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Wissmann: Abschreibungsmöglichkeiten für elektrische Firmenwagen verbessern – öffentliche Beschaffungsinitiative starten

Berlin, 05. März 2015

Bundestag beschließt Elektromobilitätsgesetz

„Das Elektromobilitätsgesetz sorgt dafür, dass E-Fahrzeuge einheitlich gekennzeichnet und damit im Straßenverkehr sichtbar werden. Zudem bietet es Kunden, die sich für ein elektrisch angetriebenes Auto entscheiden, attraktive Vorteile“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich des heutigen Beschlusses des Deutschen Bundestages zum Elektromobilitätsgesetz. So könnten die Öffnung von Busspuren und kostenlose Parkräume in den Innenstädten potenzielle Käufer überzeugen. „Wichtig ist, dass Bund, Länder, Städte und Gemeinden die beschlossenen Maßnahmen koordiniert umsetzen, damit die Anreize bundesweit gelten. Nur dann werden sie wirken. Das Elektromobilitätsgesetz ist ein erster richtiger Schritt. Damit die Elektromobilität aber richtig Fahrt aufnimmt, müssen rasch weitere Maßnahmen folgen“, unterstrich Wissmann.

Die deutsche Automobilindustrie ist nach Aussage internationaler Experten Leitanbieter. In keinem anderen Land ist die Auswahl an Elektrofahrzeugen so groß wie in Deutschland. Bis Ende 2015 werden 29 Serienmodelle deutscher Hersteller auf dem Markt sein.

Trotz des guten Angebots an E-Fahrzeugen ist Deutschland bisher kein Leitmarkt. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 13.118 Pkw mit Stecker zugelassen, das sind 0,4 Prozent vom Gesamtmarkt.

„In dieser frühen Phase sind öffentliche Markteinführungsimpulse nötig“, sagte der VDA-Präsident. „Sobald der Sprung in den Massenmarkt erfolgt ist, können sie wieder zurückgefahren werden.“ Öffentliche Hand und private Unternehmen sollten bei der Ausstattung ihrer Firmenwagenflotten mit gutem Beispiel vorangehen. „Zudem sind intelligente Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen, die Autos mit alternativem Antrieb anschaffen, nötig“, so Wissmann. Die Kosten sollten sich im ersten Jahr zu 50 Prozent von der Steuer absetzen lassen, so die Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität. Den Nachteilsausgleich auf der Nutzerseite bei Firmenwagen gibt es ja bereits.

Wissmann weiter: „Abschreibungsmodelle haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind für den Staat auf lange Sicht ohne Einnahmeausfall. Hier sollte die Politik zuerst ansetzen. Denn gerade im gewerblichen Bereich, der rund 60 Prozent des Neuwagenmarktes ausmacht, können Elektrofahrzeuge besonders sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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