Produktion und Markt im Juni 2026

    Elektro-Neuzulassungen treiben Pkw-Markt

    Pressemitteilung

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    Berlin, 02. Juli 2026

    Zwei zusätzliche Arbeitstage (im Vergleich zum Vorjahr) sorgen für verhaltenes Produktionswachstum – Pkw-Neuzulassungen steigen deutlich – Elektro-Neuzulassungen mit kräftigem Wachstum – Vorkrisenniveaus weiterhin deutlich unterschritten

    Im Juni wurden 377.700 Pkw in Deutschland produziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entsprach dies einem Zuwachs um 6 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem vor dem Hintergrund zweier zusätzlicher Arbeitstage im Vergleich zum Juni 2025 zu sehen. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 2,109 Mio. Pkw in Deutschland hergestellt, 3 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit liegt die Produktion nach einem halben Jahr um 15 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Schwierige Standortbedingungen, vor allem hohe Lohnzusatzkosten und Steuern sowie die im internationalen Vergleich hohen Energie- und Bürokratiekosten, setzen den Standort Deutschland weiterhin und zunehmend unter Druck.

    Der Export übertraf im abgelaufenen Monat Juni mit 287.700 Einheiten den Wert vom Vorjahresmonat um 7 Prozent. Seit Januar wurden 1,605 Mio. Pkw und damit 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum exportiert. Trotz zunehmender Handelserschwernisse mit wichtigen Partnerländern gingen im Jahresverlauf mehr als drei von vier im Inland gefertigte Pkw in das Ausland.

    Die Auftragseingänge aus dem Inland konnten im Juni um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen. Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im Juni 6 Prozent weniger Orders registriert als im Juni 2025.

    Im Juni stieg die Zahl der Pkw-Registrierungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent auf ein Volumen von 296.400 Einheiten. Dieser Zuwachs ist im Kontext der zwei zusätzlichen Arbeitstage zu sehen. Im ersten Halbjahr des Jahres wurden insgesamt 1,484 Mio. Einheiten neu angemeldet, 6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Vorkrisenniveau von 2019 wird auch hier jedoch weiter deutlich unterschritten, der Markt liegt nach dem ersten Halbjahr um rund 20 Prozent darunter.

    Im abgelaufenen Monat stiegen die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV, FCEV) um 60 Prozent auf ein Volumen von 116.300 Einheiten. Der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen erreichte mit 39 Prozent den höchsten Wert seit der Reduktion des Umweltbonus Ende 2022. Im Detail: Die Registrierungen von BEV stiegen überdurchschnittlich um 78 Prozent auf 84.100 Einheiten. Die Neuzulassungen der PHEV verzeichneten ein moderateres Wachstum von 26 Prozent auf 32.200 Fahrzeuge.

    Wir gehen mit Blick auf die deutlichen Zuwächse bei den Zulassungen von E-Autos, insbesondere BEV, im gesamten Jahresverlauf von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus. Hierzu zählen insbesondere die nochmals verbreiterte Modellauswahl der Hersteller sowie die seit dem 19. Mai beantragbare neue E-Förderung, die dazu geführt hat, dass im Mai erstmals seit dem Umweltbonusende Ende 2023 mehr BEV auf Privatpersonen als auf Firmen neu zugelassen wurden.

    Gleichzeitig gilt aber auch: Nach wie vor sind die Ladestrompreise in Deutschland zu hoch und müssen dringend gesenkt werden, um die Attraktivität der E-Mobilität weiter zu steigern. Die weitere Entwicklung werden wir aufmerksam beobachten.

    Personenkraftwagen *)
    Juni 2026 Veränderung
    26/25 in %
    Januar - Juni 2026 Veränderung
    26/25 in %
    Neuzulassungen in Deutschland 296.378 16 1.484.393 6
      davon
        dt. Marken inkl. Konzernmarken 194.708 12 1.005.208 3
        ausl. Marken 101.670 23 479.185 12
      darunter
        Elektro 116.269 60 531.807 37
          BEV 84.057 78 368.006 48
          PHEV 32.212 26 163.793 18
    Produktion in Deutschland 377.700 6 2.109.200 -3
      davon: Export 287.700 7 1.605.300 -3
    *) zum Teil vorläufig Quelle: VDA/KBA

    Kontakt

    Sprecherin

    Katharina Sophie Bellstedt

    Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Produktion, Logistik, Aftermarket