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IAA-Fachveranstaltung „Auto und Zölle“: Herausforderungen im internationalen Umfeld

Frankfurt/Berlin, 18. September 2013

Die IAA-Fachveranstaltung „Auto und Zölle" zeigte heute die Herausforderungen der global agierenden Automobilindustrie im Bereich Zölle auf. „Zölle stellen für alle international ausgerichteten Unternehmen eine große operative Herausforderung dar. Aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Bedeutung und der Cashflow-Situation in den Unternehmen gehören zollrechtliche Optimierungen mittlerweile zu den Kernaufgaben des Unternehmensmanagements“, erklärte VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig in seiner Begrüßung.

Uwe Grosse von der WTS Group und Harald Dewert von der Schaeffler AG berichteten über Marktzugangsstrategien aus steuer- und zollrechtlicher Sicht. Der Fokus war dabei auf Asien – vor allem auf China und Südkorea – gerichtet.

Zum Thema „Non-Tariff Barriers“ referierten Dr. Hans Georg Raber und Sarah Jänsch von der Volkswagen AG. Trotz des Verbots von nichttarifären Handelshemmnissen durch die WTO wüchsen Importquoten, Exportbeschränkungen und Local-Content-Klauseln weltweit. Normen und Standards würden so festgesetzt, dass sie ausländischen Anbietern den Marktzugang erschweren. Selbst vor Störungen in der Zollabwicklung würde nicht Halt gemacht. Sarah Jänsch berichtete von konkreten Zertifizierungsvorschriften bei der Wareneinfuhr nach Südkorea, von denen zahlreiche deutsche Firmen betroffen seien.

Klaus Bräunig vertrat hier eine klare Position: „Der Trend zu Importzöllen, Mindestpreisen, Exportverboten und „Grauzonen-Maßnahmen“ wie Anti-Dumping-Verfahren muss gestoppt werden. Protektionismus stellt das Wachstum der Weltwirtschaft in Frage.“

Harald Boes, Leiter des Zollmanagements bei ZF Friedrichshafen und Konzernbeauftragter für Luftfrachtsicherheit, widmete sich in seinem Referat dem Thema Luftfrachtsicherheit. Die Gesetzgeber in den USA und in Europa haben seit 2001 umfangreiche Vorkehrungen zur Erhöhung der Sicherheit im Passagier- und Frachtbereich getroffen. Eine überzogene Definition der  „sicheren Lieferkette“ bringe höhere Kosten mit sich und verlangsame die logistischen Prozesse. Boes sprach verschiedene Möglichkeiten an, wie in einer sicheren Lieferkette dennoch Zeit und Kosten gespart werden können.

In der abschließenden Diskussionsrunde, die Hans Georg Raber, Vorsitzender des VDA-Ausschuss Zölle und Verbrauchsteuern, moderierte, wurden Megatrends und aktuelle Fragestellungen wie die gestiegenen formalen Anforderungen an Ausfuhrlieferungen erörtert. Die Veranstaltungsteilnehmer wurden zur Diskussion aufgerufen, wie nachhaltig auf handels- und sicherheitspolitische Schranken reagiert werden kann.

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