Pressemeldungen

Pkw-Markt Westeuropa mit gutem Jahresstart

Berlin, 16. Februar 2016

Kräftiges Wachstum auch in den neuen EU-Ländern – USA trotz Schneesturm stabil

Der westeuropäische Automobilmarkt ist gut in das Jahr 2016 gestartet: Obwohl der Januar einen Arbeitstag weniger aufwies als der Vorjahresmonat, erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen um 6 Prozent auf mehr als 1 Mio. Einheiten. Der US-Markt (Light Vehicles) erreichte im Januar mit gut 1,1 Mio. Neuwagen das Vorjahresniveau. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Januar in den USA zwei Verkaufstage weniger hatte als der Vorjahresmonat, zudem musste an der Ostküste ein schwerer Schneesturm verkraftet werden. Zu China liegen aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes noch keine offiziellen Januar-Zahlen vor.

Die Top-5-Märkte in Westeuropa – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien – waren im Januar durchweg im Plus, wobei Italien (+17 Prozent) und Spanien (+12 Prozent) sogar zweistellig zulegten. Die Neuzulassungen in Deutschland und Großbritannien wuchsen um jeweils 3 Prozent, Frankreich erreichte ein Wachstum von 4 Prozent.

Bei den kleineren Märkten in Westeuropa gab es in Irland (+34 Prozent), Portugal (+18 Prozent) und Finnland (+15 Prozent) ebenfalls zweistellige Wachstumsraten. Einbußen gegenüber dem Vorjahresmonat mussten hingegen der belgische (-6 Prozent) und niederländische (-14 Prozent) Pkw-Markt verbuchen.

In den neuen EU-Ländern erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen im Januar um 10 Prozent auf 81.200 Einheiten. Zweistellig wuchsen die Märkte in Zypern (+26 Prozent), der Slowakei (+20 Prozent), Rumänien (+17 Prozent), Ungarn (+14 Prozent), Slowenien (+13 Prozent) und Tschechien (+11 Prozent). Lediglich Kroatien und Lettland waren mit jeweils minus 5 Prozent schwächer als im Vorjahresmonat.

Die Light-Vehicles-Marktentwicklung in den USA war – bezogen auf die beiden großen Bereiche Pkw und Light Trucks – nicht einheitlich. Während die Pkw-Verkäufe im Januar gut 8 Prozent einbüßten (471.800 Fahrzeuge), stieg der Light-Truck-Absatz um gut 6 Prozent auf 670.300 Einheiten. Im vergangenen Monat erreichten die Light Trucks einen Anteil von 58,7 Prozent am gesamten Light Vehicle-Markt.

In Japan gingen die Pkw-Neuzulassungen im Januar um 4 Prozent auf 329.000 Einheiten zurück. Weiterhin bremsend wirkte sich die seit April 2015 geltende Steuererhöhung auf die sogenannten „Kei-Cars“ (Kleinstwagen mit maximal 660 ccm Hubraum) aus. Die Neuzulassungen in dieser Fahrzeugkategorie sanken steuerbedingt um 13 Prozent auf 119.000 Einheiten.

Die Pkw-Verkäufe in Indien lagen um knapp 1 Prozent über dem Vorjahreslevel. Im abgelaufenen Monat fanden 232.000 Pkw den Weg zu den Kunden.

In Russland ging der Light-Vehicle-Markt im Januar mit einem Minus von fast 30 Prozent erneut deutlich zurück. Mit 81.800 verkauften Einheiten sank der Neuwagenabsatz auf den niedrigsten Monatswert seit Januar 2010.

Das Neuzulassungsvolumen in Brasilien schrumpfte ebenfalls: Aufgrund der anhaltend schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen wurden zu Jahresbeginn mit 149.800 Fahrzeugen knapp 39 Prozent weniger Light Vehicles angemeldet als im Vorjahresmonat.

  Januar 2016 Januar - Januar 2016
  Anzahl Veränderung
16/15 in %
Anzahl Veränderung
16/15 in %
Europa (EU28+EFTA)*

1.093.600

6,3

1.093.600

6,3
  Europäische Union (EU-28)* 1.061.200 6,2 1.061.200 6,2
  Westeuropa (EU15+EFTA) 1.012.300 6,0 1.012.300 6,0
  Neue EU-Länder (EU13)* 81.200 10,1 81.200 10,1
Russland** 81.800 -29,1 81.800 -29,1
USA** 1.142.200 -0,4 1.142.200 -0,4
Japan 329.000 -4,4 329.00 -4,4
Brasilien** 149.800 -38,7 149.800 -38,7
Indien 232.000 0,6 232.000 0,6
China N.V. N.V. N.V. N.V.
* ohne Malta
** Light Vehicles
Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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