Pressemeldungen

Wissmann: Deutscher Pkw-Markt wächst kräftig

Berlin, 04. Juli 2016

Westeuropa und China zeigen sich dynamisch – Stabile Diesel-Nachfrage in Deutschland

Statement von Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der VDA-Halbjahres-Pressekonferenz am 04. Juli 2016, 11.30 Uhr, Berlin

Meine Damen und Herren,

ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserer Halbjahres-Pressekonferenz, in der ich Ihnen einen aktuellen Überblick über die weltweiten Automobilmärkte geben möchte. Zuvor aber will ich zu zwei Themen Stellung nehmen: zum Brexit und zum Diesel.

Wir brauchen „better regulation“ in der EU

Das Votum der Briten haben nicht alle in Europa wahrhaben wollen, und offensichtlich hat das Ergebnis die Briten selbst überrascht. Die Politik sollte nach der ersten Enttäuschung jetzt die Dinge vernünftig angehen. Aus Sicht der Automobilindustrie gibt es eine klare Priorität: Es muss alles getan werden, um den bislang ungehinderten Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen Großbritannien und den anderen EU-Ländern auch künftig zu ermöglichen. Freier Handel bringt Vorteile für beide Seiten.

Allerdings muss gleichzeitig vermieden werden, dass sich weitere EU-Mitgliedsstaaten zu ähnlichen Initiativen ermutigt fühlen könnten. Die Frage der EU-Mitgliedschaft eignet sich nicht für innenpolitische Konflikte. Andererseits sollte sich die EU auf die Themen konzentrieren, die einzelne Mitgliedsstaaten nicht allein bewältigen können. Damit würde auch Brüssel aus dem Votum die richtigen Schlüsse ziehen. Das gemeinsame Europa muss für seine Mitglieder attraktiver werden. Wir brauchen „better regulation“. Und wir brauchen eine angemessene Aufgaben- und Lastenverteilung in der EU, keine weitere „Vertiefung“.

Der Kerngedanke des Binnenmarktes muss wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Jede Regulierung benötigt Augenmaß und muss die Frage der Wettbewerbsfähigkeit Europas berücksichtigen. Die EU darf nicht zu einer Gemeinschaft ständig wachsender Transfers oder gar zu einer Transferunion werden. Sie sollte vielmehr wieder eine Gemeinschaft des Rechts und der Rechtsverbindlichkeit werden.

Großbritannien ist für uns ein wichtiger Markt: Die deutschen Konzernmarken haben dort im vergangenen Jahr 1,3 Mio. Neuwagen verkauft, das entspricht einem Marktanteil von 50 Prozent. Und UK steht auf Platz 1 beim Export-Ranking: 2015 exportierten unsere Hersteller 810.000 Neuwagen aus deutscher Fertigung nach Großbritannien – mehr als in jedes andere Land.

Umgekehrt sind die Briten mindestens so sehr auf das Festland angewiesen: Von den knapp 1,6 Mio. Pkw, die 2015 in Großbritannien gefertigt wurden, gingen gut 1,2 Mio. Einheiten – also drei Viertel – in den Export. Die anderen EU-Länder sind dabei Hauptabnehmer. Gut jedes zweite exportierte Auto (57 Prozent) fand auf dem europäischen Kontinent seinen Käufer. Das heißt: Auch nach dem Votum kann niemand ein Interesse daran haben, mit Zollschranken zwischen Großbritannien und dem Festland den internationalen Warenverkehr zu verteuern oder zu behindern. Die politisch Verantwortlichen in Großbritannien sollten aber Eines wissen: Den vollen Zugang zum Binnenmarkt wird es nur auf Basis der vier Grundfreiheiten geben.

Diesel: Vertrauen wieder aufbauen

Damit zum Diesel. Die vergangenen Monate waren für die deutsche Automobilindustrie alles andere als einfach. Das Image der Branche hat erhebliche Kratzer bekommen. Das haben wir uns teilweise auch selbst zuzuschreiben. Von dieser Industrie wird zu Recht erwartet, dass sie technologische Herausforderungen meistert. Und zwar ohne Schlupflöcher und Grauzonen. Dass mancher Beobachter daran Zweifel hegt, ist verständlich. Wir alle mussten erleben, zu welcher Verunsicherung es führt, wenn eine Regulierung nicht eindeutig ist, sondern Interpretationsspielräume aufweist, die genutzt wurden.

Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim. Hier wurde der Bogen in manchen Fällen überspannt. Das hat Vertrauen gekostet – in der Öffentlichkeit, auf Seiten der Politik, auch beim Kunden. Damit in Zukunft Klarheit herrscht, werden die gesetzlich vorgeschriebenen Typprüfbedingungen nun genauer definiert. Im Labor und auf der Straße. Das ist richtig und notwendig. Zu große Spielräume müssen geschlossen werden.

Aber wir wollen nicht nur an den Gesetzgeber appellieren. Die Automobilindustrie weiß, dass es maßgeblich an ihr selbst liegt, welches Bild von ihr gezeichnet wird. Deswegen wollen wir in den Vorwärtsgang schalten und daran arbeiten, unsere Glaubwürdigkeit zu erneuern.

  • Wir sind für den kommenden Labortest WLTP.
  • Wir sind dafür, weil damit der veraltete NEFZ abgelöst und der neue Zyklus realistischere Werte aufweisen wird.
  • Wir unterstützen ebenso den kommenden Straßentest RDE (Real Driving Emissions). Er setzt „Leitplanken“ für Emissionen auf der Straße.
  • Die deutsche Automobilindustrie befürwortet auch eine Reform des Typgenehmigungsverfahrens. Die Hersteller bieten an, ihre Softwarekonzepte für die Abgasnachbehandlung den Genehmigungsbehörden zugänglich zu machen.
  • Die Unternehmen werden kontinuierlich ihre Compliance- und Kontrollprozesse prüfen und weiterentwickeln.
  • Und wir werden als Branche noch aktiver kommunizieren und mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in den Dialog treten.
  • Wir werden mit Kunden, Mitarbeitern, Gesellschaft und Politik über die Zukunft der Mobilität sprechen und aufzeigen, welche Lösungen wir für die Herausforderungen von morgen sehen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die deutsche Automobilindustrie mit ihrer Innovationskraft in der Lage ist, mit modernster Technologie anspruchsvolle Grenzwerte zu erfüllen und Verbrauch und Emissionen weiter zu senken. Das gilt insbesondere für die Dieseltechnologie. Dank serienmäßiger Ausstattung mit modernem Filter hat der Diesel schon seit etlichen Jahren kein Partikelproblem mehr. Auch bei den Stickoxidemissionen kommen wir voran. Ein moderner Euro-6-Diesel reduziert den NOx-Ausstoß gegenüber seinen Vorgängern sowohl im Grenzwert als auch auf der Straße um etwa zwei Drittel und erfüllt damit die anspruchsvollsten Schadstoffgrenzwerte.

Und auch die Kunden sind weiterhin von den Vorteilen des modernen Diesel überzeugt: Im ersten Halbjahr 2016 wurden in Deutschland 812.000 Diesel-Pkw neu zugelassen. Das ist ein neuer Höchststand: Nie zuvor wurden in den ersten sechs Monaten eines Jahres in Deutschland mehr Diesel-Pkw verkauft.

Je schneller immer mehr Euro-6-Fahrzeuge auf die Straße kommen, desto größer ist der Fortschritt für die Luftqualität. So errechnet eine Studie des Aachener Forschungsinstituts AVISO in Zusammenarbeit mit der TU Graz und dem Heidelberger Umweltinstitut ifeu, dass mit der normalen Marktdurchdringung von Euro-6-Fahrzeugen die Luftqualitätsziele in den Städten in wenigen Jahren erreicht werden.

Benziner und Diesel notwendig auf dem Weg zur Elektromobilität

Mit großem Engagement verfolgt die deutsche Automobilindustrie ihre Strategie „weg vom Öl“. Wir lösen uns Schritt für Schritt von den fossilen Energieträgern. Mittel- bis langfristig liegt die Zukunft in alternativen Antrieben und Kraftstoffen. Allerdings brauchen wir auf diesem Weg einen gesunden Mix der Antriebsarten. Dazu gehört der Plug-in-Hybrid, dazu gehören auch Benziner und Diesel. Und natürlich sind realistische Zeiträume ins Auge zu fassen. Wenn heute – politisch motiviert – das „Ende des Verbrennungsmotors“ im Jahr 2030 gefordert wird, dann ist das weder klimapolitisch, industriepolitisch noch sozialpolitisch sinnvoll. Das geht auf keinen Fall, und das geht in keinem Industrieland der Welt.

Selbst Unternehmen, die sich sehr ambitionierte Ziele zur Elektromobilität setzen, gehen davon aus, dass im Jahr 2030 noch zwei Drittel der Neuwagen mit Verbrennungs- oder Hybridmotoren fahren werden. Aus dem Verkauf dieser Autos mit „klassischem Antrieb“ müssen die Unternehmen die hohen Investitionen in alternative Antriebe finanzieren. Wenn die Politik diese „Quelle“ zuschüttet, wird der Weg zur Mobilität von morgen verbaut.

Die Politik war immer gut beraten, wenn sie Rahmenbedingungen vorgegeben hat. Sobald sie jedoch glaubte, Technologievorgaben machen zu müssen, führte der Weg auch ökonomisch in die Sackgasse. Im Übrigen finden sich in einem solchen Ansatz planwirtschaftliche Elemente, die weder den technologischen Fortschritt noch die Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen. Das ist alles andere als modern oder innovativ.

Megatrends Elektromobilität sowie Vernetztes und Automatisiertes Fahren

Unsere Unternehmen – Hersteller wie Zulieferer – stehen im Zentrum einer Mobilitätswende, die von den beiden Megatrends alternative Antriebe sowie dem Vernetzten und Automatisierten Fahren getrieben wird. Es ist erkennbar, dass sich dadurch die automobile Wertschöpfungskette massiv verändern und neu ordnen wird. Die deutsche Automobilindustrie investiert weltweit pro Jahr über 30 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Der Löwenanteil davon geht in die Elektromobilität und die Digitalisierung. Bereits heute haben unsere Hersteller rund 30 Serienmodelle mit E-Antrieb im Angebot, zahlreiche weitere sind für die nächsten Jahre angekündigt.

In einer solchen Phase ‚automobiler Disruption‘ braucht diese Industrie die Politik an ihrer Seite – mit klugen Ideen und einer modernen Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Dazu gehört der entschlossene Aufbau der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe in Deutschland und Europa.

Ein zukunftsorientierter Ansatz braucht zudem „Maß und Mitte“ bei der Regulierung. Bekanntlich hat die EU bereits heute die weltweit ambitionierteste CO2-Regulierung. Er umfasst außerdem die Förderung von Innovationspotenzialen bei der Digitalisierung, Maßnahmen zur Bestandserneuerung und zum Erhalt einer intakten Straßeninfrastruktur. Es gibt also genug zu tun, um die Mobilität in diesem Land nachhaltig und umweltfreundlich nach vorn zu bringen. Das „Aus“ für eine bestimmte Antriebsart durch die Politik gehört nicht dazu.

Der zweite große Innovationstrend ist das vernetzte und automatisierte Fahren. Hier geht die Entwicklung mit Riesenschritten voran. Unsere Hersteller und Zulieferer sind mit großem Engagement dabei. Ich bin davon überzeugt: Autofahren wird künftig noch sicherer und komfortabler – mit Fahrzeugen, die im besten Fall „zero emissions“ aufweisen!

Pkw-Märkte: Westeuropa, USA und China weiter auf Wachstumskurs

Damit komme ich zum Markt. Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Pkw-Weltmarkt gut entwickelt. Und der bisherige Jahresverlauf zeigt, dass 2016 erneut ein Wachstumsjahr wird.

  • Für Westeuropa erwarten wir ein Absatzplus von 5 Prozent auf 13,8 Mio. Pkw.
  • Der US-Markt wird 2016 um 1 Prozent auf 17,5 Mio. Light Vehicles steigen.
  • Der chinesische Pkw-Markt dürfte um 8 Prozent auf knapp 21,7 Mio. Einheiten zulegen.

Mit anderen Worten: Die drei großen Automobilmärkte, die zusammen zwei Drittel des Weltmarktes ausmachen, bleiben auf Wachstumskurs. Weiterhin schwach hingegen sind Russland (-5 Prozent) und Brasilien (-15 Prozent), auch Japan (-2 Prozent) kommt nicht voran. Insgesamt wird der Pkw-Weltmarkt damit im Jahr 2016 um 3 Prozent wachsen und erstmals die 80-Millionen-Marke (80,6 Mio.) überschreiten.

Zum bisherigen Jahresverlauf:

  • Der Pkw-Absatz in China hat in den ersten fünf Monaten um 10 Prozent auf 8,9 Mio. Einheiten zugelegt. Das Wachstum wird vom SUV-Segment getragen.
  • Dies ist auch in den USA zu beobachten. Der Light-Vehicle-Absatz in den USA ist bis Juni um gut 1 Prozent auf 8,6 Mio. Einheiten gestiegen.
  • Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Westeuropa: In den ersten fünf Monaten stieg der Neuwagenabsatz um 9 Prozent auf 6,1 Mio. Fahrzeuge. Alle großen Märkte sind im Plus; Frankreich, Italien und Spanien sogar jeweils mit zweistelligen Wachstumsraten.
  • In den neuen EU-Ländern war die Nachfrage bis Mai ebenfalls sehr lebhaft (+17 Prozent).

Da der Marktanteil der deutschen Konzernmarken in Westeuropa und in den neuen EU-Ländern jeweils bei etwa 50 Prozent liegt, wirkt sich die Erholung positiv auf die deutschen Hersteller und Zulieferer aus.

Pkw-Inlandsmarkt steigt auf 3,3 Mio. Fahrzeuge

Der Pkw-Inlandsmarkt zeigt eine Vitalität, die manche nicht erwartet hatten. Bereits Anfang Mai haben wir unsere Jahresprognose auf 3,3 Mio. Neuzulassungen (+3 Prozent) angehoben (zuvor: +1 Prozent auf 3,23 Mio. Pkw). Im ersten Halbjahr stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 7 Prozent auf gut 1,73 Mio. Einheiten. Das ist eine gute Ausgangsposition für ein erfolgreiches zweites Halbjahr.

Die Pkw-Inlandsproduktion stieg im 1. Halbjahr um 4 Prozent auf gut 3 Mio. Einheiten. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Produktionsvolumen von 5,8 Mio. Einheiten (+1 Prozent). Während die Ausfuhr in die EU wächst – vor allem nach Italien, Spanien und in die neuen EU-Länder –, sind die Exporte nach China auf Vorjahresniveau. Die Ausfuhren in die USA waren in den ersten fünf Monaten rückläufig. Der Export erhöhte sich im 1. Halbjahr leicht um 2 Prozent auf 2,3 Mio. Einheiten. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir, dass der Export mit 4,4 Mio. Einheiten stabil bleiben wird.

Die Auslandsproduktion war in den ersten fünf Monaten mit gut 4,1 Mio. Pkw stabil. Für das Gesamtjahr erwarten wir aufgrund der positiven Entwicklung in China und den USA einen leichten Anstieg um 3 Prozent auf 9,7 Mio. Pkw.

Höhere Beschäftigung und gestiegener Umsatz

Die gute Konjunktur insbesondere auf den europäischen Märkten führte dazu, dass die deutsche Automobilindustrie die Zahl ihrer Beschäftigten (Stammbelegschaften) weiter erhöhen konnte. Derzeit (April 2016) sind 801.100 direkte Mitarbeiter in den Stammbelegschaften beschäftigt. Dies sind 15.600 mehr Beschäftigte als vor einem Jahr. Der Personalaufbau umfasst alle drei Herstellergruppen. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten vier Monaten um 3 Prozent auf knapp 137 Mrd. Euro, davon waren gut 88 Mrd. Euro exportabhängiger Auslandsumsatz.

Dynamik der Nutzfahrzeugmärkte in Europa gibt Rückenwind für die IAA

Natürlich darf im Jahr der IAA Nutzfahrzeuge ein Blick auf die Trucks und Transporter nicht fehlen. In den ersten fünf Monaten hat der westeuropäische Markt für schwere Nutzfahrzeuge (über 6 t) um 16 Prozent zugelegt. Alle Märkte in Westeuropa sind im Plus. Der Nachholbedarf, der sich in den Krisenjahren aufgestaut hatte, wird nun realisiert. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir ein Wachstum von 8 Prozent auf 280.000 Fahrzeuge – dies wäre das höchste Absatzvolumen seit dem Jahr 2008. Auch die neuen EU-Länder sind sehr gut unterwegs: In den ersten fünf Monaten gab es ein Plus von 29 Prozent.

Der deutsche Markt für schwere Nutzfahrzeuge (über 6 t) hat im ersten Halbjahr mit plus 8 Prozent ein hohes Tempo vorgelegt und erreichte ein Volumen von 44.350. Wir haben daher unsere Prognose für das Gesamtjahr erhöht und erwarten ein Markvolumen von knapp 87.000 schweren Lkw (+4 Prozent).

Ebenso erfreulich ist die Entwicklung bei den Transportern: In den ersten sechs Monaten gab es im Inland ein Wachstum von 11 Prozent auf 129.500 Einheiten. Auch hier können wir für das Gesamtjahr mit einem kräftigen Wachstum rechnen.

Eines können wir heute schon sagen: Die Dynamik der Nutzfahrzeugmärkte in Europa gibt Rückenwind für die weltweit wichtigste Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität, die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge, die vom 22. bis 29. September 2016 in Hannover stattfindet. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren – im VDA und in den vielen Unternehmen, die als Aussteller zur IAA kommen werden. „Ideen sind unser Antrieb“ lautet das IAA-Motto. Und das Key Visual weist darauf hin, dass der Megatrend der digitalen Transformation, das vernetzte und automatisierte Fahren, auch diese Nutzfahrzeug-IAA dominieren wird. Mit der „New Mobility World Logistics“ setzen wir dabei einen neuen Akzent.

Zusammenfassung

Ich fasse zusammen. Wir leben in ungewöhnlichen Zeiten. Die EU steht vor enormen Herausforderungen, die Politik muss klug handeln. Der Diesel und die Automobilindustrie haben Imagepunkte verloren – nun gilt es, Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Wir haben verstanden. Was uns allerdings freut und auch ein wenig stolz macht, ist die Tatsache, dass die Kunden weiterhin Vertrauen in die Automobilindustrie haben, wie die Verkaufszahlen zeigen:

  • Der westeuropäische Pkw-Markt geht nach oben.
  • Der deutsche Markt wächst ebenfalls.
  • Der Diesel zeigt sich im Markt stabil und überzeugt die Kunden durch seine Effizienz.
  • Auch die Restwerte bleiben hoch: Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Diesel ebenso gefragt wie beim Neuwagengeschäft.

Der Verbrennungsmotor wird uns noch etliche Jahre begleiten. Er wird den Hochlauf der Elektromobilität flankieren und finanzieren. Er hat weiter Potenzial. Das gilt für den Diesel ebenso wie für den Benziner.

Und: Diese Branche befindet sich in einem disruptiven Innovationsprozess, der mit „Elektromobilität“ und „digitaler Transformation“ nur in Umrissen beschrieben ist. Damit verbunden sind massive Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Der Blick auf die Automobilmärkte gibt – von Ausnahmen abgesehen – allen Grund zur Zuversicht: Weltweit werden auch in diesem Jahr mehr Autos verkauft, besonders dynamisch entwickelt sich Westeuropa.

Ich bin davon überzeugt, dass die deutsche Automobilindustrie – Hersteller und Zulieferer – diese Herausforderungen meistern werden.

Ich danke Ihnen.

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  Juni 2016 Januar - Juni 2016
Personenkraftwagen *) Anzahl Veränderung
16/15 in %
Anzahl Veränderung
16/15 in %
Neuzulassungen

339.600

8 1.733.900 7
  davon
    dt. Marken inkl. Konzernmarken 241.500 6 1.240.900 6
    ausl. Marken 98.100 15 492.200 10
Export 431.900 10 2.301.500 2
Produktion 565.000 10 3.029.800 4
*) z.T. vorläufig

Legende der Tabelle

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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