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Mattes: Automobilindustrie braucht lokale 5G-Netze für die Produktionsstandorte

Berlin, 29. Oktober 2018

Mit Nachdruck hat sich Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), für eine industrielle Campuslösung mit 5G ausgesprochen: „Wir sehen, dass der Mobilfunkstandard 5G in Deutschland die Basis für eine umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft legen wird. Das betrifft auch die Produktionsstandorte. Dort brauchen unsere Unternehmen lokale 5G-Netze, um die Effizienzvorteile der Digitalisierung auch in der Fertigung nutzen zu können.“

Vielfach höhere Übertragungskapazitäten, sehr geringe Latenzzeiten, flexible Bandbreiten für Up- und Downlink, sichere Datenübertragung, garantierte Datenraten über virtuelle Netzwerke, verteilte Server-Architekturen und eine hohe Ausfallsicherheit kennzeichnen diese Technologie.

Mattes unterstrich: „Nicht erst auf der Straße, sondern bereits bei der industriellen Fertigung von Fahrzeugen wird eine leistungsfähige digitale Infrastruktur benötigt. Angesichts des ‚Internet der Dinge‘ brauchen unsere Unternehmen automatisierte und effizientere Produktionsprozesse, etwa für Echtzeitkontrolle und –steuerung in der Fertigung. Zur Unterstützung der agilen Fertigung sind flexible, leitungsungebundene Kommunikations-technologien mit den Eigenschaften notwendig, die die 5G-Technologie bereitstellt.

Damit künftig eine leistungsfähige und flexible Produktion realisiert werden könne, müssten folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Die lokale Zuteilung des Frequenzbandes für eine Campuslösung von 3,7 bis 3,8 Gigahertz (GHz) für Industrie-4.0-Anwendungen sowie die volle Nutzung der Bandbreite von 100 Megahertz (MHz) für eine industrielle Campuslösung. Eine „Campuslösung“ umfasst das gesamte Werksgelände, nicht einzelne Fertigungshallen.

Mattes betonte: „Lokale 5G-Netze sind ein wichtiger Teil in unserer Digitalisierungsstrategie, die die gesamte Zukunft der Mobilität umfasst. Mit digitalisierten und vernetzten Verkehrssystemen sowie dem automatisierten und autonomen Fahren wird der Straßenverkehr noch sicherer und effizienter. Zudem können wir dadurch die CO2-Emissionen weiter senken und bieten überzeugende Lösungen insbesondere für die urbane Mobilität. Allein in den nächsten drei Jahren investieren unsere Hersteller und Zulieferer in die Digitalisierung rund 18 Mrd. Euro.“

Nachstehend finden Sie die Stellungnahme des VDA, die auch auf der Seite der Bundesnetzagentur zum Download zur Verfügung steht.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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