Pressemeldungen

Deutsche Automobilindustrie investiert rund 39 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung

Berlin, 22. Dezember 2016

FuE-Investitionen um 13 Prozent erhöht – 110.000 Beschäftigte im Inland

Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) zweistellig erhöht. Im Jahr 2015 stiegen die weltweiten Aufwendungen auf 38,6 Mrd. Euro – ein Zuwachs von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 34,3 Mrd. Euro). Nach Angaben der Europäischen Kommission stemmt die deutsche Automobilindustrie ein Drittel der gesamten weltweiten FuE-Ausgaben der Automobilbranche. Damit ist sie weltweit die Nummer eins – noch vor den japanischen und amerikanischen Unternehmen.

Darüber hinaus sind vier der sechs größten FuE-Investoren aus der Europäischen Union Unternehmen der deutschen Automobilindustrie. Nahezu drei Viertel (74 Prozent) der gesamten globalen FuE-Ausgaben von in der EU ansässigen Automobilfirmen entfallen auf deutsche Firmen.

Die inländischen Ausgaben der deutschen Automobilindustrie für Forschung und Entwicklung wurden um mehr als 10 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro erhöht. Etwa zwei Drittel der FuE-Ausgaben erfolgten durch die Automobilhersteller, ein weiteres Drittel durch die Zulieferer. Damit erreichte die deutsche Automobilindustrie in der deutschen Wirtschaft erneut den höchsten FuE-Anteil mit rund 35 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten Elektrotechnik und Maschinenbau. Diese Angaben basieren auf Erhebungen des Stifterverbandes.

Die Zahlen zeigen auch: Die deutsche Automobilindustrie hat ihre inländischen FuE-Investitionen in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt (2005: 11,2 Mrd. Euro). „Unsere Branche ist davon geprägt, dass sie sich nie auf dem Erreichten ausruht. Mit enormem Innovations- und Investitionswillen geht die deutsche Automobilindustrie den Weg der Elektromobilität sowie der digitalen Transformation – hin zum vernetzten und automatisierten Fahrzeug. Gleichzeitig werden die konventionellen Antriebe weiter verbessert. Die deutsche Automobilindustrie packt die Zukunftsthemen entschlossen an. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandortes Deutschland“, unterstrich Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Rund 110.000 hochqualifizierte Mitarbeiter sind im Forschungs- und Entwicklungsbereich bei Herstellern und Zulieferern beschäftigt. Das ist ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der stärkste Zuwachs seit dem Jahr 2000. Von den 110.000 FuE-Mitarbeitern – das ist mehr als jeder vierte FuE-Beschäftigte in Deutschland – sind knapp 60 Prozent bei Herstellern und gut 40 Prozent bei Zulieferern beschäftigt.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
Nach oben springen