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Elektromobilität stand im Mittelpunkt beim Rundgang von Bundeskanzlerin Merkel

Frankfurt/Berlin, 12. September 2013

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel im CMF vor vielen hochrangigen Gästen die 65. IAA Pkw als eröffnet erklärt hatte, schloss sich der traditionelle IAA-Eröffnungsrundgang an. In der Festhalle empfing Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, die Bundeskanzlerin und erläuterte ihr den neuen Mercedes-Benz S 500 Plug-in-Hybrid, der – zusätzlich zum Benzin-Motor – mit einem 80-kW-E-Motor ausgestattet ist, 30 Kilometer emissionsfrei fahren kann und mit einem überraschend niedrigen NEFZ-Verbrauch von 3,0 Liter auf 100 Kilometer aufwartet.

Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, präsentierte in Halle 3.0 der Bundeskanzlerin den neuen e-Golf, „den Golf unter den E-Autos“. Auf 100 Kilometer verbraucht der Elektroantrieb lediglich 12,7 Kilowattstunden (kWh), was bei einem Strompreis von 26 Cent je kWh 3,30 Euro je 100 Kilometer ergibt. Der e-Golf wird von einem 85 kW/115 PS starken Elektromotor angetrieben und hat eine Reichweite von 190 Kilometern.

Am Porsche-Stand empfing Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, Frau Merkel und führte sie zum brandneuen Porsche Panamera S E-Hybrid. Mit dem 70 kW/95 PS starken Elektromotor beschleunigt das sportlich-luxuriöse Oberklassemodell auf 135 km/h, der NEFZ-Verbrauch beträgt 3,1 Liter auf 100 Kilometer, was 71 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer entspricht. Doch der Panamera ist nicht nur ein CO2-Sparmeister, sondern sprintet – zusammen mit dem V6-Dreiliter-Benziner – in 5,5 Sekunden von Null auf 100 km/h.

Prof. Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, zeigte der Bundeskanzlerin den Audi Sport Quattro Concept, die „Rückkehr der Legende“ – mit Bezug auf den ersten Audi Sport quattro, der vor genau 30 Jahren auf der IAA vorgestellt wurde. Die Neuinterpretation verfügt über einen Plug-in-Hybrid mit 700 PS und hat einen NEFZ-Wert von lediglich 2,5 Liter auf 100 Kilometer. Der 4.0-TFSI-V8-Motor mit Biturbo-Aufladung (560 PS) wird unterstützt durch einen E-Motor mit 110 kW/150 PS. Rein elektrisch legt das Sport quattro concept Strecken von bis zu 50 Kilometer zurück.

Auch namhafte Zulieferer standen auf dem Rundgang-Programm der Bundeskanzlerin: Arndt G. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff Automotive Deutschland GmbH, erläuterte Frau Merkel die Leichtbau-Komponenten, die die Kirchhoff-Gruppe unter anderem entwickelt und produziert: das Frontend für BMW 5er, 6er und 7er.

Dr.-Ing. Jürgen Geißinger, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, präsentierte in Halle 5.1 der Bundeskanzlerin das neue System der 48-Volt-Batterie, das insbesondere für die Elektro- und Hybridfahrzeuge erforderlich ist.

Jean-Dominique Senard, Managing Chairman der Michelin-Gruppe, zeigte der Bundeskanzlerin die Exponate Formula e sowie die neuesten Rennwagen-Reifen des französischen Herstellers. In Halle 8 begrüßte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, die Bundeskanzlerin. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die innovativen Antriebssysteme für Elektrofahrzeuge.

Danach standen wieder Pkw-Hersteller auf dem Rundgang-Programm. Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender des Vorstands der Adam Opel AG, erläuterte Frau Merkel das Opel Monza Concept Car, das Bezug nimmt auf den Gran Turismo Monza, mit dem Opel vor nunmehr 35 Jahren Coupé-Geschichte geschrieben hat. Trotz der flachen Silhouette des nur 1,31 Meter hohen und 4,69 langen Sportlers bietet der neue Monza ausreichend Raum und vor allem Kopffreiheit sogar für die Fondpassagiere. Das Concept Car gewährt zudem einen spannenden Ausblick auf das Design und die Technologien künftiger Opel-Modelle.

In Halle 9 besuchte Frau Merkel den Stand von Ford. Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, begrüßte die Bundeskanzlerin und zeigt ihr den S-Max Concept. Mit diesem Auto gibt Ford einen Ausblick auf die nächste Van-Generation. Sie bleibt ihrer sportlichen Linie treu und fährt mit effizienten Motoren sowie teils äußerst ungewöhnlichen Ausstattungsdetails vor.

Schlusspunkt des Rundgangs war BMW in Halle 11. Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, präsentierte der Bundeskanzlerin den neuen BMW i3, ein revolutionäres Konzept für die urbane Mobilität: Der i3 hat einen Elektroantrieb, die Karosserie besteht aus Kohlefaser, die das Zusatzgewicht der Batterie mehr als ausgleicht und das Leergewicht auf unter 1.200 Kilogramm drückt. Folgerichtig sind typische BMW-Fahrleistungen zu erwarten: Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der 170 PS starke i3 fast genauso schnell wie ein Mini Cooper S. Wer mehr Wert auf hohe Reichweite legt, kann den i3 mit einem Zweizylinder-Benziner aufrüsten.

Bereits vor ihrem Rundgang hatte die Bundeskanzlerin betont: „Wir alle sind überzeugt, dass die Elektromobilität eine immer größere Rolle spielen wird. Das Ziel ist und bleibt, wir wollen bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straße bringen.“ Nach ihrem Rundgang dürfte sie sich in ihrer Einschätzung bestätigt sehen – bis Ende 2014 bringen allein die deutschen Hersteller 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb auf die Straße.

 

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