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Schwacher Jahresstart auf den internationalen Automobilmärkten

Berlin, 18. Februar 2020

Europa, Japan, Brasilien und Indien im Minus – China mit deutlichem Rückgang – USA auf Vorjahresniveau

Die internationalen Automobilmärkte sind ohne Schwung in das neue Jahr gestartet. Der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) lag unter dem Vorjahresniveau, dies gilt auch für Japan, Brasilien und Indien. Der chinesische Pkw-Markt musste einen deutlichen Rückgang hinnehmen. Der US-Markt für Light-Vehicles erreichte hingegen Vorjahresniveau.

Nach einem starken Dezember 2019 wurden in Europa im Januar erwartungsgemäß weniger Neuwagen zugelassen. Der Markt erzielte ein Volumen von 1,1 Mio. Pkw, gut 7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auf den fünf größten Einzelmärkten fiel das Minus in Frankreich besonders hoch aus (-13 Prozent). In Spanien ging der Absatz um 8 Prozent zurück, in Deutschland und dem Vereinigten Königreich jeweils um 7 Prozent. Der italienische Pkw-Markt gab um 6 Prozent nach.

In den USA wurde im Januar 2020 das Niveau des Vorjahresmonats mit 1,1 Mio. verkauften Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) gehalten. Dabei ging der Absatz im Pkw-Segment um ein Fünftel zurück, während das Light-Truck-Segment um 9 Prozent zulegen konnte.

In China sank das Marktvolumen im Januar laut einer Schätzung des Herstellerverbandes CAAM um 20 Prozent und erreichte ein Niveau von 1,6 Mio. Pkw. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das chinesische Neujahrsfest in diesem Jahr überwiegend in den Januar fiel, während es im Vorjahr im Februar stattfand. Im Anschluss gab es aufgrund des Coronavirus‘ erste negative Auswirkungen im Markt. Der VDA beobachtet die Entwicklungen und ihre Auswirkungen aufmerksam.

In Indien wurden zum Jahresstart 262.700 Pkw verkauft. Dies waren rund 6 Prozent weniger als im Januar 2019. Damit setzt sich die zum Jahresende begonnene Zurückhaltung der Kunden fort; es war der dritte Rückgang in Folge.

Der japanische Pkw-Markt gab zum Jahresauftakt um 12 Prozent nach und erreichte ein Niveau von 301.200 Einheiten. Dies war bereits der vierte zweistellige Rückgang in Folge seit der Mehrwertsteuererhöhung im Oktober 2019.

In Brasilien blieb der Absatz von Light Vehicles im Januar unter dem starken Vorjahresniveau. Es wurden insgesamt 184.700 Neufahrzeuge abgesetzt, gut 3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies war der dritte Rückgang in den vergangenen zwölf Monaten.

Umfassende Daten zum russischen Light-Vehicle-Markt werden ab diesem Jahr nur noch quartalsweise veröffentlicht.

  Januar 2020 Januar-Januar 2020
  Anzahl Veränderung
19/18 in %
Anzahl Veränderung
19/18 in %
Europa (EU28+EFTA)*1) 1.135.100 -7,4 1.135.100 -7,4
Europäische Union (EU-28)*1) 1.106.100 -7,5 1.106.100 -7,5
Westeuropa(EU15+EFTA) 1) 1.025.900 -7,6 1.025.900 -7,6
Neue EU-Länder (EU13)*1) 109.200 -6,1 109.200 -6,1
USA* 3) 1.130.400 -0,2 1.130.400 -0,2
Japan 4) 301.200 -12,1 301.200 -12,1
Brasilien* 5) 184.700 -3,4 184.700 -3,4
Indien 6) 262.700 -6,2 262.700 -6,2
China 7) 1.614.000 -20,2 1.614.000 -20,2

'Quellen: 1) ACEA  2) AEB  3) WardsAuto  4) JAMA  5) ANFAVEA  6) SIAM  7) CAAM

* ohne Malta

** Light Vehicles  

*** Schätzung

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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