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Mattes: Freihandelsabkommen mit Mercosur bietet große Chancen

Berlin, 29. Juni 2019

Großer Erfolg für Europa und die Kommission – Deutsche Hersteller und Zulieferer mit zahlreichen Produktionsstandorten in Brasilien und Argentinien vertreten – Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse notwendig

Zum Abschluss des Freihandelsabkommens der EU mit den Ländern des Mercosur betonte Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Dieses Abkommen ist ein großer Erfolg für Europa und die Kommission. Er zeigt, dass Abbau von Handelshemmnissen und freier Handel für wesentliche Regionen der Welt von sehr hoher Bedeutung sind. Der Mercosur ist ein Markt mit mehr als 260 Mio. Einwohnern, auf dem im vergangenen Jahr 3,2 Mio. Light Vehicles verkauft wurden. Der bedeutendste Markt innerhalb Mercosur ist Brasilien. Dort sind deutsche Hersteller und Zulieferer mit über 120 Produktionsstandorten vertreten. Hinzu kommen über 20 Standorte in Argentinien.“ 

Der Light-Vehicles-Markt des Mercosur ist 2018 um 3 Prozent auf gut 3,2 Mio. Einheiten gestiegen, Brasilien legte um 14 Prozent auf 2,5 Mio. Neuwagen zu. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hat sich der Wachstumsprozess in Brasilien mit plus 11 Prozent auf über 1 Mio. Light Vehicles fortgesetzt. 

Mattes: „Unser Marktanteil beträgt 14 Prozent und bietet mit dem neuen Abkommen erhebliches Potenzial. Für die Automobilindustrie ist entscheidend, dass es zu einem effektiven und nachhaltigen Abbau von Zöllen und auch nicht-tarifärer Handelshemmnisse kommt. Für Mercosur ist das Abkommen der EU das erste mit einem bedeutendem Automobilproduzenten, daher bietet es für die EU und Deutschland gute Chancen.“

In Brasilien und Argentinien beträgt der Außenzoll für Pkw bislang 35 Prozent, für Uruguay 23 Prozent und für Paraguay 20 Prozent. Mattes: „Daher waren die Exporte aus Europa nach Mercosur mit 78.000 Einheiten in 2018 bisher sehr gering. Das Abkommen mit Mercosur wird für beide Seiten Exportchancen eröffnen. Dazu muss es aber auch zu einem effektiven Abbau der Handelshemmnisse kommen.“

Der Zollabbau im Mercosur werde langsamer erfolgen als in der EU, sagte Mattes: „Wichtig ist, dass es am Ende der Übergangsphase zu einem vollständigen Abbau kommt. Auch die Zulieferer werden von einem Zollabbau profitieren, wobei Mercosur auf einen unterschiedlich schnellen Zollabbau besteht. Es wäre erfreulich, wenn sich Mercosur mit dem Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse zu den Regeln der UN-ECE bekennen würde.“

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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