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Mattes: Künstliche Intelligenz schafft mehr Verkehrssicherheit

Berlin, 01. Dezember 2018

Schlüsseltechnologie entscheidend für automatisiertes und fahrerloses Fahren – Großes Potenzial auch in der Automobilproduktion

Künstliche Intelligenz (KI) wird als Technologie künftig alle Lebensbereiche und Wirtschaftssektoren erfassen. KI verlässt schrittweise die Forschung und findet in immer mehr Geschäftsmodellen Anwendung. Vor dem Digital-Gipfel 2018, der am 03./04. Dezember 2018 in Nürnberg stattfindet und den thematischen Schwerpunkt KI hat, betonte Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): 

„KI spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum automatisierten und fahrerlosen Fahren. Ein wesentlicher Vorteil der Technologie besteht darin, dass sie ein konstantes und deutlich höheres Aufmerksamkeitsniveau erreichen kann, verglichen mit einem Autofahrer. Das bedeutet höhere Fehlerfreiheit und damit mehr Sicherheit. ‚Vision Zero‘ wird ohne KI nicht möglich sein.

Beim künftigen hochautomatisierten oder sogar fahrerlosen Fahren müssen Systeme komplexe Entscheidungen treffen. Gerade urbane Verkehrsszenarien sind hoch kompliziert. Konventionelle analytische Verfahren zur Umgebungserfassung werden hier an ihre Grenzen stoßen. KI wird daher für die Automobilindustrie zu einer bedeutenden Schlüsseltechnologie.

Die Automobilindustrie treibt Forschung, Entwicklung und Einführung von Innovationen voran. Klar ist: Wettbewerber außerhalb der Automobilindustrie beherrschen zunehmend die Schlüsseltechnologie KI. Deswegen besteht strategischer Handlungsbedarf für Politik, Wissenschaft und Industrie. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die KI-Strategie der Bundesregierung und den damit verbundenen Anspruch, KI in allen Bereichen voranzutreiben.

Ein Ausbau der Aufwendungen für die Forschungsförderung ist gleichwohl nötig. Hierbei ist sowohl die sektoren- und anwendungsübergreifende Grundlagenforschung, aber auch die anwendungsorientierte Forschung zu berücksichtigen.

Grundlage für KI sind digitalisierte Daten. Die KI-Technologie ist damit einer der größten technologischen Treiber und Gewinner der Digitalisierung. KI erlaubt es, die Vielzahl der heute gesammelten Daten auf ganz neue Weise auszuwerten. Unternehmen und Staaten wenden erhebliche Ressourcen auf, um sich diese Analyse-Möglichkeiten zunutze zu machen.

Zurückhaltung und Ängste gegenüber der Technologie sind häufig zu beobachten, wenn es um Daten aus sozialen und persönlichen Lebenswelten geht. Befürchtungen, dass persönliche Daten missbräuchlich eingesetzt werden könnten, gilt es zu begegnen – vor allem durch Transparenz.

Ebenso wichtig ist es, zu verstehen, dass KI-Systeme umso besser werden, je mehr Daten sie auswerten können. Vergleichbar einem nie endenden Lernprozess. Die Entwicklung muss daher aufmerksam beobachtet werden. Allerdings dürfen wir gerade in Deutschland nicht nur Risiken sehen, sondern müssen insbesondere die vielen Chancen dieser Technologie erkennen und nutzen.

Für die Automobilindustrie bietet KI sowohl in den Produkten als auch in der Produktions- und Wertschöpfungskette enorme Potenziale. So könnten nach einer McKinsey-Studie in der weltweiten Automobilindustrie bis zum Jahr 2025 in der Produktion bis zu 61 Mrd. Dollar eingespart werden, etwa durch KI-basierte Qualitätskontrolle. Weitere Potenziale liegen im Einkauf und in der Intralogistik, z. B. durch autonome Bandbelieferung.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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