Pressemeldungen

„Fabrikneue“ Oldtimer und First-Class-Büro auf vier Rädern

Frankfurt/Berlin, 15. September 2013

Ein besonderer Leckerbissen für Automobil-Enthusiasten findet sich auf der IAA in Halle 5. Dort ist die Brabus-Welt zu Hause. Bekannt ist die Auto-Manufaktur ja seit vielen Jahren für ihre High-Performance-Fahrzeuge. Für Aufsehen sorgt auf der IAA beispielsweise der Brabus 850 6.0 Biturbo "iBusiness" – hinter dieser Bezeichnung steckt nicht nur eine Luxuslimousine der Sonderklasse mit 850 PS auf Basis der neuen Mercedes S-Klasse, sondern auch ein rollendes Büro mit edlen Zutaten und exklusiver Multimedia-Ausstattung. Alle Funktionen wie iPad, Mac mini, iPod touch und Apple TV lassen sich über Brabus Remote App und über iPad mini auch vom Rücksitz aus steuern. Für exklusives Ambiente sorgt zudem eine exquisite, zweifarbige Volllederausstattung.

Erstmals auf der IAA präsentiert Brabus jetzt den noch jungen Geschäftsbereich „Brabus Classic“. Und hier geht Prof. Bodo Buschmann, Geschäftsführender Alleingesellschafter der Brabus GmbH, Bottrop, einen anderen Weg: Die Mercedes-Benz-Oldtimer werden nicht etwa Tuning-Maßnahmen unterzogen, sondern in ihren Originalzustand zurückversetzt – wie sie damals, in den 1960er oder 1970er Jahren vom Band kamen. Etwa das weiße, viersitzige Mercedes-Benz Cabriolet 280 SE 3.5 (W 111) mit V8-Motor, das auf dem Brabus-Stand zu bewundern ist. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Originalteile zu erhalten. Wir bereiten die Chromteile auf, auch die Interieur-Leisten aus Holz werden nicht etwa ersetzt, sondern erhalten mit hohem Aufwand wieder ihre ursprüngliche Eleganz und Wertigkeit. Der gesamte Motor wird überholt, aber er behält seine eigene Charakteristik. Wenn wir die Sitzbezüge erneuern, orientieren wir uns ebenfalls am Original.“, erläutert Bodo Buschmann. Fürs Foto am 280er SE bittet er seinen Sohn Constantin Buschmann hinzu.

Wenige Schritte weiter steht eine blaue „Pagode“, ein Mercedes-Benz 280 SL (W 113), Baujahr 1969, mit beigen Ledersitzen, dem großen, elfenbeinfarbenen Lenkrad. Und natürlich mit dem damals sehr begehrten „Becker Europa“-Radio. „In unserer Manufaktur in Bottrop arbeiten wir über 12 Monate an einem Fahrzeug, bis es unserem Anspruch an Echtheit und Qualität entspricht. Wir haben in Bottrop vier Werke, das fünfte ist in Planung. Wir haben zudem eine eigene Lackiererei, eine Sattlerei. Das sind alles Profis, die ihr Handwerk verstehen“, erläutert Bodo Buschmann. Auf die „fabrikneuen“ Oldtimer gibt Brabus zwei Jahre Garantie.

Woher die „Schätzchen“ kommen? Bodo Buschmann: „Brabus ist in 106 Ländern weltweit präsent. Unter unseren Kunden sind viele, die auch sehr schöne ältere Fahrzeuge in ihrer Garage haben – oft mit einem niedrigen Kilometerstand auf dem Tacho. Bevor solche Autos angeboten werden, wenden sich die Eigentümer an uns.“

Das Geschäft brummt, 60 Classic-Fahrzeuge befinden sich derzeit in Restauration. „Wir sind mit ‚Brabus Classic‘ sehr gut unterwegs, die Wachstumsraten sind im hohen zweistelligen Bereich“, sagt Buschmann.

In Bottrop sind 350 Mitarbeiter beschäftigt, allein in den nächsten zwölf Monaten sollen 150 weitere hinzukommen. Besonders in China sind die Modelle aus der Brabus-Manufaktur begehrt, sowohl die neuen Autos als auch die „fabrikfrischen“ Oldtimer: In 40 Städten Chinas hat Brabus exklusive eigene Showrooms in besten Lagen eröffnet, 20 weitere sind in Planung. Insgesamt beschäftigt Brabus in China 550 Mitarbeiter, außerhalb Deutschlands und Chinas kommen weitere 2.500 Beschäftigte hinzu. Wo die Märkte sind? Buschmann nennt Moskau, Dubai, Abu Dhabi, Kalifornien – aber auch Europa und Deutschland.

 Und bittet Sven Gramm, Head of PR & Advertising bei Brabus, den neuen „Executive Van“, einen Mercedes-Benz Viano in schwarz-metallic, dem Besucher zu zeigen. Der Van trägt den „Pelz nach innen“: 40-Zoll-Monitor, Rundum-Kameras, mit denen der Insasse (die Vorhänge sind zugezogen, die Seitenscheiben dunkel getönt) die „Außenwelt“ genau beobachten kann, versenkbare Schallschutzscheibe zum Fahrer, Safe mit Fingerprint-Sicherung, Duftmodule in den verschiedensten Ausprägungen, Kühlschrank, modernste Apple-iPads, Internet und TV sowieso, feinstes Leder, elektrisch verstellbare Sitze, besternter Dachhimmel, vielfach variierbar…

„Unsere Kunden wollen den Executive Van, weil er nicht nur ein ‚rollendes Büro‘ ist, sondern weil der Innenraum sehr bequem ist und dem Kunden eine Privatsphäre bietet, die er gerade in Großstädten mit ihren Staus besonders schätzt“, sagt Sven Gramm. Die Kunden kommen aus Russland, aus vielen Ländern Europas, aus den Arabischen Emiraten. „Wir erfüllen jeden Kundenwunsch“, betont Gramm: „Eine russische Sängerin wollte den Brabus mit Tonstudio, ein Modedesigner wollte natürlich einen großen Kleiderständer eingebaut haben.“ Je nach Wunsch gibt es den Brabus Executive als Zwei- oder Viersitzer, wobei die meisten Kunden sich für die Version mit zwei Sitzen entscheiden: „Das ist privater“, so Gramm.

Mit dem bisherigen Verlauf der IAA ist Bodo Buschmann „sehr zufrieden“: „Wir haben viele Kundengespräche und bereits etliche Abschlüsse getätigt. Es läuft noch besser als auf der IAA 2011.“

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