Pressemeldungen

Mattes: Deutsche Hersteller erweitern kundenorientierte Angebote bei Diesel-Pkw

Berlin, 08. November 2018

Maßnahmen für saubere Luft wirken bereits

Statement von Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), nach dem heutigen Treffen von Vertretern der Automobilindustrie mit Bundesverkehrsminister Scheuer

„Die drei deutschen Hersteller verstärken ihr Engagement für saubere Luft noch einmal erheblich und sorgen in besonderem Maße für ihre Kunden.

Die deutschen Automobilhersteller sehen Hardwarenachrüstungen nach wie vor kritisch. Serienreife Lösungen für Pkw-Hardwarenachrüstungen gibt es derzeit noch nicht zu kaufen. Sie werden aufgrund der erforderlichen Entwicklungs- und Zulassungszeit nicht kurzfristig am Markt verfügbar sein. Wir gehen davon aus, dass mit solchen Lösungen erst um das Jahr 2021 zu rechnen ist.

Mit der konsequenten Umsetzung der bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen wird die Luftqualität in den belasteten Regionen in den Jahren 2018 bis 2020 deutlich verbessert.

Für die Zeit nach 2020 stellen die drei deutschen Hersteller sicher, dass Kunden mit Euro-5-Diesel-Altfahrzeugen durch herstellerspezifische Angebote mobil bleiben können. Dazu können auch Hardwarenachrüstungen zählen. Die drei Unternehmen sagen fahrzeugbezogen bis zu 3.000 Euro für Mobilitätslösungen in den Intensivstädten zu.

Das heutige Ergebnis zeigt: Die deutsche Automobilindustrie engagiert sich mit aller Kraft für saubere Luft in deutschen Städten. Unser oberstes Ziel bleibt die Vermeidung von Fahrverboten. Dafür übernehmen die Unternehmen Verantwortung, mit konkreten Initiativen und heute nochmal aufgestockten Angeboten an ihre Kunden.

Wir installieren kostenlose Software-Updates bei über 5,3 Mio. Diesel-Pkw. Die Unternehmen bieten zudem sehr attraktive Erneuerungsprogramme an. Denn die Beschleunigung der Bestandserneuerung ist das schnellste und effektivste Mittel, um die Luft sauberer zu machen und damit Fahrverbote zu vermeiden. Außerdem beteiligen sich BMW, Daimler und der Volkswagen-Konzern maßgeblich am Mobilitätsfonds der Bundesregierung.

Die Maßnahmen wirken bereits. Die Anzahl der belasteten Städte geht stetig zurück. Die Stundengrenzwerte für Stickoxide werden bereits in allen Städten eingehalten.

Wichtig ist, dass jetzt auch die notwendigen politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Außerdem müssen auch die Importmarken in die Pflicht genommen werden.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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