Pressemeldungen

Bräunig: China bleibt auf Wachstumskurs

Berlin/Peking, 24. April 2016

Deutsche Automobilindustrie jetzt mit über 340 Standorten und 95.000 Beschäftigten im größten Automarkt präsent – VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig leitet „Round Table“ mit deutschen Zulieferern auf der Auto China in Peking

Der chinesische Pkw-Markt hat sich im ersten Quartal 2016 wieder stark entwickelt: Der Absatz stieg um 9,4 Prozent auf 5,45 Mio. Einheiten. Im  März legte der Markt um 12,4 Prozent zu. Dazu sagte VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig anlässlich der Auto China in Peking: „Der chinesische Pkw-Markt zeigte sich in den ersten drei Monaten des Jahres robuster als von vielen erwartet. Vor allem aufgrund des zweistelligen Wachstums im März konnte der weltweit größte Pkw-Markt im ersten Quartal deutlich zulegen. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir ein Plus von 6 Prozent auf 21,3 Mio. Neuwagen. Für unsere Hersteller und Zulieferer ist das eine wichtige Nachricht, denn sie setzen weiterhin auf China als bedeutenden Absatzmarkt und Produktionsstandort.“ Bräunig besucht Peking anlässlich der Auto China. Die Automobilmesse findet im jährlichen Wechsel mit der Auto Shanghai statt – jetzt zum 14. Mal. 1.600 Aussteller aus 14 Ländern werden erwartet. Nahezu alle deutschen Pkw-Hersteller und viele deutsche Zulieferer sind vertreten.

Die deutschen Hersteller vereinten auch 2015 einen starken Anteil am chinesischen Pkw-Markt auf sich. Im vergangenen Jahr setzen sie 4 Mio. Pkw in China ab. Damit lag der Marktanteil der deutschen Konzernmarken im Gesamtjahr 2015 bei rund 20 Prozent. Bräunig: „Gegenüber dem Jahr 2010 haben die deutschen Konzernmarken ihren Absatz hier verdoppelt, gegenüber dem Jahr 2008 sogar vervierfacht. Gut jedes fünfte Auto, das in China neu verkauft wird, trägt eine deutsche Konzernmarke.“

Zur Zukunft des chinesischen Pkw-Marktes betonte Bräunig: „Die Zuwachsraten werden sich künftig überwiegend auf einem einstelligen Niveau normalisieren, aber auf einer deutlich höheren Basis als vor einer Dekade – China bleibt der weltweit bedeutendste Pkw-Markt. Sein Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ Die strukturellen Voraussetzungen Chinas sprächen, so Bräunig, für den Markt: „Die junge, dynamisch wachsende Mittelschicht in China strebt nach individueller Mobilität. Die potenzielle Nachfrage ist groß: Der Motorisierungsgrad liegt in China noch bei rund 70 Pkw je 1.000 Einwohner. In Deutschland kommen gut 540 Pkw auf 1.000 Einwohner.“

Zur Unterstützung seiner Mitglieder wird VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig – er ist auch verantwortlich für die IAA – in den kommenden Tagen mit der deutschen und chinesischen Automobilindustrie sowie chinesischen Messeverantwortlichen, Verbänden und der Verwaltung in Peking sprechen. Nach einer aktuellen Umfrage des VDA unter seinen Mitgliedern hat sich die Zahl der Standorte deutscher Zulieferer und Hersteller in China gegenüber dem Jahr 2010 von knapp 200 auf über 340 Standorte erhöht. Allein 314 davon sind Zulieferern zuzurechnen. Die Zahl der Beschäftigten stieg ebenfalls – auf rund 95.000 Mitarbeiter. Weltweit zählt der VDA fast 3.100 Standorte seiner Industrie im Ausland, mehr als doppelt so viele wie in der letzten Dekade. Davon sind 2.700 Zuliefererstandorte.

Am Mittwoch leitet Bräunig den 11. VDA Round Table China, bei dem die chinesischen Chefs der deutschen Zulieferer wieder mit einem lokalen OEM zu Beratungen zusammentreffen. Aftermarket, Normung/Standardisierung und Logistik gehören zu den aktuellen Themen. Wegen der enormen Bedeutung Chinas als Absatz- und Produktionsstandort unterhält der VDA in Peking ein eigenes Büro und ein Qualitätsmanagement Center.

Die Verhandlungen über ein Investitionsabkommen zwischen China und der EU begrüßte Bräunig: „Für Investitionen in China sind die Verpflichtungen zur Teilnahme an Joint-Ventures und der Schutz des geistigen Eigentums wichtige Themen. Ausländische Investitionen sollten im jeweiligen Gastland  wie Investitionen von Inländern behandelt werden. Ein solches Abkommen schafft weiteres Potential, um die Zusammenarbeit zwischen China und Europa zu vertiefen. Dafür setzen wir uns ein.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
Nach oben springen