Pressemeldungen

Mehr Sicherheit, Komfort und weniger Emissionen durch vernetztes Fahren

Filderstadt/Berlin, 19. März 2015

17. Technischer Kongress des VDA in Filderstadt - europaweit bedeutendstes Expertentreffen der Automobilindustrie

Die Themen Vernetzung, automatisiertes Fahren, Elektromobilität, Fahrzeugsicherheit, Elektronik, Umwelt und Energie bilden die Schwerpunkte  des 17. Technischen Kongresses des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Mit weit über 500 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist der Technische Kongress, der am 19. und 20. März 2015 in Filderstadt stattfindet, das bedeutendste Technologie-Symposium der Automobilindustrie in Europa. Neben VDA-Präsident Matthias Wissmann und Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, geben zahlreiche weitere hochrangige Vertreter der Automobilindustrie in ihren Keynotes Einblicke in die Innovationskraft der Branche.

Prof. Dr. Thomas Weber, Daimler AG, Mitglied des Vorstands Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung betonte in seinem Vortrag: „Effizient, sicher und vernetzt: Das ist unser Verständnis von nachhaltiger Mobilität. In Europa liegt unser Flottenausstoß schon heute unter 130 Gramm CO2 je Kilometer. Auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren werden neben hocheffizienten Verbrennungsmotoren und Elektrofahrzeugen insgesamt zehn neue Plug-In Hybrid Fahrzeuge bis 2017 maßgeblich dazu beitragen, die CO2-Emissionen unserer Fahrzeugflotte kontinuierlich weiter zu senken. Daneben bietet jeder Mercedes auch in Zukunft das Höchstmaß an Sicherheit und intelligenter Vernetzung.“

Joseph Bakaj, Vizepräsident Produktentwicklung Europa, Ford of Europe, stellte in seiner Keynote die „Ford Smart Mobility“ vor – Fords Plan, durch Innovation den nächsten Level in Konnektivität, Mobilität, Autonomes Fahren, Kundenerlebnis und Big Data zu erreichen. „Die Innovationskraft der Automobilindustrie ‚bewegt‘ uns alle – sie verändert die Art, wie wir denken und handeln, und sichert nachhaltige Mobilität von Personen und Gütern in der Zukunft“, so Bakaj.

In seiner Keynote zeichnete Peter Langen, Leiter Fahrdynamik und Fahrerassistenz der BMW Group, ein Zukunftsbild des automatisierten Fahrens für Deutschland und seine Industrie. Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Veränderung, wenn der Fahrer die Fahraufgabe an das Fahrzeug abgibt. Vor allem der breite gesellschaftliche Konsens beim Betreten dieser neuen Welt des automatisierten Fahrens mit seinen veränderten Rahmenbedingungen stand im Vordergrund seines Appells zu einer partnerschaftlichen und engen Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Zulieferern, Politik und allen anderen Interessengruppen. Mit seinem abschließenden Satz: „Lassen Sie uns gemeinsam durchstarten!“ leitete er über in die Diskussion und die weiteren Fachvorträge.

EU-Kommissar Günther Oettinger erklärte in seinem Grußwort: „Standards und Regeln für die digitale Zukunft müssen europäisch gesetzt, und die Infrastruktur grenzüberschreitend gedacht werden – wir arbeiten deshalb auf eine europäische Digitalunion hin. Das gilt gerade auch für die Infrastruktur, die geschaffen werden muss, um das vernetzte und automatisierte Fahren europaweit voranzutreiben. Der Technische Kongress des VDA ist eine hervorragende Plattform, um den Dialog zwischen Industrie und Politik in diesem Bereich zu vertiefen.“

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, hob in seiner Rede die Bedeutung des vernetzten Fahrens hervor: „Automatisiertes Fahren ist das zentrale Element, das mit Zukunftstechnologien in Verbindung gebracht wird. Das automatisierte und vernetzte Fahren wird erhebliche Auswirkungen auf das traditionelle Bild vom Straßenverkehr haben. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt die Entwicklungen im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens ausdrücklich. Wir sind davon überzeugt, dass diese Systeme bei ausreichender Marktverbreitung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern sowie umwelt- und ressourcenschonend zu fahren.“

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, erklärte in seinem Grußwort: „Nachhaltige Mobilität, die wir anstreben, wird die frühere einseitige Fixierung auf Auto und Straßenbau überwinden und Vielfalt in unsere Fortbewegungsmöglichkeiten bringen. Wir fördern Alternativen und erleichtern das Kombinieren der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel. Das Auto der Zukunft muss weitgehend klimaneutral fahren – im besten Fall mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen.“

Gabriele Dönig-Poppensieker, Oberbürgermeisterin der Stadt Filderstadt, sagte zum Auftakt des Kongresses: „Der Wirtschaftsstandort Filderstadt hat Tradition und Zukunft gerade im Bereich der Automobilindustrie. Von Wilhelm Maybach, der Vorfahren in unserem schönen Stadtteil Sielmingen hatte, bis zu innovativen Betrieben wie Modine, SMK, CSM und vielen mehr, agieren Firmen im Sektor der Automobilwirtschaft. Ich freue mich, dass dies auch überregional erkannt wird und wir einen strategisch wichtigen Kongress mit seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in unserer Stadt willkommen heißen dürfen.“

Zu den Referenten gehören zudem Dr. Stefan Jockusch, Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Prof. Dr. Klaus Mainzer, Technische Universität München, Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie, und Wolf-Henning Scheider, Robert Bosch GmbH, Mitglied der Geschäftsführung, Sprecher des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik.

Das Tagungsprogramm steht unter

https://www.vda.de/de/services/veranstaltungen/technischer-kongress-2015.html

zum Download bereit.

Die Teilnahme am Kongress ist für Journalisten kostenlos.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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