Pressemeldungen

Europäischer Automobilmarkt legt deutlich zu

Berlin, 19. November 2019

USA, China und Japan im Minus – Russland und Brasilien unter Vorjahr – Indien stabil

Die internationalen Automobilmärkte zeichneten im Oktober ein gemischtes Bild. In Europa (EU28 & EFTA) konnten die Neuzulassungen zulegen. In den USA und China mussten Rückgänge verzeichnet werden. Brasilien und Russland blieben unter dem Vorjahresniveau. Indien entwickelte sich stabil.

Der europäische Pkw-Markt stieg im Oktober um 9 Prozent auf 1,2 Mio. Fahrzeuge. Wie bereits im Vormonat war ein statistischer Effekt ausschlaggebend. So macht sich nach den WLTP-bedingten Engpässen im Vorjahr nun die volle Verfügbarkeit der Modelle bemerkbar. Vier der fünf größten Einzelmärkte in Europa konnten im vergangenen Monat zulegen. Deutschland verzeichnete das kräftigste Wachstum (+13 Prozent). Auch Frankreich (+9 Prozent), Italien (+7 Prozent) und Spanien (+6 Prozent) konnten Zuwächse verbuchen. Der britische Markt hingegen blieb unter dem Vorjahresniveau (-7 Prozent). In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden in Europa insgesamt 13,3 Mio. Pkw neu zugelassen (-1 Prozent).

Auf dem US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) setzte sich der Trend der vergangenen Monate fort. Der Absatz von klassischen Pkw war auch im Oktober rückläufig und erreichte ein Volumen von 344.600 Einheiten (-18 Prozent). Das Segment der Light Trucks stieg weiter in der Gunst der Kunden – 991.500 Einheiten wurden abgesetzt (+5 Prozent). Insgesamt wurden mehr als 1,3 Mio. Light Vehicles verkauft, knapp 2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf wurden insgesamt 14,0 Mio. Light Vehicles verkauft (-1 Prozent).

Der chinesische Pkw-Markt lag im Oktober erneut im Minus. Mit 1,9 Mio. Fahrzeugen lag das Marktvolumen 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden insgesamt 16,9 Mio. Pkw abgesetzt, ein Rückgang von 11 Prozent.

Der indische Pkw-Markt entwickelte sich – nach insgesamt elf Rückgängen in Folge – im Oktober stabil. Mit 285.000 verkauften Neufahrzeugen wurde das Vorjahresniveau erreicht. Seit Januar wurden insgesamt 2,5 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt, 15 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Pkw-Verkäufe in Japan sind im Oktober um 25 Prozent zurückgegangen (259.900 Einheiten). Ein Grund für den starken Rückgang war die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Oktober 2019. Die Verbrauchsteuer stieg von acht auf zehn Prozent. Bis Oktober wurden 3,7 Mio. Fahrzeuge verkauft (±0 Prozent).

Der russische Light-Vehicle-Markt verzeichnete im vergangenen Monat einen Rückgang. Der Absatz ging um 5 Prozent auf 152.100 Einheiten zurück. Seit Jahresbeginn wurden 1,4 Mio. Neufahrzeuge verkauft, 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In Brasilien ging der Light-Vehicle-Markt im Oktober um 1 Prozent zurück, das Marktvolumen lag bei 241.800 Neufahrzeugen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Absatz mit 2,2 Mio. Einheiten um 8 Prozent über dem Vorjahreslevel.

  Oktober 2019 Januar-Oktober 2019
  Anzahl Veränderung
19/18 in %
Anzahl Veränderung
19/18 in %
Europa (EU28+EFTA)*1) 1.215.000 8,6 13.330.900 -0,7
Europäische Union (EU-28)*1) 1.177.700 8,7 12.946.900 -0,7
Westeuropa(EU15+EFTA) 1) 1.094.200 7,8 12.079.700 -1,2
Neue EU-Länder (EU13)*1) 120.800 15,8 1.251.300 3,8
Russland* 2) 152.100 -5,2 1.423.400 -2,4
USA* 3) 1.336.100 -1,8 14.038.700 -1,2
Japan 4) 259.900 -25,1 3.701.100 -0,4
Brasilien* 5) 241.800 -1,4 2.182.000 7,6
Indien 6) 285.000 0,3 2.462.500 -14,8
China 7) 1.897.000 -5,8 16.858.000 -11,0
Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Sprecher, Schwerpunkt Technik und Innovation

Tel: +49 30 897842-128  
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