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Bräunig: Wer weltweit zuhause ist, sichert den heimischen Automobilstandort Saarland

Homburg/Berlin, 09. Oktober 2013

„Das Saarland ist das drittgrößte Automobilzulieferzentrum Deutschlands. Dieses kleine Bundesland spielt für die deutsche Automobilindustrie eine große Rolle. Jeder zweite Euro des Gesamtumsatzes der saarländischen Industrie stammt aus der Automobilbranche“, betonte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem AutomotiveDay 2013, dem Internationalen Tag der Automobilzulieferer am 9. Oktober 2013 in Homburg. Unter dem Motto „Zukunftsstrategien europäischer Automobilunternehmen im globalen Wettbewerb“ sprachen auf der Veranstaltung im Michelin Reifenwerk hochrangige Referenten aus Wirtschaft und Politik über die Herausforderungen der Branche – darunter Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, Jean-Marc Gales, Geschäftsführer der Europäischen Vereinigung von Automobilzulieferern CLEPA, Dr. Lisa Janzen, Werkleiterin Michelin und Christoph Lang, Geschäftsführer ZPT.

Bräunig forderte von der Politik, in der neuen Legislaturperiode an der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands weiter zu arbeiten. „Energiewende, Eurokrise, die schwierige Konjunktur in Europa und zunehmender internationaler Protektionismus stellen die Betriebe vor besondere Herausforderungen“, sagte Bräunig in seinem Vortrag. „Energiekosten und Steuern nennen die VDA-Mitglieder als wichtige Parameter für die Zukunft des Produktionsstandortes Deutschland. Deutschland ist nicht wartungsfrei und kann es sich nicht leisten, Inspektionstermine verstreichen zu lassen. Infrastrukturinvestitionen sind dringend nötig, ohne Autofahrer und Steuerzahler noch mehr zu belasten.“

Die Zulieferer erbringen 75 Prozent der Wertschöpfung eines Automobils. Die deutsche Automobilindustrie stützt sich also auf die Innovationskraft dieser Unternehmen. Zulieferbetriebe seien gefordert, weltweit präsent und gleichzeitig flexibel zu sein. „Für die Betriebe gilt, frühzeitig die richtigen Investitions-entscheidungen zu treffen, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Wer nicht allein in spezifischen Nischenmärkten unterwegs sei, stehe vor der Aufgabe, heimische Standorte durch außereuropäische Expansion zu sichern“, so der VDA-Geschäftsführer. Die deutschen Zulieferer seien weltweit bereits mit mehr als 1.500 Produktionsstandorten vertreten, davon mit rund 200 allein in China. Diese Ausgangsposition könne sich wahrlich sehen lassen. Doch das sei weder für die Industrie noch für die Politik ein Ruhekissen. Die internationale Konkurrenz nehme weiter zu. „Zulieferer, die weltweit gut aufgestellt sind, können den Standort Deutschland sichern und weiterhin für die Innovationen sorgen, für die sie weltweit bekannt und berühmt sind“, so Bräunig.

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