Pressemeldungen

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zu den jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump

Berlin, 05. März 2018

Wir beobachten die aktuelle Entwicklung mit großer Sorge. Strafzölle können nicht die Lösung sein. Ein Handelskrieg zwischen den USA und Europa muss auf jeden Fall vermieden werden. In einem solchen Handelskrieg gibt es nur Verlierer, auf allen Seiten.

Während wir unsere Produktion in den USA seit etlichen Jahren strategisch ausbauen, sinkt der Export aus Deutschland. Die deutschen Automobilhersteller exportierten im vergangenen Jahr 494.000 Autos nach Amerika. Gegenüber dem Jahr 2013 ist das ein Rückgang um ein Viertel.

Gleichzeitig haben wir unsere Produktion an US-Standorten seit 2013 um 180.000 Einheiten auf 804.000 Fahrzeuge erhöht.

Die deutschen Hersteller beschäftigen in den USA 36.500 Mitarbeiter, 5.700 mehr als noch im Jahr 2013. Hinzu kommen rund 80.000 Mitarbeiter bei deutschen Zulieferern. Dieser hohe Beschäftigungsstand ist darin begründet, dass die Zulieferer nicht nur die deutschen OEM als Kunden haben, sondern auch andere Hersteller, die in den USA oder im Nafta-Raum produzieren.

Die deutschen Hersteller leisten einen erheblichen Beitrag auch für die automobile Handelsbilanz der USA: Gut jedes zweite Auto, das unsere Hersteller in den USA produzieren, geht als Export nach Europa, Asien und den Rest der Welt. Das sind rund 430.000 Fahrzeuge. Damit ist unser Anteil am gesamten US-Export (Light Vehicles) mit rund einem Viertel dreimal so hoch wie unser US-Marktanteil.

Für beide Seiten bringt dies Vorteile. Sie dürfen jetzt nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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