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Wissmann: Initiative zeigt den enormen Innovations- und Investitionswillen der deutschen Automobilindustrie bei der Elektromobilität

Berlin, 29. November 2016

Automobilhersteller installieren Schnellladenetz an Autobahnen in Europa

„Eine breite und leistungsfähige Lade-infrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität entscheidend. Deswegen ist es richtig, dass die Hersteller hier gemeinsam vorangehen und die Investitionen der Bundesregierung in eine öffentliche Ladeinfrastruktur mit eigenen Maßnahmen an europäischen Verkehrsachsen flankieren“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, zu den heute veröffentlichten Plänen der Hersteller, ab 2017 Schnellladesäulen in Europa aufzustellen.

Geplant sind 400 Stationen mit einer Lade-Leistung von bis zu 350 kW. An diesen Ladepunkten kann die Batterie in 30 Minuten aufgeladen werden. 2020 sollen bereits mehrere tausend Schnellladestationen in Betrieb sein. Das gesamte Ladenetzwerk basiert auf dem Combined Charging System (CCS-Standard).

In Deutschland gibt es aktuell 6.800 öffentliche Ladepunkte und rund 150 Schellladestationen. „Damit E-Autos künftig auch für längere Strecken attraktiv sind, muss es vor allem an Autobahnen ausreichend Schnellladesäulen geben“, so der VDA-Präsident. Die Automobilindustrie beschränke sich nicht darauf, attraktive E-Modelle zu bauen, vielmehr sei es wichtig, die Kunden vom Gesamtsystem Elektromobilität überzeugen.

Wissmann weiter: „Deswegen haben sich die Unternehmen in Deutschland an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligt. Das gibt es in keinem anderen Land. Mit den Plänen zur Ladeinfrastruktur gehen wir nun einen weiteren Schritt, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Die Initiative zeigt, wie ernst es die deutschen Hersteller mit der Elektromobilität meinen. Wenn Unternehmen, die sonst im harten Wettbewerb miteinander sind, solch ein gemeinsames Projekt angehen, ist das ein deutlicher Beleg für ihren enormen Innovations- und Investitionswillen. Bereits der Kauf von Nokia Here hat gezeigt, dass die Hersteller für entscheidende Zukunftsprojekte ihre Kräfte bündeln und damit wichtige strategische Weichen für den Industriestandort stellen.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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