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VDA sieht Initiative der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen als positives Zeichen für Automobilstandort Deutschland

Berlin, 07. Juni 2019

Rascher und flächendeckender Ausbau der Ladeinfrastruktur für den Markthochlauf der Elektromobilität notwendig

Die Initiative der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen sieht der Verband der Automobilindustrie (VDA) als positives Signal, um die Zukunft des Automobilstandortes Deutschland zu sichern und seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Eine der Kernforderungen, die vom VDA ebenfalls unterstützt wird, ist der rasche Aufbau einer flächendeckenden, länderübergreifenden Ladeinfrastruktur.

Für einen erfolgreichen Markthochlauf der E-Mobilität ist der schnelle und nachhaltige Ausbau der Ladeinfrastruktur die wichtigste Voraussetzung. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Klimaziele ist der derzeitige Bestand von 17.400 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland absolut unzureichend.

Die deutsche Automobilindustrie investiert in den nächsten drei Jahren 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe. Im gleichen Zeitraum verdreifacht sie ihr Angebot an E-Modellen auf rund 100. Laut einer aktuellen Studie von Ernst & Young investierten deutsche Automobilhersteller seit 2016 insgesamt 11,1 Milliarden Euro in 29 Projekte in die Elektromobilität.

Um Deutschland zu einem Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, empfiehlt der VDA deshalb eine koordinierte, übergreifende Vorgehensweise auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, um den Ladeinfrastrukturaufbau anzustoßen.

Neben alternativen Antriebstechnologien und klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen können Vernetzung und Digitalisierung den Verkehr effizienter und nachhaltiger machen. Dafür investiert die deutsche Automobilindustrie in den kommenden drei Jahren weitere 18 Milliarden Euro in das vernetzte und automatisierte Fahren. Der VDA sieht sich in den Forderungen der drei Bundesländer bestätigt, rasch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen sowie die technischen und haftungsrechtlichen Fragen zu klären, damit Planungssicherheit und Akzeptanz bei den Bürgern geschaffen werden können.

Für den VDA und seine Mitgliedsunternehmen ist ein konzertiertes Vorgehen von Industrie und Politik dringend notwendig, um die Transformation der Automobilindustrie erfolgreich zu bewältigen.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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