VDA-Präsident Mattes: Deutsche Hersteller wachsen in China schneller als der Markt

Berlin, 23. April 2018

Deutsche Automobilindustrie mit zahlreichen Premieren zur Auto China nach Peking – Zum
15. Mal Roundtable für China-CEO der VDA-Zulieferer in Peking – Signal für mehr Marktöffnung zügig umsetzen

„Die deutschen Pkw-Hersteller gehen mit Zuversicht zur Auto China nach Peking, sie haben spannende Premieren im Gepäck. Zudem gibt uns der Markt Rückenwind. Während der gesamte chinesische Pkw-Markt im 1. Quartal 2018 um knapp 4 Prozent auf rund 6 Mio. Neuwagen zulegte, konnten die deutschen Konzernmarken ihren Absatz gut doppelt so stark steigern – um 8,6 Prozent auf 1,28 Mio. Pkw. Unser Marktanteil ist damit um einen Prozentpunkt auf 21,3 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass die Modelloffensive unserer Hersteller von den anspruchsvollen Kunden in China angenommen wird“, betonte Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), im Vorfeld der Automobilmesse, die vom 27. April bis 4. Mai stattfindet.

„Besonders hoch ist unser Wachstum im wichtigen SUV-Segment“, unterstrich Mattes. Die SUV-Verkäufe der deutschen Konzernmarken legten bis März um knapp 26 Prozent zu, der SUV-Markt insgesamt wuchs um gut 11 Prozent auf knapp 2,7 Mio. Einheiten. Auch im Car-Segment erhöhten die deutschen Hersteller mit über 1 Mio. verkauften Neuwagen ihren Absatz (+5 Prozent) stärker als der Gesamtmarkt (+1 Prozent).

Seit China im Jahr 2013 den US-amerikanischen Light-Vehicle-Markt überholt hat, ist der chinesische Pkw-Markt der weltweit größte. Seit Beginn des Jahrzehnts hat sich der Markt von 11,3 Mio. Pkw auf 24,2 Mio. Pkw im Jahr 2017 mehr als verdoppelt. Für das laufende Jahr rechnet der VDA mit einem Marktvolumen von 24,7 Mio. Pkw (+2 Prozent).

VDA-Präsident Mattes wertete die jüngst angekündigte schrittweise Marktöffnung Chinas für ausländische Automobilhersteller positiv: „Das ist ein wichtiger Schritt für offenere Märkte und ein klares Zeichen für freien Wettbewerb. Dieses Signal sollte jetzt zügig umgesetzt werden. China hat selbst großes Interesse daran, international erfolgreich zu sein, deshalb ist die Gleichbehandlung nationaler und internationaler Unternehmen eine entscheidende Voraussetzung. Diesen Weg der Öffnung des eigenen Marktes sollte China in allen Bereichen weiter gehen.“ China ist für die deutschen Hersteller und Zulieferer nicht nur Absatzmarkt, sondern vor allem auch ein wichtiger Produktionsstandort. „Verbesserungen bei den Investitions-bedingungen in China stärken unsere Zusammenarbeit mit China und lassen auch China selbst seine wirtschaftlichen Ziele besser erreichen“, so Mattes.

Der VDA ist mit dem VDA QMC China (Qualitäts Management Center) seit über zehn Jahren vor Ort präsent. Und seit 2014 gibt es das VDA Office China in Peking. Anlässlich der Automobilmesse in Peking veranstaltet der VDA bereits zum 15. Mal seinen Roundtable für die chinesischen CEO der VDA-Zulieferer, den VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig am 26. April 2018 leitet.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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