Pressemeldungen

Elektromobilität und Digitalisierung im Mittelpunkt

Berlin, 06. April 2017

Zweiter Tag des 19. Technischen Kongresses des VDA in Berlin – Europas wichtigstes Expertentreffen der Automobilindustrie

Am zweiten Tag des 19. Technischen Kongresses des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) stehen die beiden Schwerpunktthemen „Fahrzeugsicherheit und Elektronik“ sowie „Umwelt, Energie und Elektromobilität“ im Mittelpunkt. Der Technische Kongress in Berlin ist das wichtigste Branchentreffen der Automobilindustrie und wird zudem begleitet von 17 Ausstellern. Mit über 700 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurde ein neuer Höchststand erreicht. Der Technische Kongress wird immer internationaler: Botschafter und Botschaftsdelegierte aus zehn Ländern – den USA, der Volksrepublik China, der Russischen Föderation sowie Aserbaidschan, Estland, Jemen, Kasachstan, der Republik Kosovo, der Republik Mauritius und der Demokratischen Bundesrepublik Nepal – haben sich angemeldet. Gut 50 hochrangige Vertreter der Automobilindustrie referieren auf dem Technischen Kongress

Den zweiten Kongresstag eröffnete am Donnerstag Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Integrität und Recht, mit einer Session zum Thema „Autonomes Fahren, Recht und Ethik“ und betonte: „Recht und Ethik müssen mit der technischen Entwicklung Schritt halten. Für die teilautomatisierten Systeme, die bereits heute auf der Straße sind, bieten die bestehenden rechtlichen Regularien und ethischen Grundlagen den geeigneten Rahmen. Für die Zukunft des autonomen Fahrens, bei dem der Fahrer nur noch Passagier ist oder es gar keinen Fahrer mehr gibt, muss die bestehende Rechtsordnung ausgebaut und neu interpretiert werden.“

Jungo Brüngger unterstrich die Bedeutung eines öffentlichen Diskurses: „Im Sinne einer verantwortungsvollen Herangehensweise an das autonome Fahren ist es darüber hinaus wichtig, die rechtlichen und ethischen Fragen in einem breiten Diskurs zu besprechen. Um die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Zukunftstechnologie zu fördern, brauchen wir den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.“

Anschließend erläuterten Thorsten Gollewski, Leiter Vorentwicklung der ZF Friedrichshafen AG, sowie Dr. Axel Heinrich, Leiter Konzernforschung der Volkwagen AG, in ihren jeweiligen Key Notes die Bedeutung der „Vision Zero“. Gollewski erläuterte die Technologien der Automatisierung bis hin zum unfallfreien Fahren, Dr. Heinrich stellte die Frage „Vision Zero – welche Beiträge kann die Automobilindustrie liefern“.

Eine weitere Keynote-Session war der Digitalisierung gewidmet. Dr Steffen Berns, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Car Multimedia GmbH, sprach über „Connected Mobility – Opportunities of the 3rd Space (das digitalisierte Auto als „dritter Raum“ neben Wohnung und Arbeitsplatz). Dr. Christoph Grote, Bereichsleiter Elektronik der BMW AG, referierte zum Thema „Daten Ownership: Marktpotenzial und Kundennutzen“. Ralf Lenninger, Executive Vice President Business Unit Intelligent Transportation Systems, Continental Automotive GmbH, sprach über „Data Ownership: Konflikt oder gemeinsame Perspektive zwischen OEM und Zulieferer?“. Thilo Koslowski, Geschäftsführer von Porsche Digital, erläuterte „Die digitale Renaissance des Automobils“. Dr. Stefan Jockusch, Leiter Strategie, Siemens PLM Software, nahm sich des Themas „Transformation of developments and production - Creating the Digital Twin of Tomorrow’s Cars“ an. Dabei erfolgt die Entwicklung eines Fahrzeugs dank der Simulation mit einem „digitalen Zwilling“ entlang der gesamten Entwicklungskette.

Im Themenblock „Umwelt, Energie und Elektromobilität“ wurden die Effizienzpotentiale im Antriebsstrang vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen erläutert. Auch wurde die Frage behandelt, welche neuen Möglichkeiten für die Hybridisierung das neue 48-Volt-Bordnetz bietet.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Head of Department Press

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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