Pressemeldungen

Westeuropa, USA und China bleiben im Vorwärtsgang

Berlin, 18. November 2014

Großbritannien, Spanien und Italien mit starkem Wachstum – Frankreich weiter schwach

Die drei großen Automobilmärkte legten im Oktober weiter zu: Westeuropa und die USA wuchsen jeweils um 6 Prozent, China sogar um fast 10 Prozent. In Brasilien, Indien, Russland und Japan hingegen ging der Neuwagenabsatz zurück.

In Westeuropa stieg im Oktober der Pkw-Absatz um knapp 6 Prozent auf gut eine Million Neuwagen. Erheblichen Anteil daran hatte Großbritannien, dessen Markt mit einem Plus von 14 Prozent erstmals seit März wieder zweistellig zulegte. In Spanien ging prämienbedingt der Aufholprozess mit hoher Dynamik voran – das Marktvolumen erhöhte sich um mehr als ein Viertel (+26 Prozent). Überraschend positiv entwickelte sich Italien mit einem Wachstum von über 9 Prozent: Vor allem die privaten Neuwagenkäufer trieben die Nachfrage. In Deutschland erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen um knapp 4 Prozent. Als einziger Markt der Top 5 in Westeuropa musste Frankreich einen Rückgang der Pkw-Nachfrage verzeichnen (-4 Prozent). Die ehemaligen Krisenstaaten setzten ihren Aufholprozess weiter fort: In Portugal (+30 Prozent), Griechenland (+21 Prozent) und Irland (+20 Prozent) legte der Pkw-Absatz erneut  zweistellig zu. In den ersten zehn Monaten wuchsen die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa um über 5 Prozent auf rund 10,3 Mio. Neufahrzeuge.

In den neuen EU-Ländern stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Oktober um 13 Prozent auf 81.600 Neuwagen. Zweistellig wuchsen die Märkte in Zypern (+35 Prozent), Rumänien (+31 Prozent), Ungarn (+19 Prozent), Tschechien (+16 Prozent), Estland (+14 Prozent), Slowenien (+12 Prozent) und in der Slowakei (+10 Prozent). Polen, der größte Einzelmarkt, legte um knapp 9 Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich die Nachfrage in den neuen EU-Ländern um knapp 16 Prozent auf 748.400 Einheiten.

Auf dem US-Markt stiegen im Oktober 2014 die Verkäufe um 6 Prozent auf knapp 1,3 Mio. Light Vehicles (Pkw und Light Trucks). Das Wachstum war weiterhin im Light-Truck-Segment höher als im Pkw-Bereich. Insgesamt wuchs das Marktvolumen von Light Vehicles im bisherigen Jahresverlauf um über 5 Prozent auf gut 13,6 Mio. Einheiten.

In China wurden im Oktober gut 1,6 Mio. Pkw verkauft – ein Zuwachs von knapp 10 Prozent. In den ersten zehn Monaten übertraf der Pkw-Markt in China mit einem Volumen von gut 14,7 Mio. das Vorjahresergebnis um mehr als 12 Prozent.

In Japan hingegen gingen die Pkw-Neuzulassungen im Oktober um gut 7 Prozent auf 328.300 Einheiten zurück. Im bisherigen Jahresverlauf lag der Markt mit 4 Mio. Pkw noch knapp 5 Prozent im Plus, da die ab April erhöhte Mehrwertsteuer im ersten Quartal zu vorgezogenen Käufen geführt hatte.

In Indien verfehlte der Pkw-Markt im Oktober mit 221.200 Einheiten das Vorjahresniveau um rund 8 Prozent. Bis Oktober gingen die Pkw-Verkäufe um 1 Prozent auf gut 2,1 Mio. Neufahrzeuge zurück.

Auf dem russischen Light-Vehicle-Markt fiel der Rückgang im Oktober mit einem Minus von 10 Prozent auf 211.400 Einheiten etwas geringer aus als in den Vormonaten. In den ersten zehn Monaten wurden in Russland mit knapp 2 Mio. Einheiten fast 13 Prozent weniger Neuwagen verkauft.

In Brasilien ging die Light-Vehicle-Nachfrage im abgelaufenen Monat um 7 Prozent auf 291.800 Einheiten zurück. Im bisherigen Jahresverlauf sank das Marktvolumen auf 2,7 Mio. Neufahrzeuge (-9 Prozent).

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  Oktober 2014

Januar - Oktober 2014

  Anzahl Veränderung
14/13 in %
Anzahl Veränderung
14/13 in %
Europa (EU28+EFTA)*

1.112.600

6,2 11.020.100 5,9
  Europäische Union (EU-28)* 1.072.800 6,5 10.645.900 6,1
  Westeuropa (EU15+EFTA) 1.031.100 5,7 10.271.700 5,2
  Neue EU-Länder (EU13)* 81.600 13,0 748.400 15,6
Russland** 211.400 -9,9 1.991.300 -12,7
USA** 1.273.100 6,0 13.642.500 5,4
Japan 328.300 -7,4 3.999.400 4,6
Braslien** 291.800 -7,0 2.699.200 -8,7
Indien 221.200 -7,5 2.149.100 -0,8
China 1.624.100 9,8 14.710.300 12,5

* ohne Malta
** Light Vehicles

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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