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Wissmann: Elektromobilität kann viele neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Berlin, 11. März 2013

„Die Elektromobilität kann viele tausend neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Sowohl in der Forschung als auch in der Produktion kann die neue Antriebstechnologie zum Jobmotor für die deutsche Industrie werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), bei der Hauptstadtkonferenz Elektromobilität 2013 in Berlin. In den Jahren 2013 und 2014 kommen 14 elektrifizierte Serienmodelle ‚Made in Germany‘ in den Handel, die rein batterieelektrisch betrieben werden oder mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor ausgestattet sind (Plug-in-Hybrid oder Range-Extender). Wissmann unterstrich: „Der Löwenanteil der Entwicklung und Produktion dieser Elektroautos wird an deutschen Standorten erbracht. Deutsche Hersteller und Zulieferer bauen ihre inländischen  Standorte zu Zentren für Elektromobilität aus. Das schafft neue Arbeitsplätze und sichert bestehende Jobs. Die Automobilindustrie leistet ihren Beitrag, damit Deutschland Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität werden kann. Aber auch die Politik ist gefordert.“

„Besonders wichtig sind jetzt die Schaufensterregionen. Wir wissen: Wer ein Elektroauto gefahren hat, ist von dieser emissionsfreien Mobilität gerade in urbanen Räumen begeistert“, sagte Wissmann. Die Elektromobilität erlebbar zu machen und die Kundenakzeptanz gezielt zu steigern, seien wesentliche Ziele der Schaufensterregionen. Wissmann weiter: „Die Bundeshauptstadt Berlin bietet mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern eine ideale Plattform, um das große Potenzial der Elektromobilität vielen Menschen zugänglich zu machen. Das Schaufenster wird den Bürgern der Stadt den direkten Nutzen der Elektromobilität vor Augen führen. Das Ziel – internationale Leitmetropole für Elektromobilität zu werden – kann Berlin erreichen, wenn sich die Stadt mit der ihr eigenen Kreativität und Begeisterung der neuen Technologie annimmt.“ Die deutsche Automobilindustrie habe mit ihren Neuheiten auf dem Genfer Automobilsalon eindrucksvoll bewiesen, dass sie die Entwicklung alternativer Antriebe und die Optimierung des Verbrennungsmotors konsequent in die Realität umsetze, unterstrich der VDA-Präsident.

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, Deutschland zum Leitmarkt der Elektromobilität zu machen. „Dieses Ziel unterstützt die deutsche Industrie nachdrücklich und leistet dazu ihren Beitrag. Sie  trägt den Löwenanteil der notwendigen Investitionen. Das sind, allein für die Marktvorbereitungsphase, bis zu 17 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus mehreren Branchen rund um die Elektromobilität. Die deutsche Automobilindustrie investiert 10 bis 12 Milliarden Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe in den nächsten drei bis vier Jahren, hiervon sind allein 80 Prozent für die Elektromobilität bestimmt“, sagte Wissmann. Alle Experten seien sich darin einig, dass der Markthochlauf für Elektrofahrzeuge aktive Begleitung benötige. „Wir brauchen Unterstützung, auch aus der Politik“, betonte Wissmann.

 

 

 

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