VDA-Präsident zu CETA

Berlin , 27. Oktober 2016

„Mit dem Gezerre um CETA gibt die EU ein denkbar schlechtes Bild ab. Die Beteiligten müssen weiter alles daran setzen, CETA rasch erfolgreich abzuschließen. Nur so kann die EU zeigen, dass sie handlungsfähig und ein verlässlicher Verhandlungspartner ist.

Eine solche Hängepartie wie bei CETA darf sich künftig nicht wiederholen. Deswegen gilt es, die Entscheidung, dass Handelsabkommen allen EU-Mitgliedsländern zur Abstimmung vorgelegt werden können, zu überprüfen. Sonst werden wir auf Dauer für unsere Handelspartner unberechenbar und damit unattraktiv. Die Zuständigkeit für handelspolitische Fragen liegt seit jeher bei der EU.

Nach dem Brexit-Votum gilt mehr denn je: Europa darf sich nicht selbst zerlegen. Es wäre fatal, wenn die EU nicht mehr in der Lage ist, ihre Interessen mit internationalen Verträgen erfolgreich umzusetzen.

CETA ist unter allen Handelsabkommen weltweit eines der fortschrittlichsten. Es respektiert in einer einzigartigen Weise unterschiedliche Kulturen. Es sichert den Umwelt- und Verbraucherschutz. Wer gegen dieses Abkommen polemisiert, wie leider auch in Deutschland relevante politische Kräfte, macht in Wahrheit deutlich, dass er eigentlich gegen den Freihandel ist. Gegen den weltweiten Freihandel zu agieren heißt aber, bewusst Millionen Arbeitsplätze in der deutschen Industrie aufs Spiel zu setzen.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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