Nutzfahrzeuge: Inlandsmarkt im Januar noch schwach – Export von Transportern wächst
Auftragseingang stabilisiert sich weiter
Frankfurt am Main, 8. Februar 2010. Auf dem deutschen Markt wurden im Januar 2010 insgesamt 13 Prozent weniger Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahresmonat neu zugelassen. Vor allem in der schweren Klasse blieben die Neuzulassungen noch deutlich unter dem Vorjahreswert zurück (-37 Prozent). "In der Krise haben zahlreiche Spediteure einen Teil ihres Fuhrparks vorübergehend stillgelegt. Damit wirkt sich eine Belebung im Transport nur verzögert auf die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen aus", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Transporterklasse (bis 6 t) lag hingegen mit einem Absatzvolumen von 12.100 Einheiten nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Nfz-Auftragseingang aus dem Inland war im Januar 8 Prozent höher als der Vorjahreswert. In der Transporterklasse legten die Orders 6 Prozent zu, im Segment über 6t betrug der Zuwachs sogar 21 Prozent. Wissmann: "Seit September 2009 sind damit die Inlandsbestellungen im schweren Segment gestiegen. Dies findet zwar auf einem niedrigen Niveau statt, dennoch erscheint eine allmähliche Erholung des Marktes durchaus realistisch zu sein."
Die Auslandsmärkte entwickelten sich im Januar uneinheitlich: Die Ausfuhr von Transportern legte um ein Fünftel auf 9.120 Einheiten zu, der Export von schweren Fahrzeugen gab hingegen erneut um 38 Prozent nach. Allerdings haben die Auslandsorders in der Klasse über 6t im Januar 15 Prozent zugelegt. Wissmann betonte: "Wenn sich die Orderbücher aus dem Ausland in den kommenden Monaten langsam wieder füllen, dann können wir auch in der schweren Klasse mit einer Stabilisierung der Export rechnen." Es komme jetzt entscheidend darauf an, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung in Deutschland und Europa fortschreite und sich damit die Transportnachfrage nachhaltig belebe, so der VDA-Präsident.
Die Produktion in den deutschen Nutzfahrzeugwerken blieb im Januar 6 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Während die Fertigung von Transportern um 14 Prozent zulegte, gab die Produktion von schweren Fahrzeugen um 36 Prozent nach.
