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Wissmann: Deutsche Automobilindustrie führend im weltweiten Innovationswettbewerb

Berlin, 02. Mai 2013

Die deutschen Hersteller und Zulieferer sind derzeit im weltweiten Innovationswettbewerb führend. So lautet das zentrale Ergebnis der aktuellen Innovationsstudie des Center of Automotive Management (CAM). Dazu sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Unsere Industrie hat mehr denn je verinnerlicht: Forschung und Innovation sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft! Die deutschen Hersteller überbieten sich seit der Erfindung des Automobils bis heute gegenseitig an Innovationskraft. Auch die mittelständischen Zulieferer sind dabei wichtige Innovationstreiber. Die Zulieferbranche steht für gut 70 Prozent der Wertschöpfung beim Automobil.“ Bei der Verleihung des Automotive Innovations Award 2013 von CAM und PricewaterhouseCoopers wurden heute mehrere Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie für herausragende Innovationen ausgezeichnet.

Wissmann weiter: „Die Automobilindustrie ist bei Forschung und Entwicklung seit Jahrzehnten die mit Abstand stärkste deutsche Industriebranche – mit nahezu einem Drittel aller FuE-Ausgaben in Deutschland. 2011 investierte die Branche – einschließlich der externen Aufwendungen – knapp 22 Milliarden Euro. Unter den zehn Unternehmen mit den höchsten Forschungs- und Entwicklungsausgaben in der EU befinden sich vier Unternehmen der deutschen Automobilindustrie.“ Diese enormen Ausgaben für Kreativleistungen wirken sich eindrucksvoll in der Patentstatistik aus. „Beinahe jedes dritte Auto-Patent, das im Jahr 2011 beim Europäischen Patentamt angemeldet wurde, stammt aus Deutschland. An jedem Werktag werden etwa zehn Auto-Patente mit Erfindersitz in Deutschland angemeldet. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Die Innovationsdynamik der deutschen Automobilindustrie ist ungebrochen“, sagte Wissmann.

Der VDA-Präsident unterstrich die Bedeutung der Industrie als „Motor für Innovationen“. Wissmann: „Die gesamte Industrie über alle Branchen steht für bis zu 90 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Diese Innovationen machen eine Volkswirtschaft zukunftsfähig, sie sichern den Wohlstand.“ Deutschland stehe heute dank seiner starken industriellen Basis besser da als andere Länder. „Heute erwirtschaftet Deutschland rund 28 Prozent der industriellen Bruttowertschöpfung der EU. Das ist mehr als Großbritannien und Frankreich zusammen. Dass die industrielle Wertschöpfung in Europa immer weiter auseinander driftet ist bedenklich.“ Wissmann forderte daher „eine neue Industrialisierung Europas“. Die Industrie müsse wieder in den Mittelpunkt der europäischen Wirtschaftspolitik rücken.

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