Pressemeldungen

Wissmann: IAA Pkw startet mit 210 Weltpremieren

Berlin, 04. September 2015

Statement von Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Webcast-Pressekonferenz am Freitag, 04.09.2015, 15.00 Uhr

Meine Damen und Herren,

ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserer Live Webcast press conference. In wenigen Tagen öffnet die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse, die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw, in Frankfurt am Main ihre Tore. Die IAA-Vorbereitungen laufen seit vielen Wochen auf Hochtouren, in den Hallen und auf dem Freigelände erfolgt derzeit der Aufbau. Es wird mit Sicherheit eine sehr spannende Messe. Wir sind davon überzeugt, dass die IAA ihre internationale Spitzenposition unter den großen Automobilausstellungen erneut unter Beweis stellen wird.

Der Wunsch der Menschen nach individueller Mobilität ist weltweit weiter steigend. Und das Auto befindet sich mitten in einer beschleunigten digitalen Evolution. Die IT wird mit rasantem Tempo in die neuen Autos integriert. Key Visual und Claim bringen es auf den Punkt: „mobility connects“: Das Vernetzte und Automatisierte Fahren sind der wesentliche Schwerpunkt dieser IAA – ergänzt um die Elektromobilität sowie die weitere Optimierung der klassischen Antriebe.

Diese IAA zeigt wie keine andere Messe die digitale Welt der Mobilität. Das wird auf den Ausstellungsständen der Hersteller und großen Zulieferer zu sehen sein – und das wird ergänzt um die „New Mobility World“, mit der wir in Halle 3.1 und im Freigelände auf insgesamt 30.000 Quadratmetern diesem Thema einen eigenen Ausstellungsbereich widmen.

Auto und Smartphone – das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille. Schon heute ist jedes vierte Auto, das neu gekauft wird, „connected“, in wenigen Jahren werden es drei von vier sein. Ob jung oder alt: Wer künftig ein neues Auto kauft, will damit auch eine mobile Online-Kommunikationsplattform.

Damit nicht genug: Das Vernetzte und Automatisierte Fahren wird Autofahren noch sicherer machen, noch komfortabler, noch effizienter. Dann können Staus vermieden werden, weil intelligente Autos miteinander kommunizieren und „real time“ dem Fahrer die richtigen Hinweise geben. Auffahrunfälle gehören künftig der Vergangenheit an. Das ist unsere Vision. Sie wird nicht über Nacht Realität. Aber konkrete Schritte auf dem Weg dorthin werden auf der IAA sichtbar. Bereits in wenigen Jahren werden Autos automatisch ins Parkhaus fahren und sich einen Platz suchen. Der Fahrer muss dazu nicht mehr am Steuer sitzen.

Diese faszinierenden Zukunftsperspektiven sind bereits jetzt auf der IAA zu erleben. In Frankfurt wird die hohe Innovationskraft dieser Industrie für die Besucher ganz besonders greifbar. Zusammengefasst: Die IAA zeigt, wie sich Automobil und digitale Welt für die Mobilität verbinden –, für die Menschen, für die Wirtschaft und für die Umwelt.

Die Elektromobilität ist ein weiterer Kernbestandteil der IAA. Viele Hersteller haben hierzu bereits Modelle im Angebot oder bringen neue Fahrzeuge auf den Markt. Viele Zulieferer zeigen ihre technologisch innovativen Beiträge dazu. Gerade im urbanen Bereich haben Elektrofahrzeuge enorme Vorteile: Sie fahren lokal emissionsfrei – und haben zudem deutlich geringere Nutzungskosten.

Ich wiederhole an dieser Stelle bewusst: Die Rahmenbedingungen müssen dafür aber stimmen, damit der Hochlauf der Elektromobilität in vielen Ländern und auch in Deutschland gelingen kann. Hier sollte die Politik den Hebel ansetzen. Wirksame Impulse durch die Politik, mehr Ladesäulen sowie Beschaffungsprogramme für Autos mit Elektroantrieb sind notwendig. Wir sind davon überzeugt: Wer langfristig auf den Weltautomobilmärkten erfolgreich sein will, muss die Technologie des emissionsfreien Fahrens beherrschen und auf dem eigenen Heimatmarkt vorangehen.

Die IAA wird allerdings auch zeigen, dass der klassische Verbrennungsmotor noch erhebliches Optimierungspotenzial hat: Weniger Hubraum, höhere Aufladung, Leichtbau – das sind hier die Stichworte. Ob Benziner oder Diesel: Moderne Antriebe sind im Verbrauch sehr sparsam, ihre Schadstoffemissionen gehen gegen Null. Und die IAA wird bestätigen, dass zur Zukunft der Mobilität auch Emotionalität weiter dazu gehört. Die „Faszination Auto“ bewegt die Menschen – beim Autokauf besonders, aber auch Tag für Tag beim Fahren.

Die IAA ist auch ein Gradmesser der Automobilkonjunktur. Und natürlich wissen wir, dass es in einigen Regionen der Welt durchaus Herausforderungen gibt. Darauf stellt sich diese Industrie ein. Doch entscheidend für die IAA ist vor allem das konjunkturelle Umfeld in Europa. Und das ist gut. Wir freuen uns, dass sich der westeuropäische Pkw-Markt derzeit so dynamisch entwickelt. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Plus von knapp 6 Prozent auf 12,8 Mio. Pkw. Auch die neuen EU-Länder kommen voran.

Der große US-Markt ist ebenfalls im Plus und wird 2015 um 3 Prozent auf knapp 16,9 Mio. Neuwagen zulegen – das wäre dann der höchste Absatz seit zehn Jahren. China bleibt auf Kurs, schaltet jedoch einen Gang zurück. Für das Gesamtjahr rechnen wir nun mit einem Zuwachs von maximal vier Prozent auf 19,1 Millionen Pkw. Mittel- und langfristig bleibt der weltgrößte Pkw-Markt klar auf Wachstumskurs.

All dies gibt Rückenwind für die weltweit wichtigste Automobilmesse, die IAA.

Auch die Kennzahlen der IAA sind erfreulich: Die Messe ist wieder so gut wie ausgebucht. Wie bei der IAA 2013 umfasst die Ausstellungsfläche 230.000 Quadratmeter. Das entspricht 33 FIFA-Standard-Fußballfeldern. 1.103 Aussteller aus 39 Ländern werden in den Messehallen ihre Neuheiten präsentieren. Das ist die höchste Ausstellerzahl seit Beginn des Jahrhunderts. Und die IAA ist in der Tat die internationale Leitmesse: 40 Prozent der ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland. Die Zahl der vertretenen Länder steigt gegenüber der IAA 2013 um 11 Prozent auf 39 Nationen. Die Top-5 der ausländischen Länderbeteiligungen sind China, Südkorea, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Die IAA zeigt die globale Welt des Automobils. Das macht sie so einzigartig. Und sie ist auch die einzige Messe, die die gesamte Wertschöpfungskette des Automobils abbildet: Rund 400 Zulieferer sind in Frankfurt vertreten – und selbstverständlich nahezu alle bedeutenden Automobilhersteller. Das unterstreicht die große Anziehungskraft der IAA für Aussteller und Besucher.

Unternehmen jeglicher Größe und Couleur sind in Frankfurt mit dabei, denn die IAA bietet eine umfassende und internationale Plattform für neue aktuelle Mobilitäthemen und innovative Technologien. Das Messeumfeld ist sehr attraktiv, die Präsentation der Modelle ist hochwertig. Hier auf der IAA ist die gesamte Produktpalette der Hersteller zu sehen. Und die gesamte Kompetenz der Zulieferer.

Über eine Nachricht freuen wir uns ganz besonders: Die Zahl der Weltpremieren steigt auf dieser IAA um rund ein Drittel auf 210 Weltneuheiten. Hinzu kommen 26 Europapremieren und 30 Deutschlandpremieren. Die IAA zündet damit ein echtes Innovationsfeuerwerk!

Die weltweite Bedeutung der IAA wird zudem dadurch unterstrichen, dass am 16. und 17. September auf der IAA das G7-Verkehrsministertreffen stattfindet. Bundesverkehrsminister Dobrindt wird dabei seine Amtskollegen aus Japan, USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Frankreich empfangen. Am G7-Verkehrsministertreffen nehmen auch die EU-Kommissare Bulc und Oettinger teil. Im Mittelpunkt des G7-Treffens steht das Vernetzte und Automatisierte Fahren sowie die Frage, welche Bedeutung diese Entwicklung für Politik und Wirtschaft hat.

Für Sie als Journalisten sicher auch interessant: Keine andere Automobilmesse hat eine so große und internationale Medienpräsenz: Bis heute haben sich bereits über 7.000 Journalisten aus 87 Ländern akkreditiert. Insgesamt erwarten wir rund 12.000 Medienvertreter aus aller Welt.

Meine Damen und Herren, ich freue mich, Sie bald in Frankfurt auf der IAA zu sehen!

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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