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Markus Pelz VDA - Verband der Automobilindustrie

Krise bei den schweren Nutzfahrzeugen noch nicht vorbei

Heimischer Nutzfahrzeugmarkt und Auslandsgeschäft legen im März zu

Berlin, den 9. April 2010. Im März 2010 sind in Deutschland insgesamt 25.740 Nutzfahrzeuge neu zugelassen worden. Das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit liegt im ersten Quartal der Rückgang des Inlandsabsatzes noch bei einem Prozent. Im Transportersegment (Fahrzeuge bis 6 Tonnen) stieg der Absatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem ersten Quartal 2009 bereits um insgesamt sieben Prozent an, bei den schweren Fahrzeugen liegt das Minus noch bei knapp einem Fünftel.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) unterstrich: "Gerade im Segment der schweren Nutzfahrzeuge ist die Krise noch nicht beendet. Aber wir arbeiten uns Stück für Stück nach vorn. Im März lagen die Bestelleingänge aus dem Inland zwei Drittel über dem Vorjahresniveau."

Auch die Auslandsmärkte konnten im abgelaufenen Monat zulegen. Insgesamt wurden 20.920 Einheiten ausgeführt, das entspricht einem Plus von 54 Prozent gegenüber März 2009. Die Ausfuhr von Transportern verdoppelte sich, die Exporte im Segment über 6t lagen zum ersten Mal seit November 2008 wieder im Plus (+1 Prozent).

Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben im März im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent zugelegt. In der Klasse bis 6t stiegen die Auslandsbestellungen um 46 Prozent, bei den schweren Fahrzeugen betrug der Zuwachs 120 Prozent. Wissmann: "Die hohen Zuwachsraten sind natürlich dem sehr schwachen Vorjahr geschuldet. Dennoch zeigen sich die Auslandsmärkte in besserer Verfassung und die deutschen Nutzfahrzeughersteller partizipieren an der Erholung."

Im Zuge der Marktbelebung stieg die heimische Produktion um insgesamt 31 Prozent an, im ersten Quartal wurden bereits 23 Prozent mehr Fahrzeuge in Deutschland gefertigt. Dabei legte die Transporterfertigung um 52 Prozent zu, die Produktion schwerer Fahrzeuge liegt mit 19.860 Einheiten noch 16 Prozent unter dem ersten Quartal des Vorjahres.

Erstveröffentlichung: 09.04.2010