar insgesamt um 19 Prozent nachgegeben. Aber auch hier zeichnet sich inzwischen eine Stabilisierung ab: Im Gesamtjahr 2009 waren die Ausfuhren noch um 57 Prozent eingebrochen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben im Dezember mehr als 36 Prozent zugelegt. Im gesamten vierten Quartal stiegen sie um mehr als 22 Prozent. Wissmann betonte: "Das Niveau ist zwar noch sehr niedrig, aber die Ordereingänge zum Jahresende lassen auf eine leichte Belebung der Exporte in den nächsten Monaten hoffen."
Die
Fertigung in den deutschen Werken erreichte im Dezember mit
20.230 Einheiten das Niveau des Vorjahres. Im Gesamtjahr wurde die Herstellung
von Nutzfahrzeugen um rund die Hälfte (52 Prozent) gedrosselt. Dabei war
der Produktionseinbruch im Bereich über 6 t um zwei Drittel noch
ausgeprägter als bei den leichten Lkw
(-44 Prozent).


