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Autofarbe des Jahres: Weiß liegt im Trend

Berlin, 01. Januar 2014

Schwarz und Silber vorn – Wiederverkaufswert ist bei der Farbwahl mitentscheidend

Das Jahr 2013 hat den bemerkenswerten Aufwärtstrend der Farbe Weiß beim Neuwagenkauf erneut bestätigt: Während im Jahr 2006 nicht einmal 2 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit weißer Lackierung ausgestattet waren, stieg der Anteil seither kontinuierlich: 2009 hatte bereits jeder zehnte Neuwagen diese „Farbe“, 2013 fast jeder sechste (17,9 Prozent), teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit, der anhand aktueller Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) die Pkw-Neuzulassungen nach der Fahrzeugfarbe untersucht hat.

 

Technisch betrachtet, hat der Autolack vor allem die Aufgabe, das Blech von Fahrzeugen vor Korrosion zu schützen. Für den Neuwagenkäufer ist die Wahl der Lackfarbe aber darüber hinaus stets auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit – und Spiegel des Zeitgeists. Die Einschätzung auf einen späteren Wiederverkaufswert spielt ebenso eine Rolle wie  Design-Trends, die hier erkennbar werden. So wurden im Zuge der CO2-Diskussion vor einigen Jahren immer häufiger CO2-sparsame neue Modelle in der Farbe Weiß auf Automobilmessen wie der IAA in Frankfurt oder dem Genfer Auto-Salon gezeigt. Übrigens war Anfang der 1990er Jahre der Anteil von weißen Neufahrzeugen noch im zweistelligen Bereich (1991: 13,8 Prozent), bevor Weiß  immer mehr aus dem Blick geriet, mit dem Tiefpunkt 2006 (1,6 Prozent Anteil).

 

Auf Platz 1 der Lack-Liste stand 2013 unverändert die Farbe Schwarz (28,4 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen), dicht gefolgt von Silber/Grau (27,9 Prozent). Bemerkenswert ist dabei, dass die früher sehr dominante Rolle von Silber/Grau (2004: 46,4 Prozent Anteil an allen Neuzulassungen) in den vergangenen Jahren immer weiter nachließ, während Schwarz erstmals im Jahr 2002 die 20-Prozent-Hürde nehmen konnte, 2008 (31,3 Prozent) seinen bisherigen Höhepunkt in der Publikumsgunst erreichte und seither um die 30-Prozent-Marke pendelt.

Umfragen von TNS Infratest zufolge glauben drei Viertel der Befragten, dass die Wahl der Farbe Auswirkungen auf den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs hat. Zufälligerweise waren ebenfalls knapp 75 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2013 Fahrzeuge „ohne Farbe“ (Schwarz, Silber/Grau, Weiß). Auffällige Farben wie Orange (0,5 Prozent), Lila (0,6 Prozent), Grün (1,0 Prozent) oder Gelb (1,6 Prozent)  fallen hingegen in der Neuwagenflotte 2013 kaum ins Gewicht – daran hat sich seit vielen Jahren kaum etwas geändert.

 

Neuwagen in blauer Farbe – in den 1990er Jahren bis Anfang des letzten Jahrzehnts mit bis zu 25 Prozent Anteil noch klar auf Platz 2 hinter Silber/Grau – waren seither immer weniger oft geordert worden. 2012 lag ihr Anteil bei nur noch 8,2 Prozent. Im Jahr 2013 war hier eine erste Erholung auf 8,5 Prozent erkennbar.

Die Farbe Rot hatte 2013 einen Anteil von 6,3 Prozent an allen Pkw-Neuzulassungen. In den vergangenen zehn Jahren lag dieser Anteil stets zwischen 4 und 7 Prozent – mit Ausnahme des Jahres der Umweltprämie (2009), als er auf 9,1 Prozent stieg. Vor zwei Jahrzehnten hingegen war Rot noch die beliebteste Autofarbe (1991: 28,4 Prozent).

Wie die KBA-Zahlen zeigen, wird Rot bei der Fahrzeugwahl heute vor allem von Frauen geschätzt: 11,1 Prozent der Neuzulassungen, die im Jahr 2013 auf weibliche Halter erfolgten, waren Autos mit dieser Farbe. Ihr Anteil liegt damit fast doppelt so hoch wie im Gesamtmarkt (6,3 Prozent). Bei den Top-3-Farben hingegen gibt es kaum Unterschiede: Auch von Frauen werden Neuwagen in Schwarz (23,7 Prozent), Silber/Grau (21,9 Prozent)  und Weiß (20,1 Prozent) am häufigsten geordert – insgesamt sind es zwei Drittel aller Neuzulassungen, die mit dieser Farbgebung auf weibliche Halter erfolgten.

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