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VDA stiftet Universitätsprofessur

Berlin, 22. November 2013

Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) feiert das 25-jährige Bestehen des Fachgebiets Qualitätswissenschaft am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin. In seiner Rede anlässlich des heutigen Festkolloquiums kündigte Dr. Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer Technik und Umwelt des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), an, dass im Frühjahr 2014 an der TU Berlin eine vom VDA Qualitäts Management Center (VDA QMC) neu gestiftete Universitäts-professur für das Fachgebiet „Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz“ besetzt werde. „Das Auswahlverfahren läuft derzeit. Die Stiftungsprofessur, die der VDA-Vorstand beschlossen hat, soll künftig die Gesamtkompetenz der Universität im Themenfeld der Qualität stärken und die Inhalte für die Wirtschaft noch besser nutzbar machen. Ein Schwerpunkt werden dabei Qualitätsfragen der Automobilindustrie sein. Die Professur ist ein wichtiger Schritt bei der noch engeren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft als Motor für Innovation und Wachstum“, sagte Dr. Eichhorn.

Seit einem Vierteljahrhundert stehe das Produktionstechnische Zentrum Berlin mit seinem Fachgebiet Qualitätswissenschaft für zukunftsweisende Forschung, so Dr. Eichhorn: „In diesen 25 Jahren hat das Institut durch seine interdisziplinäre Zusammenarbeit eine herausragende Stellung im Bereich Qualitätswissenschaft erreicht.“

Frank Tuch, Vorsitzender des Qualitätsmanagement Ausschusses (QMA) im VDA und Leiter der Konzern-Qualitätssicherung der Volkswagen AG, erklärte, dass das Aufgabengebiet der Professur, die im Frühjahr 2014 besetzt werden soll, die Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Gestaltung von zukunftsfähigen Qualitätsstrategien umfasse. Außerdem wird sich das Fachgebiet mit deren Umsetzung in entsprechende Qualitätsprozesse und Organisationsstrukturen beschäftigen. Dazu sind innovative Konzepte zur Prozess-, Organisations- und Kompetenzgestaltung zu erarbeiten und Methoden und Software-Instrumente zur Unterstützung der praktischen Umsetzung im internationalen Zusammenhang zu entwickeln. Innovationen zur Strategie- und Kompetenzentwicklung beziehen sich dabei nicht nur auf den Herstellungsprozess von Produkten, sondern auch auf die planenden, steuernden und kontrollierenden Prozesse im gesamten Produktlebenszyklus, wobei ökonomische, soziale, kulturelle und ökologische Aspekte Berücksichtigung finden sollen.

Dr. Eichhorn wies auf die hohe Innovationsgeschwindigkeit der deutschen Automobilindustrie hin: „Die deutsche Automobilindustrie liefert Qualität, die täglich hart erarbeitet werden muss. Wir investieren jährlich über 20 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung und stehen damit für mehr als ein Drittel der gesamten industriellen Forschungsleistungen. Die Verstärkung des Fachgebietes Qualitätswissenschaft durch die neue Professur ist ein wichtiger Baustein im internationalen  Wettbewerb, um Deutschland als Forschungs- und Entwicklungsstandort weiter voranzubringen. Die Anforderungen an die deutsche Automobilindustrie werden immer höher. Umso notwendiger ist eine noch engere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft. Das Fachgebiet Qualitätswissenschaft an der TU Berlin ist daher beispiel-gebend.“

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