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Die Mehrheit findet automatisiertes Fahren gut

Berlin, 26. Dezember 2015

Studie: Vorteile des automatisierten Fahrens sind höhere Sicherheit und weniger Stau

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat die Meinung der deutschen Bevölkerung zum automatisierten Fahren im Rahmen einer unabhängigen Marktforschungsstudie näher untersuchen lassen. TNS Infratest, eines der renommiertesten Institute für Marktforschung sowie Politik- und Sozialforschung in Deutschland, hat 1.028 Personen in Privathaushalten (Alter: zwischen 16 und 64 Jahren) befragt. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer (55 Prozent) spricht sich grundsätzlich für das automatisierte Fahren aus. Die Vorteile der Automatisierung werden insbesondere in der höheren Sicherheit und dem flüssigeren Verkehr sowie in der Tatsache gesehen, dass das automatisierte Fahren die Staus verringern wird (jeweils 37 Prozent).

Untersuchungsinhalte der Online-Befragung waren die wahrgenommenen Vor- und Nachteile des automatisierten Fahrens, die persönliche Einstellung dazu sowie die Einstellung gegenüber möglichen Herstellern automatisierter Fahrzeuge und das Thema Datenschutz im Auto.

Die Mehrheit der Befragten traut am ehesten einem Automobilhersteller zu, das erste (57 Prozent) und gleichzeitig erfolgreichste (62 Prozent) automatisierte Fahrzeug auf den Markt zu bringen. Zudem würde eine Mehrheit ein automatisiertes Auto vor allem von einem Automobilhersteller nutzen (53 Prozent). Einem großen Software- oder Computerunternehmen traut lediglich ein knappes Viertel der Befragten (24 Prozent) zu, das erfolgreichste automatisierte Fahrzeug zu etablieren. Nur 14 Prozent der Befragten sehen diese Chance bei anderen Unternehmen im Bereich Mobilität.

Männer erkennen in der Möglichkeit des automatisierten Fahrens tendenziell mehr Vorteile als Frauen. Zudem sind jüngere Befragte zuversichtlicher als ältere. Allerdings möchten die meisten im Einzelfall selbst über die Nutzung entscheiden können (44 Prozent). Jeder neunte Befragte (11 Prozent) würde automatisiertes Fahren generell dem manuellen Fahren vorziehen, da es weniger fehleranfällig sei. Bemerkenswert: Frauen möchten auch in Zukunft lieber selbst fahren (46 Prozent), Männer hingegen geben dies nur in 30 Prozent der Fälle an.

Für die überwiegende Mehrheit der Befragten ist der Datenschutz im automatisierten Fahrzeug ein wichtiges Thema. So will etwa knapp jeder zweite Befragte (45 Prozent) wissen, welche Daten erhoben werden und zu welchem Zweck. 37 Prozent der Studienteilnehmer sind der Auffassung, dass sie am ehesten einem Automobilhersteller zutrauen, mit ihren Daten verantwortungsvoll umzugehen. Erst danach folgen der Staat (26 Prozent) oder ein neues Unternehmen im Bereich Mobilität (21 Prozent). Das geringste Vertrauen beim Datenschutz bringen die Befragten laut TNS Infratest großen Software- oder Technologieunternehmen entgegen (16 Prozent).

Das automatisierte Fahren wird auch auf der CES (Consumer Electronics Show), die vom 6. bis 9. Januar 2016 in Las Vegas stattfindet, eine wesentliche Rolle spielen. Die Automobiltechnik ist dort mittlerweile einer der Messeschwerpunkte. Zum ersten Mal wird es daher eine eigene Messehalle für die Automobilindustrie geben. Automobilhersteller wie Audi, Daimler oder Volkswagen sowie große deutsche Zulieferer (u. a. Bosch und ZF TRW) zeigen dort ihre Innovationen. Wenige Tage später trifft sich dann die automobile Welt auf der Detroit Motor Show, mit zahlreichen Weltpremieren der deutschen Automobilindustrie.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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