Pressemeldungen

Wer den modernen Diesel ausbremst, schadet dem Klimaschutz

Berlin, 07. April 2016

Statement des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zur Umweltministerkonferenz

Es wäre grundverkehrt, jetzt den Diesel schlechtzureden. Der moderne Euro-6-Diesel ist bis zu 25 Prozent sparsamer im Verbrauch und hat bis zu 15 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein Benziner. Wer Ja sagt zum Klimaschutz, kommt also am Diesel nicht vorbei. Das wissen auch die Umweltminister der Bundesländer.

Zudem sind die Stickoxidemissionen von Euro-6-Fahrzeugen um etwa zwei Drittel niedriger als ihre Vorgänger – und zwar im Labor wie auf der Straße. Neue Euro-6-Diesel sind sauber und sparsam. Je mehr davon rasch auf die Straße kommen, desto besser für die Luftqualität.

In Westeuropa ist gut jeder zweite Neuwagen, der verkauft wird, ein Diesel. Und jeder zweite Diesel, der in Westeuropa neu verkauft wird, zählt zu einer deutschen Konzernmarke. Der Diesel wird auch künftig in Westeuropa eine starke Rolle spielen.

Wer den modernen Diesel ausbremsen will, entfernt sich vom CO2-Ziel und schadet dem Klimaschutz. Das kann nicht das Ziel der Politik sein.

Diejenigen, die nach einer höheren Diesel-Mineralölsteuer rufen, sollten auch erwähnen, dass die Kfz-Steuer für Diesel-Pkw etwa doppelt so hoch ist wie für Benziner. Um diesen Kostennachteil des Diesel auszugleichen, muss das Auto im Jahr lange gefahren werden. Es wäre auch klimapolitisch das falsche Signal, ausgerechnet die CO2-effizienteste Antriebsart unter den Verbrennungsmotoren zu verteuern.

Weil der Diesel so sparsam im Verbrauch ist, spielt er bei Firmenwagen eine dominierende Rolle: 68 Prozent aller neu zugelassenen Firmenwagen haben einen Dieselantrieb. Der Anteil der deutschen Konzernmarken an allen Firmenwagen-Neuzulassungen beträgt 86 Prozent. Von den 3,2 Mio. Pkw, die 2015 in Deutschland neu zugelassen wurden, entfiel gut ein Drittel auf Firmenwagen. Wer versuchen sollte, an der bereits hohen Firmenwagenbesteuerung zu drehen – die keine Subvention darstellt –, würde damit einen zentralen Bestandteil der Pkw-Inlandsproduktion  beschädigen.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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