Maut-Gesetz bringt erhebliche Mehrbelastung

Berlin, 15. Mai 2018

Geringerer Mautunterschied zwischen Euro V und VI reduziert Anreize zur Flottenerneuerung

VDA-Präsident Bernhard Mattes: „Der VDA sieht die erhebliche Mehrbelastung für die deutsche Wirtschaft sehr kritisch. Allein durch die Umsetzung des neuen Gesetzes entsteht eine Mehrbelastung in den Jahren 2019 bis 2022 von über 4 Mrd. Euro. Diese Mehrbelastung addiert sich zu den bereits deutlichen Kostensteigerungen für Wirtschaft und Verbraucher infolge der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen zum 1. Juli 2018.

Kritisch ist ferner, dass ab 1. Januar 2019 auch für Fahrzeuge der Klasse Euro VI ein Zuschlag für sogenannte Luftverschmutzungskosten in Höhe von 1,1 Cent/km erhoben werden soll. Damit verringert sich der Mautunterschied zu Euro V auf nur noch 1,1 Cent/km. Entsprechend reduzieren sich die Anreize zur Flottenerneuerung. Die besonders emissionsarme Euro VI-Fahrzeuge sollten von diesem Zuschlag ausgenommen bleiben.

Zudem wird künftig auch einen Zuschlag für die Lärmbelastungskosten in Höhe von 0,2 Cent/km erhoben. Es ist nicht zu erkennen, wie hierdurch ein Beitrag zur Minderung der Lärmbelastung geleistet werden soll, da es sich um einen einheitlichen Satz für alle Fahrzeuge unabhängig von ihren konkreten Geräuschemissionen und unabhängig z.B. auch von der jeweiligen Fahrbahnbeschaffenheit handelt.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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