Pressemeldungen

Wissmann: Deutsche Automobilindustrie erhöht Innovationstempo

Berlin, 04. Juli 2017

Statement von Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der VDA-Halbjahres-Pressekonferenz am Dienstag, 04.07.2017, Berlin

Die Bilanz der ersten sechs Monate ist in den Weltmärkten überwiegend positiv. Offensichtlich trotzen die Verkaufszahlen in den wichtigsten Märkten den gestiegenen politischen Risiken und Debatten im In- und Ausland.

Der Pkw-Inlandsmarkt ist um 3 Prozent auf rund 1,8 Mio. Einheiten gestiegen, die Beschäftigung umfasst 812.000 Mitarbeiter – das ist der höchste Stand seit 26 Jahren. Produktion und Export lagen leicht unter dem hohen Vorjahresniveau. Auf den großen Märkten – USA, China, Europa – hat sich die Wachstumsdynamik der letzten Jahre verringert.

Das ist kein Grund zu Pessimismus, zeigt aber gegen Ende der Legislaturperiode: Wirtschaftspolitisch besteht weder national noch international – Stichwort Handelspolitik – Anlass, sich zurückzulehnen. Deutschland muss in der kommenden Legislaturperiode wieder an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten. Das ist auch für den Automobilstandort Deutschland, gerade aus Sicht der Zulieferer, unverzichtbar.

Dabei haben wir alle Chancen, unsere starke industrielle Position zu behaupten. Die Perspektiven für das Gesamtjahr 2017 sind ordentlich. Der Pkw-Weltmarkt wächst weiter auf 84,5 Mio. Pkw (+2 Prozent). Das ist alles andere als selbstverständlich. Die bisherigen Krisenländer (Brasilien, Russland) erholen sich langsam. Ihre langjährige Talfahrt ist zumindest vorbei, es geht wieder voran, allerdings von einem niedrigen Niveau aus.

Die drei großen Märkte – USA, China, Europa – stehen für 70 Prozent des Pkw-Weltmarktes.

  • Der US-Markt (Light Vehicles) bleibt 2017 in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres (17,5 Mio. LV).
  • China legt – nach einem 18-Prozent-Wachstum im Vorjahr – in 2017 nur etwa um 2 Prozent auf 24,1 Mio. Pkw zu, und nicht, wie noch im Dezember 2016 prognostiziert, um 5 Prozent.
  • Europa (EU28 + EFTA) wird mit 15,4 Mio. Pkw den Vorjahreswert leicht überschreiten (+2 Prozent).

Die Märkte profitieren weiterhin von niedrigen Zinsen und einem ebenfalls niedrigen Ölpreis.

Doch andererseits gibt es international einige erhebliche politische Risiken. Dazu gehört der Brexit mit all seinen Unsicherheiten und einem ungewissen Ausgang der Verhandlungen. Dazu gehören handelspolitische Fragen Europas – in Richtung USA ebenso wie mit Blick auf China. Erfreulich ist hingegen – nicht nur aus Sicht der Automobilindustrie – die klare Ansage des neuen französischen Präsidenten Macron für Europa und eine enge Partnerschaft mit Deutschland.

In diesem insgesamt schwieriger werdenden Umfeld kommt der deutschen Automobilindustrie sehr zugute, dass sie weltweit aufgestellt ist, mit Fertigungsstandorten in 22 Ländern außerhalb Deutschlands. Sie hat im vergangenen Jahr 15,8 Mio. Pkw produziert, davon 10,1 Mio. Einheiten im Ausland. Allein in China liefen 4 Mio. Pkw deutscher Konzernmarken von den Bändern, in den USA waren es 850.000 Light Vehicles. Ähnlich international ausgerichtet sind unsere Zulieferer – mit mehr als 2.200 Auslandsstandorten in rund 80 Ländern. Die Zahl der Auslandsstandorte hat sich seit Anfang des Jahrzehnts um mehr als 40 Prozent erhöht. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Auslandsproduktion auf 10,4 Mio. Pkw.

Wir erwarten, dass die Pkw-Inlandsproduktion 2017 mit 5,6 Mio. Einheiten leicht unter Vorjahresniveau liegen wird (-2 Prozent), das gilt auch für den Export (4,3 Mio. Pkw). Zum einen wirkt sich hier die Abschwächung des britischen Marktes aus, zum anderen die steigende Auslandsproduktion.

Die Exportquote beträgt 77 Prozent.

Wir erwarten, dass der Pkw-Inlandsmarkt 2017 mit 3,35 Mio. Neuzulassungen sein hohes Niveau halten wird.

Da wir weltweit aktiv sind, ist für uns die jeweilige wirtschaftliche Lage in den Regionen natürlich wichtig. Schon heute ist klar: Das geringere Wachstum des Pkw-Weltmarktes führt zu einem noch schärferen internationalen Wettbewerb. Hinzu kommen Risiken wie eine mögliche Neuausrichtung der US-Handelspolitik, die Folgen des Brexit sowie politische Instabilitäten, etwa in Brasilien.

Der Wind wird also rauer. Die gute Beschäftigungslage an unseren Inlandsstandorten hängt entscheidend von der Exportstärke unserer Industrie ab. Sie ist nicht naturgegeben. Offene Märkte  und damit eine klare Handelspolitik sind wichtiger denn je. Exportstärke muss darüber hinaus Tag für Tag neu erarbeitet werden. Wie groß diese Anstrengungen sind, zeigt eine Zahl: Die deutsche Automobilindustrie investiert in Forschung und Entwicklung weltweit 39 Mrd. Euro – doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Ein Drittel dieser Aufwendungen stemmen übrigens die Zulieferer.

 

Elektromobilität nimmt Fahrt auf

Die Weichen für künftigen Markterfolg werden heute gestellt. Deshalb investieren wir – neben der Digitalisierung – massiv in alternative Antriebe, vor allem in die Elektromobilität: Bis zum Jahr 2020 sind das 40 Mrd. Euro.

Und wir kommen jetzt mehr und mehr voran, die jüngsten Wachstumsraten sind erfreulicher als vor einem Jahr, der Markt nimmt Fahrt auf. Allein im Mai sind die Elektro-Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um 178 Prozent auf 3.846 Fahrzeuge gestiegen, natürlich noch ausgehend von einem niedrigen Niveau. Damit liegt die Wachstumsrate bei Elektroautos um das Vierzehnfache höher als die des Pkw-Gesamtmarktes (+13 Prozent). Sowohl Plug-in-Hybride (+193 Prozent) als auch rein batterie-elektrisch angetriebene Pkw (+159 Prozent) sorgten für den hohen Zuwachs.

Auch im bisherigen Jahresverlauf ist das Wachstum bei Elektro-Pkw deutlich: Bis Mai wurden mit 17.763 Einheiten mehr als doppelt so viele Elektro-Pkw neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum (+102 Prozent), während der gesamte Pkw-Markt lediglich um 5 Prozent zulegte. Der Elektroanteil an allen Pkw-Neuzulassungen hat sich damit verdoppelt (1,2 Prozent). Unter den Top-Ten befinden sich sechs deutsche Modelle. Mit einem Markanteil von 60 Prozent sind die deutschen Konzernmarken gut unterwegs.

 

Umweltbonus wichtiger Treiber

Ein wichtiger Treiber für die Dynamik ist der Umweltbonus: Bis Ende Mai sind über 20.000 Anträge eingegangen. Die Zahl der Anträge seit Jahresbeginn (11.604) entspricht etwa zwei Dritteln (65 Prozent) der gesamten E-Neuzulassungen im Zeitraum Januar bis Mai 2017 (17.763). Außerdem hat diese Fördermaßnahme mit dazu geführt, dass die privaten Haushalte zunehmend Elektro-Pkw anmelden: Ihr Anteil an den Elektro-Neuzulassungen erhöhte sich auf 29 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) und liegt nur noch knapp hinter den Firmenwagen (31 Prozent). Dazu passt, dass etwa die Hälfte der Elektro-Neuzulassungen Fahrzeuge aus der Kompaktklasse oder Kleinwagen sind.

Insgesamt ist für den Hochlauf der Elektromobilität ein Dreiklang notwendig: Ausbau der Ladeinfrastruktur, höhere Reichweite der Modelle, günstigere Kosten.

In allen drei Bereichen gibt es Fortschritte, deutsche Hersteller leisten dazu wichtige Beiträge. Die Reichweitenfrage ist bei den kommenden Modellen gelöst, wir reden dann von 500 Kilometern mit einer Batterieladung. Und die Kosten für die Batterie sinken stetig.

Nicht nur die Bundesregierung fördert den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit 300 Mio. Euro. Auch Automobilunternehmen planen den Aufbau eines ultraschnellen Hochleistungsladenetzes an Autobahnen in Europa.

 

Deutsche Hersteller mit hohem Elektro-Marktanteil

Die deutschen Pkw-Hersteller bauen ihren Marktanteil bei neu zugelassenen Elektro-Pkw in Europa deutlich aus: In den ersten fünf Monaten stieg er auf 49 Prozent (Vorjahreszeitraum: 45 Prozent), in Norwegen etwa kletterte er auf 57 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent). Das unterstreicht: Die deutsche Automobilindustrie zählt im internationalen Vergleich zu den Leitanbietern bei der Elektromobilität. Bis zum Jahr 2020 werden unsere Hersteller das Modellangebot an E-Autos mehr als verdreifachen – von heute 30 auf rund 100.

 

Diesel: Differenzierung notwendig

Zum Diesel: Er ist Dauerbrenner in der öffentlichen, aufgeheizten Diskussion, sein Ruf hat in den vergangenen Monaten zweifelsohne gelitten. Das bedauern wir. Und wir wissen, dass die Industrie zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Denn unstrittig ist: Es sind mancherorts schwerwiegende Fehler passiert und die Situation, in der sich die Branche heute befindet, sowie die vielen Unsicherheiten rund um den Diesel gehen auch auf das Konto von Automobilunternehmen.

Doch bei aller berechtigten Kritik: Die Schwarz-Weiß-Malerei, die sich in Teilen der Öffentlichkeit und Politik derzeit findet, ist eher Zerrbild als Abbild der Wirklichkeit.

Wahr ist: In einigen deutschen Städten werden an den Messstellen die von der EU vorgegebenen Jahresmittelwerte für Stickstoffdioxid überschritten, der Diesel hat daran seinen Anteil. Wahr ist aber auch: Trotz steigenden Verkehrsaufkommens wird die Luft in den Städten immer sauberer. Die Stickoxid-Werte in Deutschland sind heute 60 Prozent niedriger als vor 15 Jahren.

Von insgesamt 246 Verkehrsmessstationen in Deutschland überschreiten noch 142 (rund 58 Prozent) den erlaubten Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m3) NO2.

Allerdings ist die Überschreitung bei zwei Dritteln dieser Messstationen mit Werten von 49 Mikrogramm NO2 oder weniger sehr gering. Mit gezielten Maßnahmen wird auch an diesen Messstationen bereits in absehbarer Zeit der Grenzwert eingehalten werden können. Lediglich 14 Messstationen, die an stark befahrenen Straßen liegen, erreichen noch Werte von 60 Mikrogramm NO2 oder mehr.

Das bedeutet nicht, dass kein Handlungsbedarf besteht. Aber diejenigen, die gegenwärtig eine Gefahr für die nationale Gesundheit ausrufen, haben offenbar die Verhältnismäßigkeiten aus dem Blick verloren. Außerdem passen so manche Bausteine der Luftreinhaltepolitik nicht zueinander. Das zeigt sich etwa, wenn man die Vorgaben für die Luftqualität am Arbeitsplatz mit denen für die Umgebungsluft vergleicht. So liegt der NO2-Grenzwert in Deutschland für Arbeitsplätze bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – und damit rund 20-mal so hoch wie der, der an Verkehrsmessstationen erlaubt ist.

Unser Petitum ist daher: Differenzierung statt Diffamierung. Fakten statt Skandalisierung.

Denn nur so kann die weitere Verunsicherung der Autofahrer vermieden und die moderne Diesel-Technologie als ein wichtiger Pfeiler des Industriestandorts Deutschland erhalten werden.

Dass bereits die Ankündigungen von Einfahrtsbeschränkungen viele Bürger, Gewerbetreibende und Handwerker erheblich verunsichert haben, zeigt die Marktentwicklung. Wir sehen mit Sorge, dass der Marktanteil des Euro-6-Diesel sinkt, während der des Benziners entsprechend steigt. Das ist auch deshalb beunruhigend, weil der Euro-6-Diesel um 15 Prozent geringere CO2-Emissionen hat als ein vergleichbares Modell mit Ottomotor. Je geringer der Dieselanteil, desto mehr entfernen wir uns von den Klimaschutzzielen.

Eine sachorientierte  Debatte muss zur Sprache bringen, dass jede Antriebsart ihre Stärken und Schwächen hat. Der Diesel hatte früher – neben dem Vorteil bei CO2 – Nachteile bei den NOx-Emissionen. Die neueste Diesel-Generation mit Euro-6 hat hier einen großen Schritt nach vorn gemacht, sie hat gegenüber ihrem Euro-5-Vorgänger 50 Prozent niedrigere Stickoxidwerte. Zudem ist dank serienmäßig eingebauter Partikelfilter das Feinstaubproblem schon seit vielen Jahren gelöst. Für Feinstaubalarm durch Diesel und daraus abgeleitete Fahrverbote besteht also kein Anlass.

 

Hersteller prüfen Nachbesserungen von Euro-5-Diesel

Trotzdem ist klar: Die Oberbürgermeister der betroffenen Städte stehen bei der Luftreinhaltung vor großen Herausforderungen. Die Automobilindustrie ist sich dessen bewusst und will ihren Beitrag zur Lösung leisten. Gemeinsam mit der Politik entwickeln wir Konzepte zur Vermeidung von Fahrverboten und zur Verbesserung der Luftqualität.

Es gibt eine breite Palette an Instrumenten, um die Luftqualitätswerte zu verbessern. Dazu gehören neben moderner Abgasnachbehandlung die Verflüssigung und Digitalisierung des Verkehrs, die Förderung alternativer Antriebe und Mobilitätsangebote sowie eine rasche Flottenerneuerung, vor allem von Taxis und Bussen. Keine Maßnahme allein wird ausreichen, um kurzfristig in den betroffenen Städten den sehr anspruchsvollen Luftqualitätswerten zu entsprechen. Im Ergebnis kommt es also auf wirkungsvolle Paketlösungen an.

Ein Element eines solchen Maßnahmenpakets könnte die wirksame Verbesserung der innerstädtischen Stickoxid-Emissionen von Euro-5-Diesel mittels neuer Software sein. Aktuell gehen die deutschen Hersteller davon aus, dass etwa die Hälfte ihrer Euro-5-Diesel, die auf den Straßen unterwegs sind, für solch eine Nachbesserung geeignet ist. Durch ein Software-Update könnten diese Euro-5-Fahrzeuge ihre NOx-Emissionen auf der Straße deutlich senken, ohne jedoch das Niveau neuer Euro-6-Fahrzeuge zu erreichen.

Ziel einer solchen Nachbesserung wäre es, Fahrverbote zu vermeiden und die Verbesserung der Luftqualität, die ohnehin durch die natürliche Bestandserneuerung in den kommenden Jahren erfolgt, zu beschleunigen. Dafür ist ein politisches Gesamtkonzept nötig.

Derzeit gehören erst 18 Prozent der Diesel-Pkw auf deutschen Straßen der Euro-6-Norm an. Je schneller mehr Euro-6-Fahrzeuge auf die Straße kommen, desto größer ist der Fortschritt für die Luftqualität. Bis Ende 2020 werden etwa 50 Prozent des gesamten Diesel-Pkw-Bestands moderne Euro-6-Diesel sein. Das heißt: In wenigen Jahren wird die Stickoxidfrage aller Voraussicht nach gelöst sein. Es gibt also intelligentere Maßnahmen als Fahrverbote.

 

Auch bei der Digitalisierung im „driver’s seat“

Die Digitalisierung ist der zweite Megatrend, den die deutsche Automobilindustrie engagiert vorantreibt. Auch hier haben wir – wie bei der Elektromobilität – das klare Ziel, im „driver’s seat“ zu sein. Die deutsche Automobilindustrie hat einen Anteil von 58 Prozent an den weltweiten Patenten im vernetzten und automatisierten Fahren. Wir wollen weiter führend bleiben. Darum investieren unsere Unternehmen in den nächsten drei bis vier Jahren weitere 16 bis 18 Mrd. Euro in Technologien der Digitalisierung.

Wir wissen: Der Verkehr in Städten nimmt zu. Um Mobilität auch künftig effizient, umweltschonend und sicher zu gestalten, ist eine enge Kooperation aller Beteiligten nötig. Deswegen haben sich vor einem Jahr sieben deutsche Städte, acht Unternehmen der deutschen Automobilindustrie und der VDA zur „Plattform Urbane Mobilität“ zusammengeschlossen. Das Interesse weiterer Städte daran ist groß, auch von Stuttgart. Mit diesem Schulterschluss wollen wir gemeinsam innovative Lösungen entwickeln, um die Lebensqualität der Bürger in den Städten zu erhöhen.

 

IAA Pkw 2017 – Schaufenster für die Mobilität von morgen

Die Welt der Mobilität verändert sich. Das werden die Besucher auf der Leitmesse für Mobilität, der 67. IAA PKW im September in Frankfurt am Main, sehen. Getreu dem diesjährigen IAA-Motto werden sie „Zukunft erleben“ (englisch: „Future Now“). Die IAA sieht sich damit als Treiber der Innovation. Als Veranstalter der IAA Pkw entwickeln wir die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse konsequent weiter. Die IAA zeigt die ganze Bandbreite der Innovation unserer Branche von der Digitalisierung über die Elektromobilität bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten, insbesondere in Städten. Mit der „New Mobility World“ adressieren Aussteller und Veranstalter diese Themen noch stärker als 2015.

Auf der New Mobility World 2017 treffen Innovatoren aus Tech- und IT-Unternehmen sowie Startups auf etablierte Player. Dazu gehören u. a. BlaBlaCar, Harman, IBM, International Industries, Kaspersky, Merck, NXP, Qualcomm, Siemens, Sony, TomTom, Telekom, Allianz, SAP und McKinsey. Facebook ist Partner der New Mobility World, Sheryl Sandberg von Facebook wird unser Gast auf der IAA sein.

Die neue Welt im Bereich der Digitalisierung, dem automatisierten Fahren und der Elektromobilität wird nicht nur in Halle 3.1, sondern auch auf dem zentralen Freigelände, der Agora, auf einer großen Fläche „in action“ für die Besucher zu erleben sein. Akteure dort sind Audi, Daimler, Volkswagen sowie die großen Zulieferer Bosch, Continental und ZF.

Bisher haben sich zur IAA über 50 Pkw-Marken angemeldet, darunter die größten Automobilhersteller aus Europa, den USA und Asien. Zudem kommen junge chinesische Hersteller (WEY, Chery) erstmals zur IAA.  Sie haben für ihren Messeauftritt gezielt diese Leitmesse gewählt. Das unterstreicht die internationale Reputation der IAA. Viele hunderte Zulieferer kommen hinzu.

Natürlich laufen die Vorbereitungen zur IAA bei den Ausstellern, am Messestandort und bei uns seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Journalisten können sich seit gestern online akkreditieren (www.iaa.de). Die 67. IAA Pkw findet vom 14. bis 24 September 2017 in Frankfurt am Main statt, vorgeschaltet sind die Pressetage am 12. und 13. September mit insgesamt rund 100 Pressekonferenzen. Am 14. September wird Bundeskanzlerin Merkel die IAA offiziell eröffnen.

Wir freuen uns auf eine sehr spannende Messe!

 

Zusammenfassung:

  • Das erste Halbjahr ist, mit Blick auf die Märkte, positiv verlaufen. Besonders Europa findet zu alter Stärke zurück. Länder wie Russland oder Brasilien fassen wieder Tritt. Auch für das Gesamtjahr sind wir trotz mancher Risiken zuversichtlich.
  • Die aktuell steigenden Wachstumsraten bei der Elektromobilität – und unsere hohen Marktanteile in wichtigen E-Ländern – zeigen die Attraktivität der deutschen Modelle. Wir sind weltweit einer der Leitanbieter und werden die Zahl unserer E-Modelle verdreifachen. Dahinter stehen zweistellige Milliardeninvestitionen.
  • Trotz der Kontroversen um den Diesel  bleibt er notwendig, um die CO2-Ziele zu erreichen. Zudem ist klar: Benziner und Diesel werden noch etliche Jahre eine tragende Säule der Mobilität sein. Ihr Potenzial bei der Verbrauchssenkung liegt noch bei weiteren 10 bis 15 Prozent.
  • Die deutsche Automobilindustrie ist auch bei der Digitalisierung führend. Diese macht das Autofahren noch sicherer, komfortabler und effizienter.
  • In der kommenden Legislaturperiode muss Deutschland verstärkt sein Augenmerk auf wirtschaftspolitische Fragen legen und an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten – zur Sicherung der deutschen Standorte. Und mit großem Engagement bereitet sich die gesamte Branche auf die IAA Pkw vor, die weltweite Leitmesse für Mobilität. Sie wird neue Maßstäbe bei den Zukunftsthemen setzen.
  Juni 2017 Januar - Juni 2017
Personenkraftwagen *) Anzahl Veränderung
17/16 in %
Anzahl Veränderung
17/16 in %
Neuzulassungen 327.800 -3 1.787.100 3
  davon
    dt. Marken inkl. Konzernmarken 225.100 -7 1.238.500 0
    ausl. Marken 102.700 4 548.600 11
Export 369.500 -11 2.245.300 -2
Produktion 493.300 -12 2.940.900 -3
*) z.T. vorläufig
Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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