Pressemeldungen

Zweistelliges Wachstum in Westeuropa

Berlin, 16. März 2016

Internationale Pkw-Märkte: USA mit starkem Februar – China leicht im Plus

Die drei großen Automobilmärkte legten im Februar ein unterschiedliches Tempo vor: Während Westeuropa deutlich zweistellig wuchs (+14 Prozent) und der US-Light-Vehicle-Markt um knapp 7 Prozent zulegte, verlangsamte sich das Wachstum in China auf 2 Prozent. Das Marktvolumen in Russland und Brasilien ging weiter zurück, auch Japan war schwach.

Westeuropa verbuchte mit gut 1 Mio. Neuzulassungen den besten Februar seit dem Jahr 2008. In Italien (+27 Prozent), Frankreich (+13 Prozent), Spanien (+13 Prozent) und Deutschland (+12 Prozent) erhöhten sich die Neuzulassungen zweistellig. Im Vereinigten Königreich wuchs der Pkw-Markt um mehr als 8 Prozent.

Auch auf den kleineren Pkw-Märkten setzte sich der Erholungsprozess weiter fort. In Irland (+37 Prozent), Portugal (+26 Prozent), Dänemark (+22 Prozent), Finnland (+21 Prozent), Norwegen (+14 Prozent), Schweden (+13 Prozent) und Belgien (+12 Prozent) erhöhte sich der Absatz ebenfalls zweistellig. Griechenland (-32 Prozent) und die Niederlande
(-15 Prozent) mussten im Februar hingegen Einbußen gegenüber dem Vorjahresmonat hinnehmen. In den ersten beiden Monaten wuchs der westeuropäische Markt insgesamt um knapp 10 Prozent auf gut 2 Mio. Einheiten.

In den neuen EU-Ländern erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen im Februar um 19 Prozent auf 85.700 Einheiten. Seit Januar legten die Pkw-Märkte der neuen EU-Staaten um fast 15 Prozent zu.

Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) erreichte im Februar mit 1,3 Mio. Einheiten (+7 Prozent) den höchsten Februar-Wert seit dem Jahr 2001. Dabei nahm das Light-Truck-Segment weiter an Gewicht zu: Während die Pkw-Verkäufe im Februar mit 556.200 Einheiten stagnierten, legte der Light-Truck-Absatz um 12 Prozent auf 779.500 Fahrzeuge zu. In den ersten zwei Monaten erhöhten sich die gesamten Light- Vehicle-Verkäufe in den Vereinigten Staaten um gut 3 Prozent auf rund 2,5 Mio. Einheiten.

Der chinesische Pkw-Markt lag im Februar mit gut 1,3 Mio. verkauften Neufahrzeugen um knapp 2 Prozent über Vorjahreslevel. In den ersten beiden Monaten 2016 stiegen die Pkw-Verkäufe in China um fast 8 Prozent auf 3,5 Mio. Neuwagen.

In Japan ging die Pkw-Nachfrage im Februar um rund 8 Prozent auf 382.100 Einheiten zurück. Im bisherigen Jahresverlauf reduzierte sich das Marktvolumen um 6 Prozent auf 711.100 Neuwagen. Dabei wirkte sich auch die seit April 2015 geltende Steuererhöhung auf „Kei-Cars“ (Kleinstwagen mit maximal 660 ccm Hubraum) aus. Die Neuzulassungen in dieser Fahrzeugkategorie gaben in den ersten zwei Monaten um 13 Prozent auf 261.300 Einheiten nach.

Mit einem Volumen von 234.200 Einheiten legte der Pkw-Absatz in Indien im Februar um knapp 2 Prozent zu. Seit Januar erhöhten sich die Neuwagenverkäufe um gut 1 Prozent auf 466.200 Einheiten.

In Russland ging der Light-Vehicle-Markt weiter zurück: Der Fahrzeugabsatz erreichte im abgelaufenen Monat ein Volumen von 111.100 Einheiten (-13 Prozent). Seit Januar verringerten sich die Light-Vehicle-Verkäufe um fast 21 Prozent auf 193.100 Einheiten.

In Brasilien wurden im Februar mit 142.300 Fahrzeugen erneut deutlich weniger neue Light Vehicles (-21 Prozent) angemeldet als im Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten 2016 ist ein Rückgang um 31 Prozent zu verzeichnen.

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  Februar 2016 Januar - Februar 2016
  Anzahl Veränderung
16/15 in %
Anzahl Veränderung
16/15 in %
Europa (EU28+EFTA)*

1.092.800

14,0 2.186.600 10,1
  Europäische Union (EU-28)* 1.056.900 14,3 2.118.300 10,1
  Westeuropa (EU15+EFTA) 1.007.200 13,7 2.019.700 9,7
  Neue EU-Länder (EU13)* 85.700 18,9 166.900 14,7
Russland** 111.100 -13,4 193.100 -20,8
USA** 1.335.700 6,7 2.477.100 3,2
Japan 382.100 -7,5 711.100 -6,1
Brasilien** 142.300 -20,6 292.100 -31,0
Indien 234.200 1,7 466.200 1,1
China 1.319.300 1,6 3.484.600 7,7
* ohne Malta
** Light Vehicles
Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
Nach oben springen