Pressemeldungen

VDA-Präsident Mattes zur Prüfung von Importzöllen durch die US-Administration

Berlin, 24. Mai 2018

„Nachdem US-Präsident Trump schon mehrfach mögliche höhere Importzölle auf Autos angesprochen hatte, war damit zu rechnen, dass die US-Administration auch offiziell mit dieser Frage beauftragt wird. Die jetzt eingeleitete Untersuchung des US-Handelsministeriums, die mehrere Monate dauern kann, kommt daher nicht überraschend.

Die deutsche Automobilindustrie beobachtet die aktuelle Entwicklung aufmerksam und mit Sorge. Eine Erhöhung der Zollschranken sollte vermieden werden. Die deutsche Automobilindustrie hat sich stets weltweit für den gegenseitigen Abbau von Zöllen und für Freihandelsabkommen ausgesprochen.

Während wir unsere Produktion in den USA seit etlichen Jahren strategisch ausbauen, sinkt der Export aus Deutschland. Die deutschen Automobilhersteller exportierten im vergangenen Jahr 494.000 Autos nach Amerika. Gegenüber dem Jahr 2013 ist das ein Rückgang um ein Viertel.

Gleichzeitig haben wir unsere Produktion an US-Standorten seit 2013 um 180.000 Einheiten auf 804.000 Fahrzeuge erhöht. Dies entspricht einem Anteil von 7,4 Prozent an der gesamten US-Fertigung (10,9 Mio. Light Vehicles).

Die deutschen Hersteller beschäftigen in den USA 36.500 Mitarbeiter, 5.700 mehr als noch im Jahr 2013. Hinzu kommen rund 80.000 Mitarbeiter bei deutschen Zulieferern. Dieser hohe Beschäftigungsstand ist darin begründet, dass die Zulieferer nicht nur die deutschen OEM als Kunden haben, sondern auch andere Hersteller, die in den USA oder im Nafta-Raum produzieren. Insgesamt hat die deutsche Automobilindustrie also 116.500 Beschäftigte in ihren US-Werken.

Die deutschen Hersteller leisten einen erheblichen Beitrag auch für die automobile Handelsbilanz der USA: Gut jedes zweite Auto, das unsere Hersteller in den USA produzieren, geht als Export nach Europa, Asien und den Rest der Welt. Das sind rund 430.000 Fahrzeuge. Damit ist unser Anteil am gesamten US-Export (Light Vehicles) mit rund einem Viertel dreimal so hoch wie unser US-Marktanteil (8 Prozent). 2017 haben die deutschen Konzernmarken in den USA 1,35 Mio. Light Vehicles abgesetzt.“

 

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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