] VDA tritt Mobilitätsbündnis „Pan-African Mobility Alliance“ (PAMA) bei - VDA

VDA tritt Mobilitätsbündnis „Pan-African Mobility Alliance“ (PAMA) bei

Berlin, 19. November 2019

VDA-Präsident Mattes unterzeichnet mit Vertretern aus Politik, Unternehmen und Forschung Absichtserklärung zur Bildung einer strategischen Allianz – Ziel der PAMA ist es, deutsches Engagement in Afrika zu bündeln und die wirtschaftliche Entwicklung dort zu unterstützen

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) will sich verstärkt in Afrika engagieren. Ziel ist es, dort Investitionen zu fördern, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen und zur Entstehung von qualifizierten Arbeitsplätzen beizutragen.

Zu diesem Zweck hat VDA-Präsident Bernhard Mattes am heutigen Dienstag gemeinsam mit Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, sowie Vertretern von Unternehmen und Forschung eine Absichtserklärung zur Bildung der „Pan-African Mobility Alliance“ (PAMA) unterzeichnet. Die Allianz soll als strategische Plattform zur Realisierung der gemeinsamen Ziele von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus Deutschland in Afrika dienen.

„Derzeit beobachtet der VDA ein wachsendes Interesse am afrikanischen Kontinent und seiner wirtschaftlichen Zukunft, sowohl von unseren Mitgliedsunternehmen als auch von der Bundesregierung“, sagte Mattes. Deshalb wolle der VDA mit seiner Expertise dazu beitragen, Investitionen zu unterstützen, die unter anderem dazu dienen, in Afrika einen nachhaltigen Mobilitätssektor aufzubauen. „Der VDA sieht seine Aufgabe darin, die ,Pan African Mobility Alliance‘ aktiv zu unterstützen und damit Brücken zwischen den relevanten Interessengruppen unserer Branche zu bauen“, so Mattes.

In Afrika liegt rund die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Im Jahr 2035 wird der Kontinent voraussichtlich das größte Arbeitskräftepotenzial weltweit haben. Bereiche wie digitale Wirtschaft oder nachhaltige Mobilität weisen besonders hohes Entwicklungspotenzial auf. Der Automobil- und Logistiksektor nimmt durch seine nachhaltige Wertschöpfung in den Zuliefernetzwerken, Montagewerken, Distributionsstrukturen und panafrikanischen Handelsbeziehungen eine Schlüsselstellung ein und bietet großes Innovations-, Wachstums- und Jobpotenzial.

Die Mitglieder der „Pan African Mobility Alliance“ sollen unter anderem Analysen zu den Potenzialen einzelner Märkte erstellen, Dialoge mit politischen Partnern anstoßen, Pilotprojekte begleiten, Maßnahmen zur Ausbildungsförderung unterstützen oder Synergien zu bestehenden Initiativen, deren Ziel die Wirtschaftsförderung in Afrika ist, nutzen. Zunächst soll der Fokus der Aktivitäten der PAMA auf Beschäftigungsförderung liegen. In Zukunft können auch weitere Aktivitäten und Ansätze, zum Beispiel Innovationsförderung im Mobilitätssektor, ausgebaut werden, erklärten die Initiatoren.

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, plant das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) die Koordinierungs- und Projektentwicklungsfunktion der PAMA durch das Globalvorhaben Ausbildung und Beschäftigung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ GmbH sicherzustellen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Unternehmen bei Investitionsentscheidungen durch Machbarkeitsstudien, Länderanalysen und der Identifikation von Partnern vor Ort.

Zudem hat das BMZ verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zum Abbau von Investitionshemmnissen eingerichtet, beispielsweise im Rahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung. Darüber hinaus will das BMZ eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik fördern. Der VDA wird daran auf geeignete Weise mitwirken.

Afrika hat als Markt und Produktionsstandort für die deutsche Automobilindustrie großes Potenzial. Die Schätzungen zum afrikanischen Neufahrzeugmarkt (Pkw) liegen für 2018 zwischen 768.000 und 795.000 Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 75.400 Pkw aus Deutschland nach Afrika exportiert. Mehr als die Hälfte davon wurde in die Länder nördlich der Sahara geliefert. Größter Absatzmarkt für Neuwagen aus Deutschland ist dort seit Jahren Marokko.

Insgesamt wichtigster Markt in Afrika ist Südafrika. Im vergangenen Jahr gingen 45 Prozent der Exporte von Neuwagen (Pkw) aus Deutschland dorthin. 2018 wurden dort rund 365.000 Pkw verkauft, davon entfielen 33 Prozent auf deutsche Konzernmarken. Die deutschen Automobilhersteller haben ihre Produktion am Kap in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Gegenüber 2010 hat sich ihre Produktion um 28 Prozent gesteigert. Vor Ort fertigen VW, Daimler und BMW. Die Schätzungen zur gesamten Pkw-Produktion in Afrika liegen zwischen 745.000 und 838.000 Einheiten für das Jahr 2018.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
Nach oben springen