Pressemeldungen

Statement von Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zur Entscheidung des Koalitionsausschusses

Berlin, 02. Oktober 2018

„Deutsche Automobilhersteller haben der Bundesregierung unternehmensindividuelle Anreizprogramme zur Bestandserneuerung zugesagt. Die Hersteller werden ihren Kunden in den 14 besonders belasteten Städten kurzfristig sehr attraktive Angebote machen.

Unser oberstes Ziel bleibt die Vermeidung von Fahrverboten. Dazu verfolgen wir schnelle und zielgerichtete Lösungen. Die Vorschläge der Bundesregierung bieten die Chance, die Debatte jetzt zu versachlichen und damit Vertrauen in die Dieseltechnologie zurückzugewinnen. Klar ist, dass zur weiteren Verbesserung der Luftqualität auch die Städte und Kommunen Verantwortung übernehmen und zum Beispiel ihre Luftreinhaltepläne aktualisieren müssen.

Zur Klärung der noch offenen Fragen und Punkte im Konzept der Bundesregierung werden weitere Gespräche folgen müssen.

Bereits jetzt trägt die deutsche Automobilindustrie mit den Software-Updates von Millionen Diesel-Pkw, den Umstiegsprämien und der Beteiligung am Fonds „Saubere Luft“  zur Verbesserung der Luftqualität in Städten bei. Die beschlossenen Maßnahmen wirken. Die Anzahl der belasteten Städte geht stetig zurück.

Jetzt erweitern die Unternehmen ihre Angebote über die schon laufenden Initiativen hinaus noch einmal deutlich und starten ein breit angelegtes Erneuerungsprogramm ‚Alt gegen Neu‘. Damit kommen zügig neue Euro-6-Pkw auf deutsche Straßen, deren Verbrauch geringer ist als der von Bestandsfahrzeugen, und die zudem deutlich niedrigere Schadstoffemissionswerte aufweisen. Im Gegenzug nimmt der Anteil älterer Diesel-Pkw am Bestand ab.

Diese Maßnahme, die auch den Umtausch älterer Diesel-Pkw in junge emissionsarme Fahrzeuge umfasst und damit vielen Menschen weiterhin individuelle Mobilität ermöglicht, hat mehrere Vorteile: Die Luftqualität in den besonders betroffenen Städten wird rasch verbessert, die Autofahrer haben Planungssicherheit und können auch künftig in die Innenstadt fahren. Zudem sinken die CO2-Emissionen. Vor allem wirkt das Erneuerungsprogramm rasch.

Gegenüber dem Erneuerungsprogramm hat jede Hardware-Nachrüstung Nachteile: Bis sie ihre Wirkung entfaltet, dauert es. Zudem steigen die CO2-Emissionen der betroffenen Fahrzeuge.

BMW, Daimler und der Volkswagen-Konzern gehen enorm in Vorleistung. Für einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Luftqualität ist es unabdingbar, dass auch die ausländischen Marken künftig ihren Beitrag leisten.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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