Pressemeldungen

Technologischer Wandel zur langfristig emissionsfreien Mobilität muss klug moderiert werden

Berlin, 05. Juni 2018

Statement des VDA zur Studie über die Beschäftigungswirkung der Elektromobilität

Die Studie zeigt deutlich: Die Elektromobilität wird Wertschöpfungsketten, Produktionsbedingungen und Beschäftigung verändern. Das bietet Chancen, aber auch Risiken. Hersteller und Zulieferer  gestalten diesen Wandel aktiv. In den Betrieben laufen gewaltige Umbruchprozesse. Alle überprüfen ihre Geschäftsmodelle für die Zukunft. Berufsbilder werden sich verändern oder teilweise verschwinden. Auf der einen Seite sind zusätzliche Kompetenzen gefragt – Thermomanagement etwa, Elektronik und Kompetenz rund um die Batterietechnologie. Auf der anderen Seite ist die Produktion von Antriebssträngen für Elektrofahrzeuge aufgrund des hohen Automatisierungsgrads und der weniger komplexen Komponenten nicht so arbeitsintensiv wie die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor oder Hybridantrieb.

Auf diese Transformation sind die Unternehmen vorbereitet, sie investieren seit Jahren intensiv in den Elektroantrieb. Die deutsche Automobilindustrie ist Branchen-Spitzenreiter bei Forschung und Entwicklung. Mit den passenden Weichenstellungen zum richtigen Zeitpunkt wird die Transformation der Mobilität volkswirtschaftlich gelingen. Je nach Größe und Standort des Unternehmens können die erforderlichen Schritte eine beachtliche Herausforderung darstellen. Je kleiner das Unternehmen und je stärker die Ausrichtung auf den Verbrenner, desto größer ist die Herausforderung.

Gleichzeitig ist aber auch klar: Die Maßnahmen der Unternehmen brauchen die passenden politischen Rahmenbedingungen. Gerade die mit der Elektrifizierung verbundenen Beschäftigungseffekte verlangen eine gemeinsame Anstrengung von Industrie, Gewerkschaft und Politik. Der technologische Wandel zur langfristig emissionsfreien Mobilität muss klug moderiert werden. Denn die Automobilindustrie ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von strategischer Bedeutung. 

Entsprechend wichtig ist die anstehende europäische CO2-Gesetzgebung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Sie wird  einen erheblichen Einfluss auf den Transformationsprozess haben. Hier sollte die Politik Klimaschutz und Beschäftigungssicherung gleichermaßen verfolgen. Zu ambitionierte gesetzliche Vorgaben, die der Marktentwicklung nicht Rechnung tragen, schwächen den Industriestandort Deutschland . Der Plug-In Hybrid sollte als Übergangstechnologie angemessen berücksichtigt werden, denn er ist sowohl klima-, als auch beschäftigungspolitisch von enormer Bedeutung. Zudem muss der Aufbau der Ladeinfrastruktur EU-weit vorangetrieben werden.

 

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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