Pressemeldungen

Westeuropa mit gutem Start ins zweite Halbjahr

Berlin, 15. August 2018

Auch Brasilien, Japan und Russland legten im Juli zu – China, USA und Indien rückläufig

Im Juli haben sich die internationalen Automobilmärkte unterschiedlich entwickelt. Während in Westeuropa (EU15+EFTA) ein hohes einstelliges Wachstum erzielt wurde, ging der Absatz in den USA und in China zurück. In Indien sank der Absatz aufgrund eines Sondereffekts. Japan legte leicht zu. In Brasilien und Russland wurden zweistellige Wachstumsraten erreicht.

In Westeuropa stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Juli um 9 Prozent auf 1,2 Mio. Neufahrzeuge. Allerdings gab es einen Arbeitstag mehr als im Vorjahresmonat. Auf den fünf großen Einzelmärkten wurden durchweg positive Wachstumsraten erzielt: In Frankreich und Spanien schnellte der Pkw-Absatz um jeweils 19 Prozent nach oben, in Deutschland wurde ebenfalls ein zweistelliges Wachstum erzielt (+12 Prozent). Italien kam auf plus 4 Prozent. In Großbritannien verlief der Juli leicht positiv (+1 Prozent). In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres legte der westeuropäische Pkw-Markt um 3 Prozent auf gut 9,1 Mio. Fahrzeuge zu.

Das Absatzvolumen auf dem US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) ist im Juli um 3 Prozent auf knapp 1,4 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Von Januar bis Juli wurden 9,9 Mio. Fahrzeuge verkauft (+1 Prozent). Der Trend zu Light Trucks hält weiter an: Seit Jahresbeginn stieg deren Absatz um 9 Prozent, während die Pkw-Verkäufe um 12 Prozent abnahmen.

Der chinesische Markt entwickelte sich im Juli erwartungsgemäß schwächer und ging um 6 Prozent auf knapp 1,6 Mio. Neuwagen zurück.  In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres hingegen ist ein Wachstum von 4 Prozent auf 13,1 Mio. Pkw zu verzeichnen.

In Indien ging der Pkw-Absatz im Juli um 3 Prozent auf 291.000 Neuwagen zurück. Dies ist auf das ausgesprochen hohe Absatzniveau des Vorjahresmonats zurückzuführen. Verbraucher hatten damals ihre Nachfrage in der Erwartung sinkender Preise – bedingt durch eine Steuerreform – in den Juli aufgeschoben. Zwischen Januar und Juli 2018 wurden 2,0 Mio. Pkw verkauft, 11 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Neuwagengeschäft in Japan entwickelte sich im Juli mit einem Wachstum von 3 Prozent positiv (368.900 Einheiten). Im bisherigen Jahresverlauf ist mit rund 2,7 Mio. Pkw hingegen ein Rückgang von 2 Prozent zu verbuchen.

In Russland wuchs der Pkw-Markt im Juli erneut um 11 Prozent und erreichte ein Volumen von 143.500 Einheiten. Es war der 15. Monat in Folge mit zweistelliger Wachstumsrate. Bis Juli wurden 992.700 Neufahrzeuge verkauft (+17 Prozent).

Der brasilianische Light-Vehicle-Markt ist im Juli um 17 Prozent gewachsen. Das Marktvolumen belief sich auf 209.100 Light Vehicles. Damit endete die im Mai durch den Fernkraftfahrerstreik ausgelöste Phase schwacher Wachstumsraten. In den ersten sieben Monaten wurden in Brasilen 1,3 Mio. Fahrzeuge neuzugelassen, 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  Juli 2018 Januar - Juli 2018
  Anzahl Veränderung
18/17 in %
Anzahl Veränderung
18/17 in %
Westeuropa (EU15+EFTA) 1.188.700 9,0 9.140.500 2,9
Russland** 143.500 10,6 992.700 17,0
USA** 1.360.100 -3,4 9.934.400 1,3
Japan 368.900 3,3 2.660.900 -1,6
Brasilien** 209.100 16,8 1.338.200 -14,2
Indien 291.000 -2,7 2.026.000 10,6
China 1.553.900 -5,9 13.094.100 4,0
* ohne Malta
** Light Vehicles
Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
Nach oben springen