Gemeinsame Erklärung mit VDA und IG Metall wichtiges Signal zur Stärkung des Autostandorts Deutschlands

Berlin, 01. Dezember 2015

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, hat heute Vertreterinnen und Vertreter von Einzelunternehmen und Betriebsräte der Fahrzeugindustrie sowie der IG Metall und des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zum Branchendialog Fahrzeugindustrie eingeladen. Gemeinsames Ziel ist die Stärkung der Innovationsführerschaft der deutschen Automobilindustrie, um Wertschöpfung und Beschäftigung an den heimischen Standorten zu sichern und auszubauen. Hierzu unterzeichneten Bundesminister Gabriel, der Präsident des VDA, Matthias Wissmann, und der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, eine Gemeinsame Erklärung.

Staatssekretär Machnig hierzu: „Wir wollen, dass die deutsche Automobilindustrie auch weiterhin erfolgreich am Standort Deutschland  produziert, forscht und beschäftigt. Hierfür müssen wir die Rahmenbedingungen richtig setzen und zentrale Zukunftsthemen wie Elektrifizierung der Antriebe oder automatisiertes bzw. vernetztes Fahren  schneller vorantreiben. Der schnelle Markthochlauf der Elektromobilität wird nur mit weiteren Anreizen gelingen. Auch muss es gelingen, eine wettbewerbsfähige Batteriezellfertigung aufzubauen, damit die künftige automobile Wertschöpfungskette in Deutschland bleibt. Das Thema Digitalisierung und Vernetzung wird den Automobilmarkt insgesamt, aber auch das Auto als Produkt sowie das Verständnis von Mobilität stark verändern. Die deutsche Automobilindustrie ist gut aufgestellt, diese Chancen auch künftig zu nutzen.“

Matthias Wissmann, Präsident des VDA: „Mit rund 800.000 Stammbeschäftigten und einem Drittel der gesamten industriellen Forschungsleistung ist die Automobilindustrie eine der tragenden Säulen des Industriestandortes Deutschland. Hersteller und Zulieferer sind internationale Innovationstreiber. Um diese starke Wettbewerbsposition auch künftig halten zu können, brauchen wir politische Weichenstellungen, die Industrie und Mittelstand stärken, Impulse für die Innovations- und Investitionskraft unserer Unternehmen sowie Maß und Mitte in der Klimaschutzpolitik. Auch der erfolgreiche Abschluss eines umfassenden TTIP-Abkommens wäre ein wichtiger Schub für Wachstum und Beschäftigung. Die großen Zukunftsthemen Vernetzung, automatisiertes Fahren sowie die Weiterentwicklung alternativer Antriebe treiben wir mit aller Kraft voran. Die deutschen Hersteller sind Leitanbieter von Elektrofahrzeugen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Politik rasch die Voraussetzungen dafür schafft, dass Deutschland  auch Leitmarkt werden kann. Hier wären steuerliche oder andere nachhaltige Impulse sinnvoll. Für das Zulassen und Nutzen automatisierter Fahrfunktionen muss national und international der passende rechtliche Rahmen geschaffen werden.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Die deutsche Automobilindustrie ist international erfolgreich wegen ihrer hohen Innovationsfähigkeit. Grundlage hierfür sind, neben einem hohen Investitionsniveau, qualifizierte und engagierte Belegschaften und die Mitbestimmung. Diese Erfolgsfaktoren gilt es zu stärken: Damit wir auch bei umweltgerechter und digitalisierter Mobilität in Zukunft führend bleiben. Industrie 4.0 bietet zudem für den Fahrzeugbau Chancen gute Arbeit mit Produktivität und Innovation zu verbinden. Dies gilt für die Produktion bis zur Entwicklung. Voraussetzung hierfür ist ein Mehr an qualifizierten Fachkräften. Dazu gehört die Ausbildung im MINT-Bereich zu stärken, das Angebot für Dual-Studierende zu verbessern ebenso wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu fördern.“

Der Dialog mit der Fahrzeugindustrie soll fortgesetzt werden. Die Ergebnisse sollen in die Arbeiten des Bündnisses 'Zukunft der Industrie' einfließen und in ihrer Umsetzung überprüft werden. Die Gemeinsame Erklärung finden Sie hier.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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