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VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Wandel der Automobilindustrie als Chance verstehen“

Leipzig/Berlin, 05. Februar 2020

Transformation gibt Impuls für Entwicklung nachhaltiger individueller Mobilität – Die Menschen brauchen Angebote auf dem Weg des Wandels

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sieht die Transformation der Branche als Chance für eine Entwicklung nachhaltiger individueller Mobilität.

„Wenn wir diesen Wandel als Chance verstehen, werden wir am Ende die besten und effizientesten Lösungen für jedes Mobilitätsbedürfnis haben. Es wird die innovativen Produkte dafür geben, wirtschaftliches Wachstum und entscheidende Impulse für die Modernisierung unserer Verkehrsinfrastruktur“, sagte die VDA-Präsidentin anlässlich der Verleihung des VDA Logistik Awards 2020 in Leipzig.

Verstärktes Engagement beim Klimaschutz, Digitalisierung und sich veränderndes Mobilitätsverhalten bezeichnete Hildegard Müller als die großen Herausforderungen der Automobilindustrie. Sie seien nur „im Schulterschluss mit den Menschen in ihren verschiedenen Lebenswirklichkeiten“ zu bewältigen.

„Ich bin mir sicher: Wir werden in Zukunft eher mehr individuelle Mobilität erleben denn weniger“, betonte die VDA-Präsidentin. Die deutsche Automobilindustrie mache mit innovativen Technologien attraktive Angebote für nachhaltige Lösungen.

Die Transformation der Automobilindustrie sei dem Klimaschutz verpflichtet. „Wir werden kurz- und mittelfristig den CO2-Ausstoß massiv senken und langfristig CO2-frei werden“, sagte Hildegard Müller. „Der Wandel wird aber nur dann gelingen, wenn er ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig ist.“ Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Eine Politik, die die Menschen mit geringen Einkommen von individueller Mobilität ausschließen würde, wird an mangelnder Akzeptanz scheitern.“

Die deutsche Automobilindustrie treibe selbst die Konzepte voran, mit denen die großen Herausforderungen gemeistert werden. „Das überlassen wir nicht anderen“, kündigte die VDA-Präsidentin an: „Nicht den Software-Konzernen, die in unser Kerngeschäft eindringen wollen. Und auch nicht denjenigen, die auf die Herausforderungen des Klimawandels mit dem lauten Ruf nach dem Ende von Wachstum und Mobilität reagieren.“

Für den Erfolg sei entscheidend, auf Fortschrittswachstum zu setzen und damit einen positiven Pfad in Richtung nachhaltige Mobilität einzuschlagen.

An die Politik appellierte Hildegard Müller, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die deutsche Automobilindustrie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und notwendige Investitionen vornehmen kann: „Dazu gehören eine moderne und leistungsfähige digitale Infrastruktur entlang den Straßen, ein dichtes Netz an Ladesäulen sowie gut ausgebildete Fachkräfte. Besonders wichtig für den Industriestandort Deutschland sind international wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Senkung der Unternehmenssteuern.“

 

 

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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